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Buenos Dias Argentina

Katharina Batzing lernt in Argentinien Buenos Dias Argentina

Die Schülerin besucht eigentlich das Katharineum zu Lübeck. Für ein Jahr lebt sie nun bei einer Gastfamilie in Luján, Argentinien, und geht dort zur Schule. In den vergangenen Monaten hat sie jede Menge gelernt. Hier ihre Tipps und Ratschläge für einen Besuch in diesem wunderbaren Land.

Blick in den Nationalpark „Nahuel Huapi"

Quelle: Katharina Batzing

Das Essen:

Das Essen ist anders, aber auf jedenfall sehr lecker. Besonders das Fleisch, das überwiegend Rinderfleisch ist, schmeckt besser und ist saftiger als in Deutschland. So sollte man den berühmten Asad, der aus gegrilltem Fleisch besteht, probieren. Auch die argentinischen Würstchen, eine Mischung aus Rinder- und Schweinefleisch, die sogennannten Chorizo, schmecken sehr gut! In Bistros und Grillständen an den Straßen kann man sie oft kaufen. Um sie auf der Hand essen zu können, werden sie häufig in einem Brot serviert. Dieses Spezialität hat hier auch seinen eigenen Namen, sie wird Choripan
genannt. Der Name ist aus dem Wort "pan", das Brot bedeutet, und dem Namen der Würstchen, den Chorizos zusammengesetzt. Neben vielen weiteren leckeren Fleischgerichten, kann man auch noch so einiges andere Essen probieren.
Empanadas sind kleine Teigtaschen, die es mit allen möglichen verschiedenen Füllungen zu kaufen gibt. Typisch und überall zu finden sind die Empanadas mit Fleischfüllung, aber auch mit Mais, Hühnchen, Tomate und Käse, Mangold und anderen Zutaten sind zum Probieren empfohlen. Ähnlich wie die Empanadas sind die viel größeren "Tartas", die es auch mit den verschiedensten Füllungen gibt. Auch süße Sachen kann man in Argentinien essen, die man in Deutschland eher nicht finden kann. Oft isst man hier für den Hunger zwischendurch: Alfajores. Man kann sich das Ganze wie zwei Kekse vorstellen, zwischen denen sich "Dulce de Leche" befindet und die mit Schokolade oder Zuckerguss ummantelt sind. Das ist die einfachste Variante. Einige Provinzen in Argentinien haben ihr spezielles "Alfajor", das dann zum Beispiel Marmelade als Füllung hat.
Dulce de Leche ist eine Art Karamelcreme. Sie wird als Brotaufstrich (wie in Deutschland Nutella) gegessen, wird aber auch beim Backen von Torten, Keksen, dem Zubereiten von Nachtischen und den Alfajoren genutzt.
Mate sollte man aber auf jeden Fall probieren, denn dies ist das Nationalgetränk der Argentinier und wird eigentlich von jedem getrunken. Es ist eine Art Tee, der mit einem Strohalm getrunken wird.




Fleisch, gebraten oder gegrillt - ein Muss

Fleisch, gebraten oder gegrillt - ein Muss

Quelle:



Mate und Dulce de Leche

Mate und Dulce de Leche

Quelle:



Empanadas

Empanadas

Quelle:



  Das sollte man gesehen haben:
Da Argentinien in seiner Landschaft so unterschiedlich schön sein kann, sollte man probieren, so viel wie möglich von diesem Land zu sehen und nicht seine ganzen Ferien nur in der Hauptstadt Buenos Aires zu verbringen. Doch natürlich gibt es in dieser sehr viel zu sehen und alle Sehenswürdigkeiten und Touristenanlaufpunkte sind im Verhältnis zum Rest des großen Landes sehr nahe beieinander.

