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Als Trainer spürst du, was los ist

Sportblog Als Trainer spürst du, was los ist

Zuletzt wurde ich gefragt, woran ein Cheftrainer eigentlich spürt, dass seine Tage gezählt sind. Dazu muss man wissen, dass es oft in Vereinen nur um zwei Fragen geht: Wer hat welchen Anteil am Erfolg?

Zuletzt wurde ich gefragt, woran ein Cheftrainer eigentlich spürt, dass seine Tage gezählt sind. Dazu muss man wissen, dass es oft in Vereinen nur um zwei Fragen geht: Wer hat welchen Anteil am Erfolg? Und wer hat — im Misserfolgsfall — welchen Anteil an dem Mist, der gelaufen ist?

Wenn die eigene Erwartungshaltung und die Fremderwartung an einen Cheftrainer längere Zeit mit dem Erreichten kollidieren, beginnt immer die Aufarbeitung der Schuldfrage. An der Art und Weise, wie Vereinsführung, Klubmitarbeiter, Spieler und die Presse dir in dieser Phase begegnen, merkst du als Trainer ganz genau, was los ist. Der Prozess ist dann schon nicht mehr aufzuhalten: Die Vorbehalte kumulieren — und machen ab einem bestimmten Zeitpunkt eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll. Und wenn wir bei Funktionen im Fußball von „Passanten“ sprechen, so betrifft das logischerweise den Trainer in diesen Phasen häufiger als seinen formell Vorgesetzten, den Manager.

Erfolge in der Vergangenheit können und sollten bei einer gegenwärtigen sportlichen Krise übrigens keine Rolle spielen. Wenn der Klub und sein gut bezahlter sportlicher Manager die Meinung vertreten, dass mit dem amtierenden Trainer die anliegenden Aufgaben nicht zu lösen sind, müssen sie reagieren. Da diese Mitteilungen in der Regel nicht überraschend kommen und meist noch finanziell abgesichert sind, drücken sie weniger als die darauffolgende Geldentwertung der Abfindung an der Börse.

Im Unterschied zu den meisten üblichen und unschönen Trainer-Entlassungen im Profifußball wäre in diesen beschriebenen Fällen aus meiner Sicht eine einvernehmliche Auflösung des Vertrags die vernünftigere und bessere Lösung.

* Kult-Trainer Hans Meyer (72) ist Teil der „Dreierkette“, die für das RedaktionsNetzwerk Deutschland, zu dem auch die LN gehören, mit „Sky“-Kommentator Wolff-Christoph Fuss (39) und Autor Ronald Reng (45) das Fußball-Geschehen ins Visier nimmt.

LN

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