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Von La Pedrera bis Cabo Polonio: Unterwegs an Uruguays Westküste

Keya drückt die Schulbank in Uruguay Von La Pedrera bis Cabo Polonio: Unterwegs an Uruguays Westküste

Keya Baier geht gerade in Uruguay zur Schule. Eine Ausflug mit ihrer Organisation führte sie an die Westküste: In La Pedrera erlebte sie authentisches Dorfleben, das Fischerdorf Cabo Polonio ist berühmt für das Fehlen von Strom und fließendem Wasser und in La Paloma wurde Keya mal eben weggespült.

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Mit dem Bus durch die Dünen von Cabo Polonio in Uruguay.

Quelle: Keya Baier

Nach einer Woche an uruguayischen Stränden, im Sonnenschein und mit schönen Ausflügen kann ich nun stolz behaupten, meine doch sehr weiße Haut wenigstens ein bisschen gebräunt zu haben! Die vergangene Woche war ich mit meiner Austauschorganisation YFU an der Atlantikküste Uruguays unterwegs und wir haben eine Menge schöner Orte besucht.

 1. La Pedrera

La Pedrera an der Küste Uruguays von oben (Fotos von La Pedrera: Martha Bello)

La Pedrera an der Küste Uruguays von oben (Fotos von La Pedrera: Martha Bello)

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Die ersten zwei Tage des Dezembers verbrachten wir in La Pedrera, einem Küstenort, der sehr schöne Strandabschnitte hat - für Familien, Surfer und Jugendliche.

Strand in La Pedrera

Strand in La Pedrera

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Chillen am Strand

Chillen am Strand

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Surfer in La Pedrera

Surfer in La Pedrera

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Nahe des Strandes befand sich unser Hostel, in dem alle 60 YFU-Schüler und die fünf Voluntäre der Organisation gemeinsam in Sechserzimmern gewohnt haben. In La Pedrera waren wir im Ozean schwimmen, haben im Hostel zusammen gekocht (Einer der Voluntäre ist Koch und hat uns in Kleingruppen angeleitet, während wir sehr leckere, meist vegetarische oder sogar vegane Gerichte zubereitet haben.) und haben uns in der Sonne gebrutzelt.

Hostel in La Pedrera

Hostel in La Pedrera

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Kochen im Hostel

Kochen im Hostel

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Hängematte im Hostel

Hängematte im Hostel

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Das Dorf selbst ist sehr nett. Es gibt ein paar kleine Restaurants und Supermärkte und ansonsten nur malerische Wohnhäuser in kleinen Gassen.  Was mir dort am meisten gefallen hat, ist, dass La Pedrera keiner der typischen Touristenorte ist, wo man praktisch nur Souvenirläden, Sommerhäuser und Bars findet, sondern ein authentisches Dorf mit Einheimischen. Diese leben dort das ganze Jahr und sichern sich ihren Lebensunterhalt meist mit kleinen Läden oder Fischerei.

Im Dorf La Pedrera

Im Dorf La Pedrera

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Abends in La Pedrera

Abends in La Pedrera

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2. Cabo Polonio

Weiter an der Küste ging es zu dem kleinen, aber berühmten Fischerort Cabo Polonio, der an der Spitze einer Halbinsel im Atlantik liegt. Das Dorf ist weltweit berühmt dafür, dass es dort weder Elektrizität noch fließendes Wasser gibt. Nur der Leuchtturm hat Strom, damit sich die Schifffahrt orientieren kann. Die Menschen beziehen ihr Wasser aus kleinen Brunnen, machen Licht mit Kerzen oder Solarzellen.

Nahe des Leuchtturmes in Cabo Polonio

Nahe des Leuchtturmes in Cabo Polonio

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Strand von Cabo Polonia

Strand von Cabo Polonia

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Jedes Jahr wird dieser Ort von vielen Uruguayern, aber auch von Touristen aus aller Welt besucht. Zu Spitzenzeiten lebnen dann hier 5000 Leute, die einmal dieses authentische Fischerleben am wunderschönen Strand, dem "playa azúl erleben wollen.

Fischerboote in Cabo Polonio

Fischerboote in Cabo Polonio

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Auch ich plane, irgendwann dorthin zurückzukehren und ein paar Tage dort zu verbringen, da ich schließlich nur einen Tag lang dort war und von der Stromlosigkeit und dem generellen Leben dort fast nicht mitbekommen habe. Im September und Oktober kann man hier im beklarierten Naturschutzgebiet Wale beobachten. Tausende Seehunde siedeln hier im Sommer von Dezember bis März.

Fahrt in den Dünen von Cabo Polonio

Fahrt in den Dünen von Cabo Polonio

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Am Strand dort bin ich in den mit Abstand stärksten Wellen, die ich je erlebt habe, geschwommen, habe einen Sonnenbrand auf dem Rücken und Schultern davongetragen, da es dort sehr windig ist. Zudem habe ich meine Augen stark gereizt, da ich den unglaublich hohen Salzgehalt des Atlantiks einfach nicht gewohnt bin. Das war es allerdings wert, denn sowohl der Strand, als auch das Meer dort sind unglaublich schön und ich hatte viel Spaß an diesem Tag!

