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Die Säcke und das Wirtschaften

DIE MODERNE FRAU Die Säcke und das Wirtschaften

In der Wirklichkeit herrscht Güterknappheit, sagt das Wirtschaftslexikon, nämlich „eine Spannung zwischen Bedürfnissen und Mitteln zu deren Befriedigung“.

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Von Sabine Latzel sabine.latzel@LN-Luebeck.de

In der Wirklichkeit herrscht Güterknappheit, sagt das Wirtschaftslexikon, nämlich „eine Spannung zwischen Bedürfnissen und Mitteln zu deren Befriedigung“. Genauso ist es, beispielsweise bei den gelben Säcken, die die Frau nicht einfach im Supermarkt nebenan kaufen darf, sondern beim Recyclinghof erschnorren muss, wo strenge Herren das offenbar knappe Gut zwar kostenlos, aber nur rationiert – zwei Rollen pro nachfragendem Bürger – herausrücken. Dabei würde die Frau durchaus für dieses Produkt bezahlen, vielleicht sogar im Discounter eine Lokalrunde („Frei-Säcke für alle!“) ausgeben und im Hof eine Happy-Yellow-Sack-Hour veranstalten. Aber nicht, solange die Güterknappheit die Befriedigung des Bedürfnisses „Mülltrennung“ bedroht.

Aufheben lässt sich die geschilderte Güterknappheit nach den Recherchen der Frau durch die Bestellung größerer Mengen. Ein Karton mit 520 gelben Säcken kostet etwa 60 Euro, dafür erhält der Kunde, und zwar nicht zu knapp, Qualitätsgüter mit Zugband und einer Folienstärke von 22 Mikrometern, wo der flattrige Tand vom Recyclinghof nur 15 Mikrometer bietet (und vermutlich auch deshalb sofort reißt, wenn sich ein scharfkantiger Joghurtbecherdeckel auf einen Meter nähert). Etwa elf Cent pro Sack sind also angemessen, zumal die Frau mit diesem Vorrat zehn Jahre lang nicht mehr zum Recyclinghof fahren müsste. Deshalb kommt der 520-Sack-Karton auf den Wunschzettel – ein in ökonomischer Hinsicht eleganter Weg, um die durch Güterknappheit hervorgerufene Spannung aufzulösen und ein befriedigendes Resultat im Haushaltsmanagement zu erzielen. Wozu, im Nachhinein betrachtet, zwei halbherzig abgeleistete Semester Wirtschaftslehre im Nebenfach doch gut sein können.

LN

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