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Bad Schwartau Anlieger-Protest: Container für Flüchtlinge auf Bolzplatz
Lokales Bad Schwartau Anlieger-Protest: Container für Flüchtlinge auf Bolzplatz
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09:42 09.03.2016
Anwohner der Max-Hamerich- und Amandus-Voigt-Straße bei der Ortsbesichtigung. Quelle: PWD

Rund 60 Anlieger der Max-Hamerich-Straße und der benachbarten Amandus-Voigt-Straße sind am Sonntag am Bolzplatz zusammengekommen, um sich einen Überblick über die mögliche künftige Bebauung mit Containern zu verschaffen. Die vorgesehene Fläche wurde von den Initiatoren mit Flatterband abgesteckt, eine aufgestellte Leiter zeigte die Höhe der zweigeschossigen Gebäude (5,50 Meter) an.

Wie die Anlieger mitteilen, sei bereits die Untere Naturschutzbehörde kontaktiert worden, weil viele Tierarten hier heimisch geworden sind. Außerdem soll ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden. „Es geht nicht um eine komplette Ablehnung der Container. Aber 64 Flüchtlinge sind zu viel für diese Fläche. Die Verhältnismäßigkeit stimmt nicht zur Anzahl der dortigen Bewohner“, war von den meisten Anwohnern zu hören. Der Bolzplatz sei eigentlich als Naturerlebnisraum sowie als Feucht- und Nassgrünland im Landschaftsplan Stockelsdorf vorgesehen. Aus diesem Grunde bezweifeln die Anwohner, ob eine Bebauung auf dem dortigen Gelände überhaupt zulässig ist.

Im Rathaus sei man nicht wirklich überrascht von der Gegenwehr in puncto Wohncontainer. „Gegenwind hatten wir bisher an allen Standorten außer am Eichenweg“, sagt Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann, „aber es ist auch das gute Recht der Bürgerinitiative, sich zu informieren über das, was passieren soll“. Konkret sind jetzt drei Standorte für Container in Planung für je 64 Flüchtlinge: Rudolf-Diesel-Straße, Eichenweg und Max-Hamerich-Straße. Alle Wäg- und Unwägbarkeiten würden im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens geprüft, so die Bürgermeisterin, die in diesem Zusammenhang darauf hinweist, dass die genannten Standorte „nur eine Übergangslösung sein sollen“. Für jeweils drei Jahre habe man eine Genehmigung beantragt.

Gegenwärtig sind die Flüchtlinge in der Gemeinde Stockelsdorf zu 80 Prozent dezentral in gemieteten Wohnungen untergebracht. „Die dezentrale Unterbringung war und ist weiter unsere Linie“, betont Rahlf-Behrmann. Man müsse sich in Stockelsdorf weiter auf die Flüchtlinge vorbereiten, die noch ankommen werden.

Von PWD/DD

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