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Bad Schwartau Asklepios Klinik Am Kurpark zieht starke Jahresbilanz
Lokales Bad Schwartau Asklepios Klinik Am Kurpark zieht starke Jahresbilanz
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11:16 15.02.2016
Schwimmen im Außenbecken der Therme geht zu jeder Jahreszeit.

Auf dem Gesundheitsmarkt wird mit harten Bandagen gekämpft. Doch die Führungsetage der Asklepios Klinik Am Kurpark bleibt ganz entspannt. „Wir sind in Bad Schwartau weiterhin richtig gut aufgestellt“, sagt Norbert Schneider, Regionalgeschäftsführer Rehabilitation der Asklepios Kliniken. „Unsere Zahlen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert.“ Bei den Gesamtbetriebserträgen konnte ein Plus von 770000 Euro (3,8 Prozent mehr als in 2014) eingefahren werden. Der Zuwachs wurde allerdings hauptsächlich an den Hamburger Kliniken-Standorten erwirtschaftet, denn in Bad Schwartau ist schon das positive Limit erreicht.

Holstein Therme

500 Jahreskarten für die Holstein Therme wurden 2015 verkauft. Das sind rund 40 mehr als im Jahr zuvor. Und das trotz einer Preiserhöhung von zwölf Prozent, die durch eine Steuererhöhung hervorgerufen wurde. Mehr als 200 000 Besucher nutzten in 2015 die Therme. Für Unmut sorgte die Abschaffung der 1,5-Stunden-Karte.

Die Kennzahlen für die Bad Schwartauer Geschäftsfelder haben sich aber nicht nur stabilisiert. Laut Jahresbilanz 2015 wurde sogar überall noch ein kleines Schippchen draufgelegt. So konnte die Belegung der Betten (180 Orthopädie und 85 Gynäkologie) um ein Prozent auf 94 Prozent gesteigert werden. Das macht auch ein Plus bei den behandelten Patienten von 4225 im Jahr 2014 auf 4417 in 2015.

Die nackten Zahlen stimmen also, aber noch viel höher wird von den Verantwortlichen die Patientenbewertung eingestuft. Mit einer Weiterempfehlungsquote von 95,7 Prozent und einer 1,5 Gesamtnote bei der Patientenbewertung hat die Klinik erneut Maßstäbe gesetzt. „Dieses Ergebnis kommt nicht von ungefähr. Wir arbeiten auch ständig daran“, sagt Standortmanager Stefan Meiser und berichtet von einem „kleinen Bewertungstief“ im Bereich Essen in der Mitte des vergangenen Jahres. „Da sind wir sofort aktiv geworden. Wir haben an mehreren Stellschrauben gedreht und das hat sich sogleich wieder positiv bei den Bewertungen ausgewirkt“, erklärt Meiser. So wurden unter anderem die Essenszeiten flexibilisiert und auch die Küchen-Crew hat sich untereinander abgestimmt. Neu eingeführt am Standort Bad Schwartau wurde auch, dass jeder Patient, der aufgenommen wird, auch eine Ernährungsberatung bekommt. Meiser: „Da wissen wir gleich, worauf geachtet werden muss und welche Vorlieben und Bedürfnisse es gibt.“

Die medizinischen Abteilungen arbeiten schon seit Jahren an der Belegungsgrenze. „Wir müssen unsere Auslastung nicht verbessern. Das eröffnet uns Möglichkeiten, auch in anderen Bereichen aktiv zu werden. In der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation schlagen wir ganz neue Wege ein“, berichtet Chefarzt Dr. Ingo Meßer. Einen eigenen Weg hat unlängst auch die Gynäkologie-Abteilung von Chefärztin Carola Basse eingeschlagen. Insbesondere in der Rehabilitation der Patientinnen mit Endometriose (Gebärmutter-Erkrankung) hat man sich ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Mittlerweile haben zwei Kliniken in Deutschland nachgezogen, aber die Röpersberg-Klinik in Ratzeburg wird weniger als Konkurrenz gesehen. Schneider: „Wir planen mit der Ratzeburger Klinik eine wissenschaftliche Zusammenarbeit.“

Um auch künftig in der oberen Liga der Reha-Kliniken mitspielen zu können, stehen in 2016 Investitionen von rund zwei Millionen Euro an. Nach der jüngsten Frischzellenkur in der Gynäkologie, die jetzt wesentlich freundlicher und heller erscheint, sollen nun weitere Zimmer für rund 90 000 Euro neu gestaltet und möbliert werden. Ferner steht in 2016 die Erweiterung der Ergotherapie (rund 50

000 Euro) sowie die Erneuerung einer Heizungsanlage für 50000 Euro als größere Investionen auf den Plan. Für rund 150000 Euro soll zudem der Sauna-Bereich in der Holstein Therme um eine Eiskabine erweitert werden. Schneider: „So eine Kabine ist im Norden eine absolute Besonderheit.“

Sebastian Prey

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