Buenos Aires: Wenn man in der Hauptstadt ist, kann man gut im Stadtzentrum mit dem Besichtigen anfangen. Schon um den Platz  „La plaza 25 de mayo" sieht man einige der wichtigsten Touristenziele. Das Regierungsgebäude „La casa rosada" kann manchmal besichtigt werden und ist ein schönes Motiv für ein Foto. Direkt neben diesem befindet sich das Museum „museo del bicentenario",  das zum 200jährigen Jubiläum Argentiniens erbaut wurde und in dem die Geschichte Argentiniens von Epoche zu Epoche gut dargestellt wird. Da dies ein Museum der Regierung ist, ist der Eintritt kostenlos, genauso wie der Eintritt in das Regierungsgebäude „La casa rosada". Hinter dem Regierungsgebäude befindet sich der Hafen „Puerto madero", an dem man schön spazieren, Fotos machen und Essen gehen kann.

Beeindruckend zu sehen ist auch der 5,5 Hektar große Friedhof „Cementerio de la Recoleta". Er wirkt mit seinen vielen kleinen Gassen und den großen Grabstätten mit eleganten Fassaden wie ein Labyrinth, doch auch größere Wege mit Bäumen sind zu finden. Wichtige Persönlichkeiten, wie unter anderem Eva Peron und andere ehemalige Staatspräsidenten, Dichter und Feldherren liegen hier begraben. Das berühmte Theater „Teatro Colon" ist auch einen Besuch wert. Bei einer Führung kann man dieses große und elegante Theatergebäude besser erkunden.

Tipp: Ich habe im Restaurant „Siga la vaca" direkt am „Puerto madero" gegessen, und das Asado-Buffet war sehr gut und es gab neben dem frischen Fleisch vom Grill eine große Auswahl von Salaten und Beilagen. Ich kann es nur empfehlen, doch es kostet auch dementsprechend etwas mehr.

Das Regierungsgebäude „La casa rosada"

Das Regierungsgebäude „La casa rosada"

Quelle:



 

Der Hafen „Puerto madero" in Buenos Aires

Der Hafen „Puerto madero" in Buenos Aires

Quelle:



Blick auf das Restaurant „Siga la vaca"

Blick auf das Restaurant „Siga la vaca"

Quelle:

Wasserfälle: Aber nicht nur in Buenos Aires gibt es viel zu sehen. Im Norden in der Provinz Misiones, gute 1400 Kilometer von Buenos Aires entfernt, sind die „Cataratas del Iguazo", die großen Wasserfälle an der Grenze zu Brasilien und Paraguay wohl eine der größten Touristenatraktion, die zu bestaunen ist. Ganz anders ist die Landschaft und das Klima im Süden des Landes.

Bariloche ist eine schöne Stadt in den Bergen zu Chile. Mit ihrer Architektur der Gebäude und den Bergen wirkt die Stadt, als ob sie im Süden Deutschlandes oder in Österreich läge. Auch kann man leckere Schokolade im Stadtzentrum kaufen. Richtig beeindruckt hat mich aber die Landschaft, die man außerhalb der Stadt zu sehen bekommt. Bei einer Bustour konnte ich die Natur des Nationalparkes „Nahuel Huapi" entdecken und Fotos der türkis-grün-farbenden Seen mit den hintergründigen Bergen machen. Auch einen Gletscher kann man in der Nähe besichtigen, genauso wie Quellen, aus denen man direkt trinken kann. Weiter im Süden liegt dann noch die südlichste Stadt Argentiniens oder auch der Welt:
Ushuaia trägt deshalb auch den Beinamen „Ciudad del fin del mundo", was  „Stadt am Ende der Welt" bedeutet. Wer so weit in den Süden kommt, kann viele Tiere, etwa Pinguine, Wale und Robben, aber auch Gletscher, Seen und zum Beispiel den ältesten Leuchtturm Argentiniens sehen. Auch an den Stränden von Argentinien kann man wohl schöne Ferien verbringen und es gibt noch viele weitere ganz unterschiedliche Orte in diesem so artenvielreichenden Land.

