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Beschleunigte Fahrt durchs Bergische Land

Tatort-Blitzkritik Nr. 187: "Benutzt" aus Köln Beschleunigte Fahrt durchs Bergische Land

Es müssen nicht immer wilde Schießereien und halsbrecherische Verfolgungsjagden als Zutaten sein, um einen Krimi gelingen zu lassen, auch kein andauerndes Rumgezicke des Ermittlerteams, wie bei anderen Tatorten.

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Zur Abwechslung ist es ganz schön, wenn sich ein Fall gemächlich und ohne viele Knalleffekte entwickelt, so wie bei diesem Tatort aus Köln. Statt einer Verfolgungsjagd tut es dann auch mal eine leicht beschleunigte Fahrt durchs Bergische Land, wenn die Story stimmig und spannend ist, und das ist sie.

Ballauf und Schenk sind verlässliche Größen seit vielen Jahren, die Ermittler unseres Vertrauens sozusagen, die die Fäden dieser verwickelten Geschichte nach und nach entflechten. Es ist ein Verwirrspiel um schmutzige Geschäfte, verschwundene Millionen und viele Verdächtige, das Spannung erzeugt. Von Anfang an und durchgehend verdächtig ist die geheimnisvolle Sarah Holler, sehr gut gespielt von Dorka Gryllus, sie drückt diesem Tatort ihren Stempel auf.

Zum Schluss stellt sich heraus, dass auch sie nur vom Drahtzieher benutzt wurde, der vermeintliche Tote ist der Täter. Dass er, Karsten Holler, der die ganze Zeit erfolgreich ein so raffiniertes Versteckspiel betreibt, sich am Ende so schnöde und einfach erwischen lässt, passt leider nicht. Alles in allem aber ein sehr solider Tatort, ohne Effekthascherei und mit guten Schauspielern.

Christian Risch

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