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Die Wirtschaft Das Dienstfahrrad
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18:13 22.06.2017
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Seitdem die obersten Finanzbehörden der Länder das Modell des Dienstwagens auf das der Diensträder übertragen hat, setzen immer mehr Arbeitgeber auf das Dienstfahrrad. Und das aus gutem Grund: Das Dienstrad ist ein Paradebeispiel für eine Win-Win-Situation, von der sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer profitieren – steuerliche Begünstigung ist hier das Stichwort. Wie das funktioniert erklären die Experten der Unternehmensberatung felix1.de.

Dienstfahrräder werden immer beliebter. Nicht nur, weil Bewegung im Arbeitsalltag gesund ist. Quelle: Foto:g. Sanders/fotolia

Gute Gründe

für den Arbeitgeber

Die Vorteile für den Arbeitgeber liegen klar auf der Hand. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Dienstfahrräder zur Verfügung stellen, leisten einen Beitrag zum Umweltschutz und laut einer niederländischen Studie von 2009 auch zur Betriebsgesundheit. Neben der zu erwartenden Mitarbeiterbindung und dem Imagegewinn lässt sich auch die öffentliche Wahrnehmung steigern, indem auf dem Rad zum Beispiel Werbung für das Unternehmen auftaucht. Und auch steuerlich ergeben sich Vorteile für den Arbeitgeber – so kann dieser in der Regel Lohnnebenkosten sparen, wenn das Dienstrad im Rahmen einer Gehaltsumwandlung dem Arbeitnehmer überlassen wird. Anstatt dem Arbeitnehmer also eine Gehaltserhöhung von 100 Euro mehr auszuzahlen und zusätzlich etwa 20 Euro Sozialversicherungsbeiträge abzuführen, stellt man einfach ein Fahrrad zur privaten Nutzung zur Verfügung und spart sich die Sozialversicherung.

Die Variante kann

der Arbeitgeber auswählen

Haben beide Parteien sich auf die Anschaffung eines Dienstfahrrads geeinigt, wählt der Arbeitgeber in der Regel das Modell aus und hat bei der Anschaffung verschiedene Möglichkeiten: Er kauft oder fremdfinanziert das Rad oder aber er least es. Dabei kommen grundsätzlich alle Fahrradmodelle in Frage, denn der Fiskus berücksichtigt auch hochwertige Fahrräder und E-Bikes. Anschließend besorgt der Arbeitgeber zunächst das Fahrrad, indem er mit einem Händler oder Anbieter seiner Wahl einen Vertrag abschließt, sei es nun ein Kauf- oder Leasingvertrag. Im zweiten Schritt überlässt der Arbeitgeber in Form eines Überlassungsvertrages das Fahrrad dem Arbeitnehmer. Hierbei gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, wobei gewisse Punkte aber eingehalten werden sollten. So sollte der Arbeitgeber zum Beispiel darauf achten, dem Arbeitnehmer weder im Leasing- noch im Überlassungsvertrag eine Kaufoption einzurichten. Denn in der Folge würde der Arbeitnehmer zum wirtschaftlichen Leasingnehmer und das Fahrrad wird nicht mehr als Dienstfahrrad behandelt.

Was ist das ideale

Dienstradmodell?

Kauft der Arbeitgeber das Fahrrad, handelt es sich bei diesen Kosten um Betriebsausgaben, die den Gewinn mindern, jedoch müssen die Kosten auf eine Nutzungsdauer von sieben Jahren verteilt werden. Auch beim Leasing können die laufenden Raten als Betriebsausgabe abgezogen werden und das sofort. Zudem gibt es anders als bei der Finanzierung kein Darlehen, dass die Eigenkapitalquote verschlechtert. Auch wenn sich aus den verschiedenen Möglichkeiten kein allgemeines, ideales Dienstradmodell ableiten lässt, ist die Anschaffung von Diensträdern für jedes Unternehmen eine Überlegung wert. Jeder Arbeitgeber sollte im Einzelfall entscheiden, welches Modell für ihn am besten ist.

LN

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