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Godzilla gegen Moby Dick.

ABSEITS - die Fußballkolumne Godzilla gegen Moby Dick.

Es wird heute Nachmittag um halb vier sein, also wenn nichts dazwischenkommt. Und das kann man ja nicht ausschließen an Tagen wie diesen. Und bei Spielen wie diesen schon mal gar nicht.

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Peter Intelmann peter.intelmann@ln-luebeck.de

Es wird heute Nachmittag um halb vier sein, also wenn nichts dazwischenkommt. Und das kann man ja nicht ausschließen an Tagen wie diesen. Und bei Spielen wie diesen schon mal gar nicht.

Halb vier also, fünfzehn Uhr dreißig. Man sollte das festhalten, damit man später sagen kann: Das war die Zeit, als die Vernunft und der gesunde Menschenverstand hier gesessen und furchtbar geweint haben. Es war nicht schön.

Um halb vier wird heute in Gelsenkirchen das Derby angepfiffen. Also das Derby. Also Schalke gegen Dortmund. Und wenn man vielleicht nicht so vertraut ist mit den Dingen im Revier, dann muss man sich das ungefähr wie Godzilla gegen Moby Dick vorstellen, also rein vom Gewicht und der Bedeutung der Sache her.

Es ist ein großer, schwerer Kampf. Es weht dann immer ein Hauch von Endzeit durchs Stadion. Und wenn die Leute sagen: Ist doch nur Fußball, nur diese komische Sache mit dem Ball und dem Tor und nach neunzig Minuten schon wieder vorbei — dann wird man im besten Fall sehr seltsam angesehen zwischen LüdenscheidNord und Herne-West und im schlechtesten des Reviers verwiesen nach, sagen wir, Hannover.

Beim Derby gelten andere Maßstäbe. Da sind die normalen Regeln und Gesetze ausgehebelt, man kann das schlecht erklären. Vielleicht liegt es an den Genen. Die einen haben womöglich königsblaue, die anderen schwarzgelbe, und die schwimmen dann herum in diesen Fankörpern und übernehmen die Kontrolle. Es ist ein großes Gepansche, Hormone und Synapsen spielen eine Rolle, vielleicht auch Synopsen und Synoden, wer weiß das denn.

Auf jeden Fall können Nationalspieler, die man gestern noch bejubelt hat, dann auf einmal nicht mehr Fußball spielen. Sie sind sowieso Verräter und Versager und was man sonst noch lieber nicht sein möchte. Und das nur, weil sie jetzt in der falschen Mannschaft auflaufen. Das ist ein höherer Grad an Verwirrtheit. Das sind Ebenen des Bewusstseins, die normale Menschen nicht erreichen können.

Dafür muss man Fan sein. Dafür muss man sagen: Zwei und zwei sind fünf, natürlich, schon immer, vielleicht auch noch ein bisschen mehr! Aber um halb sechs heute Abend ist der Spuk ja wieder vorbei.

Jedenfalls fürs Erste.

LN

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