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Verzapft und abgezapft!

Wahre Inflation erfährt man eher auf dem Oktoberfest als aus der Statistik. So steigen 2016 die Bierpreise um drei Prozent – Traumwerte für die EZB. Verzapft und abgezapft!

Wahre Inflation erfährt man eher auf dem Oktoberfest als aus der Statistik. So steigen 2016 die Bierpreise um drei Prozent – Traumwerte für die EZB.

Wahre Inflation erfährt man eher auf dem Oktoberfest als aus der Statistik. So steigen 2016 die Bierpreise um drei Prozent – Traumwerte für die EZB. Eine Maß kostet zwischen 10,40 und 10,70 Euro oder 20 Mark! In Frankfurt ist es kaum billiger, nur trinkt man in München den Gerstensaft diesmal umzäunt in einer Art Reservat. Man muss sich die Wiesn schon leisten können, auch wenn man heute für eine Maß nur eine halbe Stunde arbeiten muss. Früher waren es anderthalb Stunden! Bier ist also billiger geworden! Billiglöhner brauchen etwas länger, Investmentbanker nur Millisekunden. Das erklärt auch die Besucherstruktur dieses öffentlichen Besäufnisses. Ein Liter Limo kostet 9,04 Euro. Wem das zu teuer ist, greift zum Wasser für 8,27 Euro pro Liter. So gesehen, ist der Inhalt des Starnberger Sees in diesen Tagen Billionen wert. Vergleicht man Bier mit Rohöl, kostet ein Barrel 1710 Euro, ist also 41-mal teurer. Bei Öl kommt nur kaum Stimmung auf.

Ja mei, in Gold gerechnet, gab es 1971 für eine Unze 52 Maß. Als Gold 1980 auf Rekord stand, könnte man für eine Unze 300 kaufen. Heute gibt es für eine Unze 110 Maß Bier. Dass man wie damals 300 Liter Bier kaufen kann, müsste Gold auf 3600 Euro steigen oder der Bierpreis auf 3,20 Euro fallen. Was ist wohl wahrscheinlicher? Die Bierpreise sind übrigens so schnell gestiegen wie die Diäten im Bundestag. Während sich der Durchschnittslohn seit 1980 auf 32643 Euro nahezu verdoppelt hat, bekommen die Abgeordneten fast das Dreifache – bei einer Verzehnfachung der Aufwandspauschale. Es ist zwar das gleiche Bier wie damals, was man vom Inhalt der Politik nicht behaupten sollte. Auch wenn zumindest in München das Maß nicht ganz voll ist, zahlt man auch für den Schaum. Den Schaum aus der Politik gibt es dagegen meist kostenlos. Vergelt’s Gott!

LN

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