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Uni-Abschlussfeier auf Amerikanisch

Jörn kickt in Milwaukee Uni-Abschlussfeier auf Amerikanisch

Jörn Witte studiert schon mehrere Monate in den USA. Kürzlich bestand er alle Kurse und durfte, in Talar und Doktorhut gekleidet, auf einer typisch amerikanischen Abschlussfeier seine Mappe empfangen.

Milwaukee 43.038902 -87.906474
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Bye Bye Amerika!

Jörn wirft nach der Abschlussfeier mit seinen Kommilitonen die sogenannten Doktorhüte in den Luft.

Quelle: Jörn Witte

Jörn kickt in Milwaukee. Es war endlich so weit. Ich hatte alle Kurse in den drei Quartern an der Milwaukee School of Engineering erfolgreich bestanden und durfte an der Graduation, also Abschlussfeier, teilnehmen. Für die, die nicht wissen, worum es sich hierbei handelt: Das ist diese circa zwei- bis drei-stündige Veranstaltung, nach der dann die lustigen Hüte geschmissen werden.

Das lustige Werfen der Doktorhüte

Das lustige Werfen der Doktorhüte

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Es ist wohl der größte und schönste Tag eines amerikanischen Studenten. Es bedeutet für sie, dass sich ihr normalerweise vierjähriges Studium gelohnt hat und sie bald einen neuen Lebensabschnitt in der Arbeitswelt verbringen. Das müssen sie auch, denn die Schulden des Studiums (ein Quarter an der MSOE kostet ungefähr 11 000$ ) müssen beglichen werden. Die MSOE wirbt mit einer 96-prozentigen "Placement-Rate" und einem Einstiegsgehalt von 56 522$. Deswegen entscheiden sich viele Studenten für diese private Universität. Und das widerum brachte die Uni zuletzt im Forbes-Ranking der amerikanischen Hochschulen auf Platz 501 von über 2500 Hochschulen in den Vereinigten Staaten.

Werben um Studenten

Werben um Studenten

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Die Zahlen auf dem Papier wirken zwar schön, aber dennoch ist das Studium nicht vergleichbar mit einem Studium an einer deutschen Hochschule - besonders bezüglich der Finanzen. Ich bin also umso glücklicher, nur Teil eines Austauschprogramms zu sein und diese Kosten nicht tragen zu müssen. Da meine deutschen Kommilitonen und ich Teil dieses Programms sind, endete unsere Zeit in den USA nicht mit der Graduation, sondern mit dem letzten Kapitel - der dreimonatigen Bachelorarbeit.

Nun aber zurück zum Thema Abschlussfeier! Ich hatte zu diesem Tag, wie viele andere Kommilitonen auch, Besuch. Meine Mutter war gekommen, um dabei zu sein, wenn ich über die Bühne schreite und dem Präsidenten der MSOE die Hand schüttele. Ehrlich gesagt, war dies auch das Highlight der zweistündigen Veranstaltung.

Ich, wie ich dem Präsidenten der MSOE die Hand schüttle.

Ich, wie ich dem Präsidenten der MSOE die Hand schüttle.

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Alle 350 Studenten, die ihren Abschluss in der Tasche hatten, trafen sich morgens eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung, um sich im Keller des KERN-Centers (Gebäudekomplex mit Eishalle, Sporthallen, Fitnessstudio etc.) auf die Zeremonie vorzubereiten und in alphabetischer Order nach Studiengang aufzustellen. Nachdem alle Gäste in der umfunktionierten Eishalle Platz genommen hatten, wurden die Studenten in den Eisring geführt und haben sich alle auf ihrem Stuhl gesetzt. Es folgten Begrüßungen, Grußreden und Verleihungen von Ehrendoktortiteln. Erst dann waren endlich die Studenten an der Reihe.

Graduationsfeier in der Eishalle

Graduationsfeier in der Eishalle

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Jeder Student wurde mit Name und Heimatstadt aufgerufen, bevor er dem Präsidenten die Hand schüttelte, eine leere Ledermappe ( das Diplom bekommen alle Studenten später) in die Hand gedrückt bekam und dann nach einer Ehrenrunde mit noch mehr Händeschütteln wieder auf dem Sitz ankam. Bei jedem Studenten wurde geklatscht oder sogar gejubelt. Es klingt alles irgendwie nicht so spannend, aber für uns war es ein besonderes und schönes Gefühl! Nach der Zeremonie wurde uns noch eine Kleinigkeit zu essen angeboten und alle Absolventen lagen sich fröhlich in den Armen.

Ich mit Doktorhut

Ich mit Doktorhut

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Zum Glück hatten wir an diesem Tag sehr gutes Wetter, sodass ich mich später noch mit vielen deutschen Kommilitonen und deren Besuch an einem Lokal mit „Seeblick“ auf den Milwaukee River treffen und dort feiern konnte. Für viele deutsche Freunde war das der Startschuss in den Sommer, bevor sie in Deutschland weiterstudieren oder in Amerika einen Job anfangen. Ich machte mit meiner Mutter noch eine Woche Urlaub, bevor ich mich in die Bachelorarbeit stürzte.

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