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18:14 22.06.2017
Professor Dr. Michael Stuwe, Bernd Jorkisch, Professor Dr. Henning Vöpel (v. l.) Quelle: HANSEBELT/BECKMANN
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Auf der Mitgliederversammlung im Citti-Park Lübeck begrüßte der Vorstandsvorsitzende Konsul Bernd Jorkisch erstmals die Vertreter der acht seit Ende 2016 neu aufgenommenen Unternehmen.

„Die Wirtschaft im HanseBelt wächst immer mehr zusammen. Unsere Unternehmen arbeiten gemeinsam intensiv daran, die Region weiterzuentwickeln und sie sowohl für zukünftige Fach- und Führungskräfte als auch Arbeitgeber attraktiv zu gestalten“, betonte Jorkisch. Voneinander lernen, miteinander ein Ziel erreichen: Der HanseBelt als Top-Region im Norden soll noch stärker als bisher von seiner Lagegunst zwischen den Metropolen Hamburg, Kopenhagen und Berlin profitieren.

In diesem Zusammenhang appellierte Jorkisch eindringlich an die Mitglieder, für den Bau der festen Fehmarnbelt-Querung zu werben. „Sie wird die direkte physische Verbindung zwischen zwei prosperierenden Metropolen – Hamburg und Malmö/Kopenhagen – sein. Wir wollen schon heute mentale Verbindungen bauen und den interkulturellen Austausch fördern, um uns zukünftig als eine gemeinsame Fehmarnbelt-Region mit einem dynamischen internationalen Arbeitsmarkt zu begreifen.“

Besonders die skandinavisch inspirierte Unternehmenskultur, ohne die hanseatischen Werte zu vergessen, dient den HanseBelt Unternehmen als Vorbild. Sie sei das Alleinstellungsmerkmal und attraktiv für die Mitglieder sowie ihre Beschäftigten, sagte Jorkisch. Auf der neuen Internetseite, die für den HanseBelt wirbt, sollen auch die Unternehmen mit ihren Geschichten Platz finden.

Die HanseBelt Initiative will außerdem ihre Kooperation mit den Lübecker Hochschulen ausbauen. Sowohl Professor Dr. Hendrik Lehnert, Präsident der Universität zu Lübeck, als auch Professor Dr. Henrik Botterweck, Vizepräsident der Fachhochschule Lübeck, zeigten mit ihrer Anwesenheit ihre enge Verbundenheit mit dem Unternehmensnetzwerk. „Es ist wichtig, dass wir noch enger zusammenarbeiten, denn eine gut funktionierende Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist die Grundlage für eine zukunftsfähige, attraktive Arbeitgeberregion. Studiengänge müssen sich in enger Kooperation mit Unternehmen aus der Region entwickeln. Berufsbilder werden sich gerade in den kommenden Jahren durch Digitalisierungsprozesse maßgeblich verändern“, betonte Professor Lehnert.

Das stellte auch Professor Dr. Michael Stuwe von der Fachhochschule Westküste heraus. Die HanseBelt Initiative hat bereits im vergangenen Jahr eine Partnerschaftsvereinbarung mit der Hochschule geschlossen. Beide Akteure wollen verstärkt zusammenarbeiten, um sich gegenseitig bei der Verwirklichung gemeinsamer Zielsetzungen zu unterstützen. Der Studiengang „Nordic-Management“ und eine kooperative Zusammenarbeit der Hochschulen im HanseBelt sind ein Beleg dafür.

Einen Blick in die Zukunft wagte Professor Dr. Henning Vöpel, Direktor vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) mit seinem Vortrag zum Thema „Regionen im Wandel“. Er verdeutlichte, wie sich Regionen jetzt aufstellen müssen, um langfristig erfolgreich und zukunftsorientiert handeln zu können. Dadurch könnten sie auf Einflüsse wie den demografischen Wandel oder die digitale Revolution schneller reagieren als bisher. „Sie müssen alle Kräfte bündeln. Seien Sie offen für Innnovationen und grenzen Sie sich nicht von anderen Regionen ab, ändern Sie Ihre Mentalität und haben Sie Mut für Zukunft“, appellierte Vöpel an die Zuhörer.

LN

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