Bariloche -  schöne Stadt in den Bergen zu Chile

Bariloche - schöne Stadt in den Bergen zu Chile

Quelle:



 
 

Traumhafte Natur in Bariloche

Traumhafte Natur in Bariloche

Quelle:

Unterschiede in der Mode:
Als ich im Flughafen in Buenos Aires ankam, sah ich einige Mädchen und Frauen, die Schuhen mit Plateau-Absätzen trugen, doch ich dachte nicht, dass dies in Argentinien gerade wirklich in Mode ist. In allen Schuhgeschäften sieht man diese Schuhe, und da ich abends beim Ausgehen mit meinen Freunden nicht die Kleinste sein wollte und ich auch keine schöneren Schuhe hatte, kaufte auch ich mir Schuhe mit Plateau-Absätzen. Die Kleidung im Sommer ist mit bauchfreien Tops etwas kürzer und anders als in Deutschland, doch die größten Unterschiede fallen mir auf bei der Kleidung zum Ausgehen.

Schuhe mit Plateau-Absätzen - modisches Highlight

Schuhe mit Plateau-Absätzen - modisches Highligh

Quelle:



 
 

Nie ohne Plateau-Absätze

Nie ohne Plateau-Absätze

Quelle:

Ausgehen in Argentinien:

Anders als in Deutschland sind in Argentinien die Zentren der Städte um 0:00 Uhr mit Menschen in allen Altersklassen gefüllt. Gerade im Sommer geht man um diese Uhrzeit auch noch mal in einer Eisdiele Eis essen, mit Freunden einfach im Zentrum spazieren, man kann Getränke und Süßigkeiten problemlos in einem Kiosk kaufen, sich in ein Cafe oder Restaurant setzen, und wenn man in eine Disko gehen möchte, kann man dies auch erst ab 0:30 Uhr machen. Dementsprechend spät verlässt man diese dann auch erst gegen 6 Uhr. In den hier sogennanten „Boliches", also in den Diskotheken, hört man viel „Cumbia". Diese Musikrichtung ist hier sehr verbreitet, und die Lieder der Band „Marama" oder auch „Rombai" kennen eigentlich alle Jugendlichen. Zu dieser Musik wird in dem „Boliche" sehr viel mit  Körpereinsatz und Bewegungen getanzt. Daran musste ich mich erst gewöhnen, und ich wurde beim ersten Mal auch im Spaß gefragt, ob in Deutschland alle wie ein Stock tanzen würden.

Fehler, die man als Tourist vermeiden sollte:

1. Wenn man in Stadt geht, nicht mehr Geld als nötig mitnehmen und gut auf seine Sachen achten. Mir persönlich ist noch nichts Schlimmes in dieser Hinsicht passiert, aber meine Gastfamilie hat mir diese Tipps gegeben.
2. Beim Kreuzen einer Straße sollte man sich gut versichern, dass kein Auto oder Motorrad angerast kommt, da hier in Argentinien etwas rasanter gefahren wird. Anders als in Deutschland halten die Autos an einem Zebrastreifen nicht an, wenn ein Fußgänger die Straße überqueren möchte
und so ist Achtsamkeit ratsam.

Dinge, an die man sich erst gewöhnen muss

1. Bei der Begrüßung und Verabschiedung ist es normal, dem Gegenüber einen Kuss auf die Wange zu geben, und dies macht man auch schon beim ersten Treffen.
2. Argentinier reden viel und gerne und so treffen sie sich häufig mit der Familie und ihren Freunden, um Mate zu trinken, Karten zu spielen und um eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.
3. Es wird viel über alles mögliche gelacht, am besten: mitlachen. Der Humor ist schon etwas speziell und anders.
4. Wenn man Schwarz- oder Graubrot kaufen gehen möchte, kann man sehr lange suchen. 
5. Mit der Uhrzeit wird anders umgegangen. Zwar kommt niemand zwei Stunden zu spät zu einer Verabredung. Es ist nur etwas
lockerer. Wenn man sich verabredet, macht man die ungefähre Uhrzeit ab.  Zu Arztterminen, zur Schule oder zur Arbeit sollte man aber pünktlich sein.
 
Siesta
Zwischen 14 Uhr bis 16 Uhr gibt es die „Siesta", bei der ein Mittagsschlaf gehalten wird; die Geschäfte sind geschlossen.

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