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Kölns Traum von Platz acht

Kölns Traum von Platz acht

Einmal war ich in Köln und suchte mit Peter Stöger einen Geißbock. Der Fotograf, der mich für die Reportage über den Bundesliga-Trainer begleitete, wollte Stöger gerne mit dem Wappentier des 1.

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Auf dem Irrweg

Ronald Reng sport@ln-luebeck.de

Einmal war ich in Köln und suchte mit Peter Stöger einen Geißbock. Der Fotograf, der mich für die Reportage über den Bundesliga-Trainer begleitete, wollte Stöger gerne mit dem Wappentier des 1. FC Köln fotografieren, und so zogen wir über das Trainingsgelände, weil offenbar irgendwo in einem Treppenhaus eine goldene Geißbockstatue stand. Auf diesem Weg sagte mir Stöger einen Satz, den ich nie mehr vergaß: „In zwei, drei Jahren möchte ich mit dem FC mal Achter werden – ich will mir gar nicht ausmalen, was dann in der Stadt los ist.“ Dass man von Platz acht, vom vermeintlich öden Mittelmaß, sehnsüchtig träumen kann, war mir neu.

Prompt wurde der FC vergangene Saison Neunter und nun, mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen, scheint das Undenkbare möglich: vielleicht sogar Platz sieben dieses Jahr, Mittelmaßspitze?

Seien wir ehrlich, den meisten von uns außerhalb des Rheinlands ging angesichts des Klassestarts der Kölner zunächst nur auf: Ach so, die gibt's ja auch noch. Zwanzig Jahre lang siechte der FC durchweg auf den hinteren Plätzen der Liga, allenfalls billiges Drama in Form eines Abstiegs gab es bisweilen, aber keinen einzigen Ausreißer nach oben. Mit welcher Herzenswärme nun plötzlich überall über den FC geredet wird, erinnert daran, warum uns Fußball so sehr fasziniert: In dem Spiel wollen wir das Unerwartete erleben.

Dabei gibt es sogar einige gute Gründe, warum der FC langsam, beharrlich nach oben klettert. Die einfachen Dinge richtig machen, ist der Grundgedanke des Kölner Spiels und der Kölner Transferpolitik, so entstand ein im besten Sinne solides Team. Überaus spektakulär ist sein Fußball nicht, aber das ist unerheblich: Spiele des 1. FC Köln schaut man am besten nur in der Ergebniszeile der Zeitung und freut sich dann, was immer noch, immer wieder möglich ist im modernen Spitzenfußball.

*Dienstags wechseln sich Bestseller-Autor Ronald Reng (45), Kulttrainer Hans Meyer (73) und Sky-Kommentator Wolff Fuss (39) mit Beiträgen ab. Sie sind Kolumnisten des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

LN

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