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Ein klares Bekenntnis zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals

LAUENBURGER ERKLÄRUNG Ein klares Bekenntnis zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals

Mit der Unterzeichnung der „Lauenburger Erklärung“ an Bord des Fahrgastschiffes „Lüneburger Heide“ haben zahlreiche Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung Anfang September die Notwendigkeit des Ausbaus des Elbe-Lübeck-Kanals (ELK) bekräftigt.

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Einsatz für den Elbe-Lübeck-Kanal: Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Meinhard Füllner, Kreispräsident Kreis Herzogtum Lauenburg, Gabriele Hiller-Ohm, MdB, Andreas Thiede, Bürgermeister Lauenburg/Elbe (hinten) und Norbert Brackmann, MdB (v.l.n.r. ).

Quelle: Ihk zu Lübeck/lucas

Mitglieder des Deutschen Bundestages, Mitglieder des schleswig- holsteinischen Landtages, Vertreter des Kreises Herzogtum Lauenburg und viele Bürgermeister der Anliegergemeinden und Städte sowie Vertreter von maritimen und logistischen Organisationen unterzeichneten die „Lauenburger Erklärung“. Zuvor hatten schon 45 namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland den „Letter of Intent“

der IHK zu Lübeck unterschrieben und bestätigt, den Kanal für ihre Transporte verstärkt nutzen zu wollen. Die IHK zu Lübeck hatte im Rahmen ihres Masterplanes für den ELK die Fahrt organisiert.

Adressat der „Lauenburger Erklärung“ ist der Bund.

Der Elbe Lübeck-Kanal (ELK) ist im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 in den Vordringlichen Bedarf aufgenommen worden. Dies wurde durch das Kabinett bestätigt. Nun gilt es nach Einschätzung der IHK zu Lübeck auch für die Wirtschaft und die Region mit Blick auf die Beratungen im Verkehrsausschuss und im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages diesen Rückenwind zu nutzen, um den Politikern und dem Bund nochmals gute Argumente für den Ausbau des Kanals an die Hand zu geben.

Die Unterzeichner unterstützen deshalb das Ziel, die nötigen Voraussetzungen auf dem ELK für die moderne Binnenschifffahrt zu schaffen: Für die Durchführung von wirtschaftlichen Transporten mit dem 110 Meter langen Großmotorgüterschiff auf dem ELK müssen noch sechs Schleusen auf 115 Meter verlängert werden, das Kanalbett auf 2,80 Meter Tauchtiefe vertieft und einige Brücken auf 5,25 Meter Durchfahrtshöhe angehoben werden. Mit einem Ausbau der Infrastruktur kommt man dem erforderlichen Erhalt der Netzfunktion des Elbe-Lübeck-Kanals als einzige Binnenwasserstraße vom Mittelland-Kanal/Elbe-Seitenkanal zur Ostsee entgegen. Aus Sicht der Unterzeichner müssen die Schifffahrtswege vom Rheinland bis zur Ostsee durchgängig für moderne Binnenschiffe schiffbar sein. Eine Vernachlässigung des Elbe-Lübeck- Kanals als wichtiges Bindeglied zwischen Mitteldeutschland und Ostsee würde auch dazu führen, dass die Potenziale für die Binnenschifffahrt in Hamburg, auf der Elbe und dem Elbe-Seitenkanal geringer ausfallen würden.

Um die erforderlichen Planungen zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals zu realisieren, ist nach Auffassung der Unterzeichner der „Lauenburger Erklärung“ außerdem eine kurzfristige Erhöhung der Kapazitäten in den Planungsbehörden nötig. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg wäre aktuell, aufgrund seiner personellen Ausstattung, nicht in der Lage die erforderlichen Planungen umzusetzen. Diese zusätzliche Einschränkung steht dem Ausbauziel diametral entgegen, so die Unterzeichner.

Berechnungen von Hanseatic Transport Consultancy (HTC) haben vor dem Hintergrund des vorhandenen Ladungspotenzials des ELK ergeben, dass im Vergleich zu den Annahmen im Bundesverkehrswegeplan zusätzliche Verlagerungseffekte und Umwelteffekte als Folge des Ausbaus anfallen können und die Wasserstraße damit noch attraktiver für die Region und die verkehrlichen Ziele des Bundes ist.

Der ELK ist nach Einschätzung der IHK zu Lübeck eine Binnenwasserstraße mit Chancen auf eine positive Entwicklung. Er erlaubt demnach umweltfreundliche Transporte und ist eine wertvolle Hinterlandanbindung für den Lübecker Hafen. Ein Gutachten der Hanseatic Transport Consultancy (HTC) attestiert ihm ein Potenzial von 2 bis 6 Millionen Tonnen bei Fertigstellung. Diese Potenzialberechnungen rechtfertigten den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals wie im Bundesverkehrswegeplan 2030 und den noch zu verabschiedenden Ausbaugesetzen vorgesehen.

Dass die Transportmengen in den letzten Jahren zurückgegangen sind, kann, so die IHK zu Lübeck, eindeutig der Tatsache zugeschrieben werden, dass es immer schwieriger wird geeignete 80-Meter-Binnenschiffe zu finden, die noch auf dem Kanal fahren können. Immer öfter müssten Verlader bereits jetzt Ladung „auf die Straße bringen“. Pro Jahr bedeutet dies zusätzlich 120000 bis 200 000 Lkw auf den Straßen der Region. Die Verschiebung der Modernisierung der Infrastruktur führe dazu, dass viele Transporte auf dem Wasserweg unwirtschaftlich sind und unterbleiben.

LN

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