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14:46 18.03.2016
Senator Sven Schindler und Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters, nutzen die Gelegenheit, Stephanie Berberich bei ihrer Tätigkeit als Kundenberaterin einmal über die Schulter zu blicken. Quelle: Jobcenter
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Das Jobcenter Lübeck beteiligt sich am ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit. Dieses wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Insgesamt steht eine Fördersumme in Höhe von über 3,2 Millionen Euro für die Vermittlung, Qualifizierung und Betreuung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter zur Verfügung.

Damit können 100 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen gefördert werden. Arbeitgeber erhalten vorrangig gestaffelte Lohnkostenzuschüsse, die bis zu 24 Monate — bei Intensivfällen 36 Monate — lang gewährt werden, um individuelle Minderleistungen der Bewerber auszugleichen. Extra für das Projekt abgestellte Betriebsakquisiteure unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Vorbereitung der Arbeitsaufnahme und koordinieren eine eventuelle Erprobung im Betrieb.

Neu ist auch ein individuelles Coaching direkt im Unternehmen. Joachim Tag, Leiter des Jobcenters Lübeck, appelliert an Arbeitgeber und betont: „Viele langzeitarbeitslose Menschen wollen gerne wieder arbeiten. Sie sind motiviert und dankbar, wenn sie die Chance erhalten, wieder ins Berufsleben zurückkehren zu können. Der Coach begleitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Betrieb, damit diese ihre Fähigkeiten optimal entwickeln und die Integration im Betrieb gelingt.“ Das Jobcenter Lübeck finanziert bei Bedarf zudem arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um so mögliche Defizite auszugleichen.

Gefördert werden Arbeitslose, die mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung arbeitslos waren, mindestens 35 Jahre alt sind und über keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen. Eine Intensivförderung ist für Personen vorgesehen, die bereits länger als fünf Jahre arbeitslos sind.

Stephanie Berberich gehört zu den ersten, die dank des Programms wieder einem Beruf nachgehen. Die Aye Media Marketing Group fand in ihr eine neue Mitarbeiterin. Die Tätigkeit als Kundendienstberaterin ist eine neue Herausforderung. Nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit und ohne Berufserfahrung  freut sie sich über das Coaching und die Unterstützung durch das Förderprogramm. Senator Sven Schindler ist sich sicher: „Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber entsteht dadurch auf jeden Fall eine Win-Win-Situation.“

Weitere Informationen zum ESF-Bundesprogramm gibt es bei Thomas Hesemeier unter Telefon 0160 / 90 88 51 23 (Kosten abhängig vom Tarif des Anrufers).

Umwandlungsprämie für Minijobs

Bis zu 57 Prozent des Bruttoentgeltes für sechs Monate im Falle einer Umwandlung kann das Jobcenter Lübeck für Unternehmen übernehmen, die bereits Mitarbeiter in einem Minijob mit einem Einkommen von maximal 450 Euro monatlich beschäftigen, wenn diese neben ihrem Minijob noch arbeitslos gemeldet sind und die Aufgaben und Arbeitszeit in eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung auf wöchentlich mindestens 15 Stunden erweitert werden soll.

Die Umwandlungsprämie kann unter den folgenden Voraussetzungen bewilligt werden: Der Minijob muss als geringfügiges Beschäftigungsverhältnis bei Beginn der Förderung seit mindestens einem Monat bestanden haben. Der Bewerber muss trotz Minijob arbeitslos gemeldet sein und Leistungen des Jobcenters Lübeck beziehen. Das monatliche Bruttoarbeitsentgelt muss mindestens 700 Euro betragen und tariflich oder ortsüblich sein. Die Dauer der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung muss mindestens sechs Monate betragen.

Arbeitgeber können sich telefonisch an den Arbeitgeber-Service des Jobcenters Lübeck (Telefon 0451 / 588 360, oder 0451 / 588 728, 3,9 Cent / Minute aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent /Minute aus dem Mobilfunk) wenden, um die Voraussetzungen für die Minijob-Umwandlungsprämie im Einzelfall zu klären.

LN

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