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Das Paradies auf Erden: Punta Del Este

Keya Baier (15) drückt die Schulbank in Uruguay Das Paradies auf Erden: Punta Del Este

In Uruguay zur Schule zu gehen, ist das eine. Noch besser ist: Dort Urlaub zu machen. Etwa in Punta Del Este im Osten des Landes.

Punta Del Este uruguay -34.936879 -54.92815
Google Map of -34.936879,-54.92815
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Schön, schöner, Wasserfall

Sonnenaufgang an der 'Dedo' Statue

Quelle: privat

Das Sommerparadies Punta Del Este im Osten Uruguays ist eine Welt für sich. Traumhafte Strände reihen sich aneinander; auf einer Seite der Halbinsel, auf der die Stadt liegt, ist das Wasser sehr ruhig und warm, an manchen Tagen gleichen die Strände dort einem Schwimmbad. Auf der anderen Seite dagegen ist es deutlich windiger, es gibt hohe Wellen und viel Strömung, dass man hier viele Surfschulen und Ähnliches, aber auch entschieden mehr Rettungsschwimmerstationen findet.

Mit meiner Gast-Familie war ich meistens auf der ruhigen Seite, denn dort kann man besser schwimmen, der Sand ist weicher, und es gibt viele Dinge für Jugendliche wie Volleyballnetze und Fußballfelder.

Sommerparadies Punta Del Este im Osten Uruguays mit traumhaften Stränden

Sommerparadies Punta Del Este im Osten Uruguays mit traumhaften Stränden

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An manchen Tagen gleichen die Strände einem Schwimmbad

An manchen Tagen gleichen die Strände einem Schwimmbad

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Sonnenaufgang an der 'Dedo' Statue

Sonnenaufgang an der 'Dedo' Statue

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Fast alle Gebäude der Stadt sind Apartmentkomplexe, da praktisch alle Urlauber mit Familie anreisen und für zwei Wochen oder länger bleiben, so dass sie eine Ferienwohnung einem Hotelzimmer vorziehen. Auch meine Familie mietete ein Apartment mit einer wundervollen Lage ganz nah am Zentrum und am Hafen, von wo wir abends immer zu Fuß in die Stadt gehen konnten anstatt wie unsere Freunde, die mehr in Richtung der Strände also außerhalb der Halbinsel wohnten, gefahren werden zu müssen. Am Abend sind meine Gastgeschwister und ich immer gemeinsam mit Freunden zum „Muelle“ gegangen, um dort zu sitzen und mit völlig fremden Jugendlichen aus Uruguay und den umliegenden Nationen zu reden und einfach nur Zeit miteinander zu verbringen.

Der Muelle ist ein Stück Rasen mit kleinem Strand direkt am Hafen von Punta Del Este, das nur zwei Blocks von der Hauptstraße, dem „Gorlero“, entfernt ist. Da vor allem viele uruguayische und argentinische Familien ihren Sommer in Punta Del Este verbringen, treffen sich meistens Gruppen von Jugendlichen, die sich schon länger kennen. Auch wir waren dort fast jede Nacht, meistens haben wir uns mit unseren Freunden gegen Mitternacht getroffen und sind bis 5 Uhr morgens im Muelle geblieben, um dann den gesamten Vormittag zu verschlafen, sehr zum Leidwesen meiner Gasteltern, die jeden Morgen allein an den Strand gingen. Aber während der Mittagshitze konnte man kaum draußen sein, und selbst nachmittags, wenn die Sonne schon etwas tiefer stand, musste ich mit meiner immer sehr blassen Haut Sonnencreme benutzen, und nachdem ich es einmal vergessen hatte, bekam ich prompt die Quittung: Der gesamte Körper war verbrannt.

Aber natürlich haben wir auch einige touristische Sachen unternommen: Wir haben Punta Ballena besucht, eine Landzunge, die ein paar Kilometer von Punta del Este entfernt liegt und von oben betrachtet angeblich wie eine Walflosse aussehen soll. Und dann gibt es das berühmte  „Casapueblo“, ein Hotel aus weißem Stein, das sich über viele Stockwerke hinweg am Westhang der Lanzunge erstreckt. Mit vielen fantasievollen Formen, teilweise naturbelassen Wänden und einer großen Anzahl an Statuen. Es wurde im Jahre 1960 vom bekannten uruguayischen Künstler Carlos Páez Vilaró erbaut. Dieser Mann war Vater einer der 1972 in den Anden abgestürzten Rugbyspieler, und die Villa Casapueblo wird als sein Lebenswerk angesehen. Der Künstler selbst starb vor zwei Jahren im Alter von 90 Jahren.

Blick vom „Casapueblo“

Blick vom „Casapueblo“

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Das Hotel wurde 1960 Carlos Páez Vilaró erbaut

Das Hotel wurde 1960 Carlos Páez Vilaró erbaut

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In Punta Del Este gibt es außerdem das „Museo Rallí“ mit vielen Kunstwerken von Dalí und anderen bekannten Künstlern. Am schönsten fand ich den „Patio de las esculturas“, den Skulpturengarten.

Skulpturengarten „Patio de las esculturas“

Skulpturengarten „Patio de las esculturas“

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Auch die „Lapataia“ besuchte ich mit meiner Gastfamilie, das ist eine Farm nahe Punta Ballena die für ihr exzellentes selbstgemachtes Dulce de Leche bekannt ist. Hier gibt es Kühe, Ziegen und Schafe, aber auch Kinderangebote wie Ponyreiten und ähnliches. Ich habe mit meiner Familie die berühmten „panqueques con dulce“, also Pfannkuchen mit Dulce de Leche, gegessen und ich empfehle jedem, der einmal in die Nähe reisen sollte, das Gleiche zu tun, denn diese Pfannkuchen schmecken wie der Himmel.

Auf dem Rückweg stoppten wir kurz in Piriapolis, einem anderen Badeort an der Küste, der zwar deutlich billiger und erschwinglicher ist als Punta Del Este, aber dafür meiner Meinung nach auch viel weniger schön. Der Strand ist sehr überfüllt, die Läden im Zentrum sind nur ganz klein und das Stadtbild insgesamt ist nicht wirklich hübsch. Allerdings wurde ich von meiner Gastfamilie zu einem Eis in der Eisdiele „Angelote“ eingeladen und dieses Eis war besser als alles, was ich je probiert habe.

Nun bin ich wieder zurück in Rafael Perazza und werde hier noch etwas mehr als einen Monat Ferien haben. Nächste Woche findet bereits das Mittelseminar meiner Austauschorgansisation statt - und das bedeutet, dass mein Jahr hier schon zur Hälfte vorbei ist. Ich kann das noch gar nicht so richtig glauben.

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