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Ein zentrales Thema bei den Unternehmen in der Region

FACHKRÄFTEMANGEL Ein zentrales Thema bei den Unternehmen in der Region

Gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden, wird für die Betriebe immer schwieriger.

Worlée-Chemie- Geschäftsführer Joachim Freude, Dirk Brune, Leiter Technologie und Verfahrenstechnik, IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Frank Schröder, Leiter Produktion und Logistik, Reinhold von Eben-Worlée, Geschäftsführender Gesellschafter, Rüdiger Schacht, IHK-Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik, Spyridon Aslanidis, Projektleiter Unternehmensbetreuung bei der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH und Werkleiter Jan Eschke

Quelle: Ihk / Tietjen

Trotz des strukturellen Wandels zum Dienstleistungssektor ist die industrielle Fertigung für die Hansestadt Lübeck weiterhin von immenser Bedeutung, betonten IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning und Rüdiger Schacht, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik, nach einem Besuch in drei Industriebetrieben. Vor allem die Spitzen der SLM Solutions Group AG und die Continental Foods Germany GmbH betonten in den Gesprächen, dass sich die Gewinnung von Fachkräften für die Unternehmen immer schwieriger darstelle. Die Worlée-Chemie GmbH stellte der IHK-Spitze ihr Bauvorhaben und ihre Produktionserweiterung vor.

„Wir suchen händeringend Applikationsingenieure“, sagte Henner Schöneborn, Chief Technology Officer Unternehmensentwicklung und Innovation bei SLM Solutions, in dem Gespräch. Gleichzeitig komme der Frage, wie man Fachkräfte an das Unternehmen dauerhaft binden könne, eine immer größere Bedeutung zu. SLM setze dabei vermehrt auf weiche Faktoren, um hochqualifizierte Mitarbeiter zu halten. Mit einem Altersdurchschnitt von knapp unter 30 Jahren und Englisch als gängige Sprache im Betrieb sei das Unternehmen fit für die Zukunft.

„Lübeck ist als Hochschulstandort und durch gute Lebensbedingungen auch für internationale Fachkräfte sehr interessant. Es wird in der Region keinen Bevölkerungsrückgang geben – das macht den Standort für Unternehmen attraktiv“, betonte Schöning. Bereits im April 2018 will SLM Solutions den Neubau im Lübecker Gewerbegebiet Genin beziehen. Dort könne das 330 Mitarbeiter starke Unternehmen durch ein zentrales Gelände viele Vorgänge optimieren und der wachsenden Nachfrage nach größeren Maschinen noch besser nachkommen, so Schöneborn. Bei der Verkehrsanbindung sehe man jedoch noch Bedarf und habe bei der Stadt bereits eine Busverbindung angefragt. Mit dem Umzug bleibe der Hansestadt Lübeck ein wichtiger Technologie- und Innovationsführer erhalten, der sich fortan noch wettbewerbsfähiger aufstellen könne, sagte Schacht.

„Wir wollen weiter wachsen“, kündigte Reinhold von Eben-Worlée, Geschäftsführender Gesellschafter der Worlée-Chemie GmbH, an. Das prosperierende Familienunternehmen wolle nach Neubauprojekten in Lauenburg und Hamburg nun auch den Produktionsstandort Lübeck-Schlutup deutlich erweitern. Dabei möchte das Chemieunternehmen, das chemische und kosmetische Rohstoffe für das B2B-Geschäft produziert, vor allem in neue Büro- und Laborräumlichkeiten investieren. Um weiter wachsen zu können, sei die Erweiterung des Grundstücks von substanzieller Bedeutung, da man in Lübeck an die Kapazitätsgrenzen gestoßen sei, erklärte Geschäftsführer Joachim Freude. Schöning begrüßte das Bauvorhaben und die Investition in den Standort Lübeck. Für die nahe Zukunft wolle die Worlée-Chemie GmbH außerdem die Übergabe an die sechste Familiengeneration ins Auge fassen und die Bereiche Nachhaltigkeit und Responsible Care noch stärker ausbauen.

Rund 150 Produkte der drei Marken Erasco, Heisse Tasse und Lacroix entwickelt und produziert die Continental Foods Germany GmbH derzeit am Standort Geniner Straße in Lübeck. Das Unternehmen habe nach dem Verkauf des europäischen Campbell’s-Geschäft intensive Jahre der Umstrukturierung erlebt, sagte Managing Director Thomas Bittinger. Durch große Investitionen in die bestehende Produktion und einer Neuausrichtung sei man in den vergangenen drei Jahren jedoch wieder kontinuierlich gewachsen und konnte den Markt nachhaltig positiv entwickeln. Auch die Konzentration auf das Kerngeschäft, Suppen und Eintöpfe in Dosen, sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Zukünftig wird das Unternehmen auch in neue Kategorien wie gekühlte Suppen und Eintöpfe verstärkt investieren. Derzeit stelle der Fachkräftemangel jedoch eine Herausforderung für das Unternehmen dar. „Wir haben große Probleme, geeignete Mitarbeiter zu finden“, berichtete Bittinger. Schöning sicherte dem Unternehmen daraufhin Unterstützung durch Angebote der IHK und der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein zu

LN

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