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Bad Schwartau Alles wirkte echt: Feuerwehr im Einsatz in der Kletterhalle
Lokales Bad Schwartau Alles wirkte echt: Feuerwehr im Einsatz in der Kletterhalle
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18:14 26.05.2016
Wenige Minuten nach dem Alarm war Mori als erste Wehr vor Ort. 15 Räume verteilt auf zwei Geschosse und 1200 Qudratmeter mussten abgesucht werden im Nebel nach Personen. Quelle: Fotos: Dankert

Für Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann war es ein Schreck zur Feierabendstunde gegen 18.30 Uhr am Mittwochabend, als sie gerade einkaufen wollte und plötzlich riesige Rauchwolken aus dem Mischgebiet am Brandenbrooker Weg aufsteigen sah. „Oh, mein Gott, hoffentlich brennt es nicht im Migrantenheim, das war mein erster Gedanke“, verriet die Verwaltungschefin, die sich sofort selbst ein Bild von der Lage vor Ort machte. Und tatsächlich, am Brandenbrooker Weg war Alarm – in der seit Kurzem leerstehenden Kletterhalle. Der Alarm war echt, aber das Feuer nicht, der Qualm war „ganz normaler Disco-Nebel“, so Mathias Fock, der stellvertretende Gemeindewehrführer.

Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann und Ordnungsamtschef Michael Henk.

„ Hoffentlich brennt da nicht das Migrantenheim, habe ich gedacht.“Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann

Nur fünf Tage nach der Großübung für alle elf Wehren der Gemeinde bei einem Massenunfall auf der K 37 bei Malkendorf (die LN berichteten) gab es erneut eine geheime Übung. Allerdings mussten nur drei Wehren ausrücken: Mori, Stockelsdorf und Eckhorst. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte vor Ort, 21 davon Atemschutzträger, die laut Übungsplan sieben vermisste Personen – darunter zwei Puppen mit integriertem Wärmespeicher, damit diese von der Wärmebildkamera bei der Suche im Nebel gefunden werden konnten.

Möglich geworden ist diese Feuerwehrübung in dieser Halle, weil der neue Eigentümer, die Firma VisiConsult, auf Anfrage der Feuerwehr das Einverständnis dazu gegeben hat. Nach dem Aus der Kletterhalle hat VisiConsult Anfang Mai die Halle gekauft und die Kletterwand inzwischen abgebaut. Nächste Woche soll der Umbau der Halle beginnen, so Lennart Schulenburg, Vertriebschef bei VisiConsult, „insofern ist dieses Zeitfenster für eine Feuerwehrübung günstig, und wir sind für solche Sachen immer offen.“ Andreas Kurschies von der Feuerwehr Mori hatte die Idee zu dieser Übung und hat den Kontakt zu VisiConsult aufgenommen. „Das war alles extrem kurzfristig“, so Kurschies, „aber so eine Chance für so eine Übung kommt so schnell nicht wieder, deswegen mussten wir das nutzen.“

Gesagt, getan. Die „Verletzten“ wurden gespielt von Freunden und Bekannten und dem privaten Umfeld der Mitglieder der Feuerwehr Mori.

Bevor die letzte vermisste Person aus der Halle geholt werden konnte, ist plötzlich einer der Atemschutzträger zum Schein kollabiert. „Das war jetzt eine Überraschung für mich“, so Fock, „das haben die Einsatzkräfte spontan entschieden. Aber gut gemacht.“ Zur Stärkung gab’s danach Würstchen für alle beim DRK Stockelsdorf.

Doreen Dankert

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