Bunt angemaltes Haus in Cabo Polonio

Bunt angemaltes Haus in Cabo Polonio

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3. Santa Teresa und Punta del Diablo

Einen Tag später sind wir nach Santa Teresa und Punta del Diablo aufgebrochen. Dort habe ich mir zum ersten Mal in Uruguay ein paar Souvenirs zugelegt, darunter einen Sonnenhut, einen Kühlschrankmagneten, einen Ring aus Kokosnuss und ein paar Geschenke für meine Gastfamilie. In Santa Teresa gibt es eine Festung aus dem 18. Jahrhundert die gebaut wurde, um sich gegen die Spanier zu verteidigen. Sie war allerdings geschlossen, sodass ich keine Fotos im Inneren machen konnte.

Festung in Santa Teresa

Festung in Santa Teresa

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Küste in Punta del Diablo

Küste in Punta del Diablo

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Gebäck mit dulce de leche

Gebäck mit dulce de leche

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Ein Tuchgeschäft

Ein Tuchgeschäft

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In Punta del Diablo gibt es eine kleine Bucht mit einem wunderschönen Strand. Dort waren wir wieder schwimmen und schlenderten den Rest des Tages durch das kleine Dorf mit seinen kleinen Läden.

4. La Paloma

An unserem letzten Ausflugstag waren wir in La Paloma, einem recht bekannte Ort etwa eine Stunde von La Pedrera entfernt. Die Stadt hat einen Leuchtturm den wir besucht haben. Von oben aus kann man die gesamte Stadt sehen und hat einen wahnsinnig schönen Blick auf den Ozean.

Ausblick vom Leuchtturm

Ausblick vom Leuchtturm

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Es war allerdings diesem Tag sehr windig, sodass man auf dem Leuchtturm sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. Der Rest der Stadt ist auch sehr hübsch. Wir sind auf Felsen im Meer herumgeklettert (Ich wurde leider von einer Welle erfasst und vom Felsen gewischt. Jetzt bin ich etwas zerkratzt. Aber es war sehr lustig und wir hatten viel Spaß!), haben Eis gegessen, ich habe mir eine Snapback gekauft und wir haben einen sehr schönen Tag dort verbracht.

Mich hatte es wenig später erwischt

Mich hatte es wenig später erwischt

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Verlassenes Haus am Strand von La Paloma

Verlassenes Haus am Strand von La Paloma

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Am Abend haben wir gefeiert, mit spanischer Musik, Asado und einer Modenschau bei der wir Mädchen die Jungs geschminkt, angezogen und ihnen die Beine rasiert haben. Ein Freund von mir, der auch ein deutscher Austauschschüler ist und im Moment in Florida, einer Stadt ganz in der Nähe von meiner, wohnt hat mit meinem Sommerkleid, viel Schminke, Brustatrappen in Form von Socken sehr weiblich ausgesehen und schließlich die Modenschau gewonnen und darf sich nun stolz „Miss La Pedrera 2015“ nennen.

Nach einer langen Nacht im Hostel

Nach einer langen Nacht im Hostel

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Den allerletzten Tag haben wir im Hostel mit Packen und Abschiedsspielen verbracht und haben uns schließlich nach einer vierstündigen Busfahrt im gemieteten Bus in Montevideo unter Tränen verabschiedet.

Nun, nach meiner Reise mit YFU gilt es wieder, sich in den Alltag mit der Gastfamilie zu integrieren und zu versuchen, sich auf Weihnachten zu freuen. Generell muss ich sagen, dass das typische Weihachtsgefühl nicht wirklich aufkommt, denn wir haben hier 30 °C und Sonnenschein - im Gegesatz zum gewohnten, verschneiten Deutschland. Ich bin momentan etwas besorgt, dass ich an Weihnachten Heimweh bekommen werde, da dies das erste Mal ist, dass ich die Feiertage nicht mit meiner Familie verbringe. Aber ich bin sicher, dass ich eine schöne Zeit mit meiner Gastfamilie haben werde und kann jetzt schon sagen, dass ich mich sehr auf mein erstes uruguayisches Weihnachtsfest freue!

Hier habe ich das Gefühl, dass Weihnachten deutlich weniger wichtig ist als in Europa, denn während man sich in Deutschland ab November vor Weihnachtsdeko und "Last Christmas" gar nicht mehr retten kann, gibt es hier recht wenige Dinge die einen auf das kommende Fest hinweisen. Die generellen Traditionen sind aber trotzdem ähnlich, die Leute haben auch hier einen Weihnachtsbaum, die Kinder werden an Heiligabend von den Eltern mit Geschenken überhäuft und man singt gemeinsam Weihnachtslieder.

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