Die Messen sind also gelesen, und es ist schön, dass es in der Bundesliga auch am letzten Spieltag nicht langweilig war. Bayern bekam gerade nochmal die Kurve, kassierte bedenklich viele Gegentore — gewann aber.
Die Fußball-Welt schaut auf Deutschland. Wegen Wembley, dem Endspiel zwischen Bayern und Dortmund. Wegen dem Bundesliga-Finale.Schafft Freiburg die Sensation und schubst Schalke aus der Champions League? Heute werden Klubschicksale entschieden.
Bayern ist der verdiente Meister, Fürth mit der Ligapremiere nicht einen einzigen Heimsieg gefeiert zu haben, ein ebenso verdienter Absteiger. Und dass der HSV noch immer, bis zur letzten Saisonminute, um einen Europacupplatz mitkickt, zeigt vielleicht auch ein bisschen, wie ausgeglichen mittelmäßig die Liga hinter den Bayern und Borussia Dortmund einzuschätzen ist.
Mit großem Anstand bringt der VfB Lübeck eine furchtbare Saison zu Ende. Es ist aller Ehren wert, wie sich das Team von Denny Skwierczynski in den insolventen Monaten, in den Spielen um die goldene Ananas, geschlagen hat.
Alle hatten ein Freundschaftsspiel erwartet gestern zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern — aber mit Freundschaft hatten die 90 Minuten wirklich nichts zu tun.
Wenn das Sprichwort stimmt, dass Totgesagte länger leben, dann gibt es Hoffnung für alle Werder-Fans. Was die Bremer sich derzeit zurechtgurken, ist abenteuerlich.
Und wieder ein Titel für die Nimmersatten aus Kiel. Für die Flensburger ist es wie bei „Der Hase und der Igel“. Immer ist der THW „al dor“. Nichts Neues im Norden — im Handball schon.
Das Beispiel SC Freiburg zeigt, dass auch mit bescheidenen finanziellen Mitteln eine Top-Platzierung in der Bundesliga möglich ist. Trainer Christian Streich übernahm die Breisgauer Ende 2011 als Letzter, schaffte den Klassenerhalt und klopft nun an die Tür zur Königsklasse.