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Dennis Siggelow, AGA

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Betrieblicher Gesundheitsschutz in Zeiten der Digitalisierung.

In Zeiten der Digitalisierung sind viele Unternehmen bemüht, ihren Mitarbeitern flexibles und mobiles Arbeiten von überall zu ermöglichen. Als Arbeitgeber haben Sie dabei aus rechtlichen Gesichtspunkten allerdings zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen – besonders den Arbeitsschutz.

 

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Dennis Siggelow.

Quelle: AGA

Eine der größten Herausforderungen digitaler Arbeitsplätze ist sicher, die nach wie vor sehr starren Regelungen des Arbeitszeitgesetzes einzuhalten. Denn Arbeitgeber müssen dafür Sorge tragen, dass ihre Arbeitnehmer die vorgeschriebenen Höchstarbeits-, Ruhe- und Pausenzeiten wahren, auch wenn durch flexibles und mobiles Arbeiten theoretisch eine Erreichbarkeit rund um die Uhr gegeben ist. Nicht selten führt dies dazu, dass Beschäftigte auch noch am späten Abend und am Wochenende Arbeiten erledigen, auch wenn der Arbeitgeber sie dazu gar nicht angewiesen hat. Denn das Beantworten von E-Mails, Überarbeiten von Projektplänen oder die Organisation der Terminplanung der nächsten Woche ist mittlerweile in vielen Jobs auch von zu Hause aus möglich.

Diese fehlende Trennung zwischen Berufs- und Privatleben birgt jedoch ein hohes Risiko, dass Mitarbeiter aufgrund der ständigen Arbeitsbelastung erkranken. Daher braucht es gerade für digitale Arbeitsplätze klare betriebliche Regeln zur Umsetzung des geltenden Arbeitsschutzes. Vorgaben über die Gestaltung der Arbeitszeit können helfen, wenn von einem fixen Zeitmodell mit Präsenzzeiten abgerückt werden soll. In vielen Bereichen gewinnt der Job hierdurch an Attraktivität, weil beispielsweise mittags die Kinder aus der Schule abgeholt werden können, um anschließend weiterzuarbeiten.

Auch können technische Vorkehrungen eingeführt werden, die verhindern, dass die Beschäftigten in ihrer Freizeit und im Urlaub E-Mails lesen. Viele Systeme lassen es heute etwa zu, dass E-Mails den Mitarbeiter in vordefinierten Abwesenheitszeiten gar nicht erst erreichen.

Sofern ein Betriebsrat vorhanden ist, sollte in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden, wie der Arbeitsschutz bei mobilem und flexiblem Arbeiten einzuhalten ist. Am Ende gilt stets: Wer für seine Mitarbeiter transparente und faire Regelungen trifft, kann die Flexibilisierung von Arbeitsplätzen und den betrieblichen Gesundheitsschutz sehr gut in Einklang bringen.

Rechtsanwalt Dennis Siggelow Leiter der AGA-Geschäftsstelle Schleswig-Holstein AGA Norddeutscher

Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel,

Dienstleistung e.V.

AGA-Geschäftsstelle

Schleswig-Holstein Haus der Verbände Lindenallee 16, 24105 Kiel Jerusalemsberg 7, 23568 Lübeck Tel.: 0431 540288-0 E-Mail: dennis.siggelow@aga.de

Im AGA sind mehr als 3 500 überwiegend mittelständische Groß- und Außenhändler sowie unternehmensnahe Dienstleister aus Norddeutschland organisiert. Der AGA unterstützt in Unternehmens- und Personalführung sowie in allen arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen. Ferner vertritt der AGA die branchen- und firmenspezifischen Belange seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

www.aga.de

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