Dänemark. Mit guten Ratschlägen ist es wie mit alten Autos: Man würde sie gerne loswerden, aber niemand will sie haben. Manchmal behält man seine Tipps aber ohnehin lieber schamhaft bei sich, möchte man aber auch schamhaft schweigen, weil die Tipps kaum an den Mann zu bringen sind, weil man Gefahr läuft, sonst – wie sagen wir das jetzt? – etwas „schlüpfrig“ zu werden. Zum Beispiel hier: Die dänische Zeitung Jyllandsposten legt dringend allen Männern, die derzeit im Öresund schwimmen wollen, den Gebrauch handelsüblicher Badebekleidung nahe. Hintergrund ist weniger die Sorge um Anstand, Sitte und Moral als vielmehr der Umstand, dass Sportangler dort in der Meerenge einen Pacu, einen entfernten Verwandten der Piranhas, gefischt haben.

Der kräftige Bursche ist in seiner südamerikanischen Heimat bekannt dafür, dass er mit seinem scharfen Gebiss gerne Nüsse knackt. Aber eben nicht nur Nüsse, und damit wären wir beim Thema: Schließlich kann man ja unter Wasser schlecht sehen, Verwechslungen sind möglich, da kann man dem Fisch jetzt gar keinen Vorwurf machen. Und weil vielleicht noch ein paar Kumpel des Pacus im trüben Wasser zwischen Dänemark und Südschweden hungrig umherirren, sollten Männer Badehosen tragen. Schreibt Jyllands posten, und da will man jetzt gar nichts mehr dazu sagen müssen. nes