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Enge Verzahnung von Theorie und Praxis

STUDIUM AN DER FACHHOCHSCHULE LÜBECK Enge Verzahnung von Theorie und Praxis

An der Fachhochschule Lübeck werden junge Fachkräfte für die Lebensmittelwirtschaft ausgebildet. Ihr Studiengang verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung. Das macht sie begehrt.

Studenten der Fachhoschule Lübeck besuchen die Firma Brüggen. Die enge Verbindung von Theorie und Praxiswissen ist die Besonderheit des Studiengangs Food Processing.

Quelle: Maxwitat

„Gegessen wird immer“ ist eine Binsenweisheit, aber eine mit wirtschaftlich bedeutendem Kern. Die Nachfrage nach Lebensmitteln wird nie versiegen — das unterscheidet die Branche von vielen anderen, die mit starken Schwankungen fertig werden müssen. Die Ernährungswirtschaft ist im wahrsten Sinne lebenswichtig. Und die in diesem Bereich in der Region Lübeck tätigen Unternehmen sind auf gute Nachwuchsfachkräfte angewiesen.

Seit knapp fünf Jahren nun gibt es „Food Processing“, einen Studiengang an der Fachhochschule Lübeck, der Studenten gezielt für Berufe in der Ernährungswirtschaft vorbereitet. Professor Arne Pietsch (49) hat den Studiengang 2011 zum ersten Mal angeboten, in dem Jahr, als er an die FH kam. „Das war damals eine Pioniertat“, sagt er rückblickend. Jetzt ist er froh darüber, dass sein kompletter erster Bachelor-Studienjahrgang — insgesamt neun Studierende — gut untergekommen ist. „Zwei satteln einen Masterstudiengang drauf, sieben sind jetzt in der Ernährungswirtschaft tätig“, unter anderem bei Brüggen in Lübeck, bei Lieken Urkorn und bei Good Mills in Hamburg, erklärt Pietsch. „Das Grundkonzept des Studiengangs ist super. Die Verzahnung von Theorie und Praxis und die enge Anbindung an die Industrie bieten den Absolventen sehr gute Perspektiven“, sagt der FH-Professor.

Seminare, die er im Rahmen des Studiums anbietet, sind zum Beispiel Verfahrenstechnik und Maschinentechnik, wo es um technisches Zeichnen, aber auch um Fräsen, Biegen oder Grundlagen der Physik geht.

Ziel sei es unter anderem, dass die Studierenden bestimmte Teile erkennen und Skizzen einer Maschine machen können.

Alle, die Food Processing studieren, sind auch Praktiker, haben vor ihrem Studium eine Berufsausbildung in der Ernährungswirtschaft gemacht. „Deshalb haben die Absolventen gute Perspektiven. Die Kombination aus Studium und Ausbildung ist auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Alle sind schnell einsetzbar, haben handfeste Erfahrungen gemacht und kennen die Abläufe in Betrieben sind“, so Pietsch.

Seit 2011 haben insgesamt 76 Frauen und Männer das Studium aufgenommen, sie werden von vier Professoren unterrichtet. Zum neuen Wintersemester hat die Fachhochschule den Studiengang nun umbenannt und auch leicht modifiziert. Der etwas sperrige englische Begriff „Food Processing“ hat nach Worten von Pietsch immer wieder zu Verwirrung geführt und erkläre sich nicht selbst — auch für Arbeitgeber. Ab Sommer heiße der Studiengang deshalb „Wirtschaftsingenieur Lebensmittelindustrie“. Außerdem ist nun vorher keine abgeschlossene Berufsausbildung nötig. Stattdessen wird ein zwölfwöchiges Vorpraktikum gefordert sowie Fachhochschulreife oder Abitur, um sich für den Studiengang zu bewerben.

Ab dem Wintersemester werden 30 Studienplätze angeboten — auch, weil sich durch die doppelten Abiturjahrgänge der Ansturm auf Hochschulen stärker werde. Bewerbungen für das Studienfach an der FH Lübeck sind vom 1. Mai bis zum 15. Juli möglich.

Von Christian Risch

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