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„60 ist das neue 50“ 20 Jahre Großenbrode

OSTSEE-BEGEISTERTE III 20 Jahre Großenbrode

Helga und Eckhard Erdmann aus Stuttgart machen schon seit 1991 Urlaub an der Ostseeküste. Vor ein paar Jahren haben sie sich dann einen Traum erfüllt.

„Fehmarn hat mich sofort fasziniert", erinnert sich Helga Erdmann (auf dem linken Foto mit Ehemann Eckhard). „Es hat einfach alles gepasst.“

Helga und Eckhard Erdmann aus Stuttgart machen schon seit 1991 Urlaub an der Ostseeküste. Vor ein paar Jahren haben sie sich dann einen Traum erfüllt.

Sonst sind sie immer ans Mittelmeer gefahren. Nach Italien, auch mal nach Kroatien. Hauptsache, die Sonne scheint und das Wasser ist in der Nähe. Aber irgendwann hat ein Arbeitskollege von Eckhard Erdmann aus Stuttgart von seinem Urlaub auf Fehmarn erzählt. Dass es dort sehr schön sei, sonnig und ruhig. Und dass die Ostsee eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahle. Das war vor etwa 25 Jahren, im Jahr 1991. „Überall hin, aber bloß nicht in den Norden“, sagte seine Frau Helga Erdmann damals. „Ich habe mich dagegen gewehrt. Ich wollte nicht in meinem Urlaub frieren, das kann ich auch zuhause“, sagt sie.

Sie sind trotzdem gefahren. Zwar hätte Helga Erdmann auf dem Weg aus dem Schwabenländle zu Schleswig-Holsteins Sonneninsel gewiss nicht gedacht, dass sie diese Strecke noch unzählige Male fahren wird. Aber: „Fehmarn hat mich sofort fasziniert", sagt die 67-Jährige. Sie kann gar nicht mehr genau sagen, was es genau war. „Ich weiß nicht, es hat einfach alles gepasst“, versucht sie zu erklären.

„Das Wetter ist hier schön, die Luft ist frisch, die Ferienwohnungen sind wirklich toll. Und die Menschen sprechen deutsch, das hat auch seine Vorteile.“

Im nächsten Jahr sind sie wiedergekommen – und haben sich direkt nach Eigentumswohnungen umgeschaut. „Es war für uns klar, dass wir hier etwas kaufen wollen“, sagt Eckhard Erdmann. Auf Fehmarn hat ihnen damals nichts gefallen, auch in Dahme und Kellenhusen wurden sie nicht fündig. Sie waren schon auf dem Weg zurück in ihre Ferienwohnung nach Fehmarn, als Helga Erdmann bei der letzten Ausfahrt vor ihrer Urlaubsinsel Richtung Großenbrode abfahren wollte. „Ich hatte es im Gefühl, dass wir dort etwas finden“, sagt sie heute. Und dann ging alles ganz schnell. „Drei Zimmer, direkt am Strand, der Preis war okay. Ich habe mich sofort verliebt, diese Wohnung musste es sein.“ Großenbrode Südstrand, keine schlechte Adresse. „Ich hatte keine Chance“, sagt Eckhard Erdmann. „Es ist aber auch ideal. Wir müssen nur 20 Meter laufen, dann sind wir an unserem Strandkorb.“

Seitdem ist das Ehepaar aus Stuttgart jedes Jahr zwei bis drei Mal nach Großenbrode gefahren, fast 20 Jahre lang. Mittlerweile gehören sie richtig zur Dorfgemeinschaft, sie kennen fast ganz Großenbrode. „Die Gemeinschaft im Dorf ist toll. Wir haben sofort Anschluss gefunden“, sagt Eckhard Erdmann, der nicht nur in der lokalen Politik, sondern auch im Sportverein mitmacht. „So viele Freunde und Bekannte wie hier hatten wir zuhause nicht“, sagt Helga Erdmann. Zum Siebzigsten Geburtstag von Eckhard Erdmann im vergangenen Jahr sei das „ganze Dorf“ dagewesen. Dass die Norddeutschen eine unterkühlte Art haben, hält Helga Erdmann für nichts weiter als ein Vorurteil. „Das habe ich ganz anders kennengelernt. Sie sind sehr herzlich und offen.“

2009 haben sie sich dann einen alten Traum erfüllt: Im Alter dort zu sein, wo andere Urlaub machen. „Wir haben hier in Großenbrode unseren Erstwohnsitz angemeldet. Seitdem sind wir kaum noch in Stuttgart. Nur manchmal, um unsere Kinder zu besuchen.“ Denn schließlich haben sie ja genug zu tun. Fahrradtouren mit neuen Freunden, Fußball, Politik. Er organisiert als ehrenamtlicher Ostseebotschafter schon mal einen Weltfischbrötchentag im Ort oder unterstützt den Kurdirektor bei den vielen touristischen Veranstaltungen im Ort. Sie ist Maskenbildnerin beim Theater „Dat olle Gill Theater Großenbrode“. Plattdeutsch sprechen sie noch nicht. „Aber ich kann mittlerweile alles verstehen“, sagt Helga Erdmann.

Wenn sie sich nicht gerade für ihren Ort engagieren, sind sie wie ganz normale Urlauber an der Ostseeküste – nur, dass sie eben hier wohnen. „Wir frühstücken ausgiebig und lang, dann machen wir meistens Ausflüge nach Grömitz, Fehmarn oder an andere Orte an der Ostseeküste“, sagt Eckhard Erdmann, der es liebt, mit dem Fahrrad durch Rapsfelder zu fahren. „Oder wir lümmeln einfach am Strand.

Ist doch herrlich, mehr braucht man nicht“, sagt Helga Erdmann. Und Eckhard Erdmann ergänzt: „Wenn ich abends am Strand sitze und auf das Meer schaue, das ist unglaublich, ich könnte es jeden Tag machen. Ich habe dann so eine innere Ruhe. Ich weiß auch nicht, woher das kommt.“

LN

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