Die Nacht zum 29. März 1942 war in Lübeck eine Nacht des Schreckens. Britische Bomber legten die Altstadt in Schutt und Asche. In einer fünfteiligen Serie wollen die Lübecker Nachrichten die Ereignisse dieser schweren Stunden nachzeichnen und Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. Die Vorgeschichte – die deutsche Bombardierung Coventrys – wird ebenso eine Rolle spielen wie die Versöhnung der früheren Feinde nach 1945.
Die Nacht des Schreckens: An Palmarum vor 70 Jahren legten britische Bomber die Lübecker Altstadt in Schutt und Asche – 16 Monate nach dem verheerenden deutschen Luftangriff auf die nordenglische Stadt Coventry.
Das Grauen, das die Lübecker in der Bombennacht vor 70 Jahren durchlebten, mussten die Menschen im englischen Coventry dreimal erleiden. Die Nazis erfanden damals ein neues Wort für vernichten: „coventrieren“.
Die schreckliche Nacht zum 29. März 1942 hat ihr Leben geprägt: Fünf Lübecker Zeitzeugen erzählen, wie sie den Bombenangriff auf Lübeck erlebten. Sie kamen mit dem Leben davon, verloren aber ihre Kindheit.
Palmsonntag 1942: St. Lorenz Süd ist eine Trümmerwüste. Und trotzdem wird in der Lutherkirche Konfirmation gefeiert. Pastor Karl Friedrich Stellbrink spricht Worte, die ihm das Leben kosten.
Bombennacht 1942: Lübecks Altstadtkirchen brennen. Nur St. Jakobi bleibt verschont, und St. Aegidien entgeht beschädigt dem Flammenmeer. Der Wiederaufbau der prächtigen Gotteshäuser gleicht einem Wunder.
Britische Bomber legten in der Nacht zum 29. März 1942 die Altstadt von Lübeck in Schutt und Asche.