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Fehlende Triebabfuhr macht high

Tag 12 Fehlende Triebabfuhr macht high

Es geht weiter verschnarcht zu in der Dschungel-WG.

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Brigitte Nielsen (r.) und Sophia Wollersheim mit tapferem Gewürge bei der Dschungelprüfung - null Sterne.

Quelle: RTL/ Alle Infos zu 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html

Tag 12. Als dynamischer Faktor des Trübe-Tassen-Clubs erweist sich einmal mehr „Menschenrechtsanwältin“ Helena, die offenbar unter fehlender Triebabfuhr leidet, zum männermordenden Vamp mutiert und heftig an Ranger Patrick, eigentlich einer von denen „hinter den Kulissen“ - und somit tabu - , herumbaggert. „Ich bin richtig high, den heirate ich“,säuselt sie halb euphorisch, halb entrückt, während sie sich ausgehfein macht und ein wenig zu viel roséfarbenen Lidschatten um die Augen wischt. Brigitte und Sophia pflichten ihr backfischhaft kichernd bei. Ranger Patrick dürfen die drei Grazien freilich nicht vernaschen, dafür gibt’s nach erfolgreicher Schatzsuche Schokolade.

Selbsteinschätzungsvermögen? Fehlanzeige!

Auch ganz lustig: Randphänomen Nathalie Volk, die den Dschungel ja schon vom ersten Tag an in einer Art innerem Exil durchlebt, oder besser durchschlafwandelt hat, behauptet im vertraulichen Lagerfeuerplausch mit Onkel Jürgen, damals bei Pro 7, in Heidi Klums Modelvilla, habe sie das Publikum „echt polarisiert“. Wenn das so ist: Ein paar Körnchen an Exzentrik und Exaltiertheit hätte sich die einstige „Topmodel“-Kandidatin ruhig für den Dschungel aufheben können. Auf Jürgens Frage, was denn härter gewesen sei, der Dschungel oder die Modelvilla, antwortet Nathalie ohne Zögern: „Mit 20 Mädels drei Monate lang eingesperrt zu sein“. Und Jürgen, empathisch wie er ist: „Klar, das war bestimmt härter als mit den Kakerlaken.“ Wäre das auch geklärt.

Die Kotzgrenze wird nicht tangiert

Ohnehin: Die ganzen Krabbelviecher und all der andere Ekelkram, der kübelweise über die Camper ausgekippt oder von diesen zerkaut wird, bringt es kaum noch. Nach zehn Staffeln voller perfider Attacken auf den guten Geschmack und die Kotzgrenze mag sich keine rechte Schockwirkung mehr einstellen. Abstumpfung nennt sich das. Spätestens in jenem Moment als Desirée Nick mit königinnenhafter Unerschütterlichkeit in Staffel zwei einen Buschschweinpenis verputzte, spürte das Fernsehvolk: Das wird sich schwerlich steigern lassen, egal wie viele Kamellippen oder Kotzfrüchte da noch kommen. Und so blieb das von Brigitte Nielsen und Sophia Wollersheim mit tapferem Gewürge aber letztlich glücklos absolvierte Dschungel-Menü aus fermentierten Sojabohnen, Truthahnhoden, Mehlwurmsülze und Witchetty-Maden nur einer von vielen eher faden Kulinarik-Kitzeln für das bestens abgehärtete Publikum. Null Sterne.

Wollersheim schlittert auf der Schleimspur 

Keine Aufwallungen also? Nun ja, für einen mittelschweren Anflug von Peinlichkeit sorgte Sophia, die Brigitte dermaßen vollschleimte („Du bist so schön/natürlich/kein Fake/du hast so lange Beine/ du hast bestimmt viele voll schöne Kleider“), dass die abgeklärte Dänin es nicht wirklich als Kompliment auffassen wollte.

Fast also hätte man vor Fremscham (und Langeweile) vorzeitig abgeschaltet – und so die Kunde verpasst, das die stets nette, stets adrette Nathalie das Lager verlassen muss.

Der Legat des Tages:  „Jetzt start' ich durch. Jetzt fress' ich auch die Spinne.“ (Nach einem aufmunterndem Brief von Ehefrau Alexandra)

 

 

 

 

 

 

 

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