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Bad Schwartau Auf Überraschungstour mit der Bürgermeisterin
Lokales Bad Schwartau Auf Überraschungstour mit der Bürgermeisterin
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20:24 03.07.2013
Von Doreen Dankert
VisiConsult-Projektleiter Frank-Michael Sobieski erklärt den Besuchern, wie die mobile Röntgen-Sicherheitstechnik funktioniert. Die Kisten vorne kommen gerade aus dem Einsatz der Bundeswehr-Bombenentschärfer in Afghanistan. In Stockelsdorf wird die Technik erneuert. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Reisen bildet ungemein. Selbst wenn es nicht hinaus geht in die große weite Welt, sondern „nur“ einmal quer durch die Gemeinde, in der man lebt. In diesem Fall ist es eine Tour durch die Großgemeinde Stockelsdorf — die alljährliche Gemeinderundfahrt, zu der Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann Senioren einlädt. Eine Sache steht immer schon fest lange bevor überhaupt die bis zuletzt geheime Route für die Reisenden feststeht: Die Tour wird ausgebucht sein. Kaum etwas im Veranstaltungskalender der Gemeinde erfreut sich bei den Senioren so großer Beliebtheit wie die Gemeinderundfahrt. Zum einen, weil die Etappenziele eine Überraschung sind. Und zum anderen, weil die Teilnehmer dieser Bustour in der Tat Neues erfahren und dabei noch seltene Blicke hinter die Kulissen der einen oder anderen Firma werfen dürfen. So wie zum Beispiel bei VisiConsult, einer Firma, angesiedelt im Brandenbrooker Weg, die Weltmarktführer auf dem Gebiet mobiler Röntgentechnik ist. Firmenchef Hajo Schulenburg war der Bitte von Brigitte Rahlf-Behrmann gerne nachgekommen, den Senioren die Firma zu zeigen und zu erläutern, was VisiConsult eigentlich genau macht.

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Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann (rechts) war gestern Reiseleiterin bei der jährlich stattfindenden Gemeinderundfahrt.

Schulenburg war dennoch etwas überrascht von der Größe der Gruppe — 62 Damen und Herren an der Zahl. „Das ist dann wohl ein großer Bus“, stellte Schulenburg fest. Recht hatte er. Was er aber nicht wusste, ist, dass es sogar 170 Bewerber für diese Gemeinderundfahrt gab, die diesmal durch das neue Baugebiet Brinkenholz, zur Feuerwehr Mori, ins Herrenhaus zum Mittagessen, zur „Stoffwerkerin“ nach Curau, zum Sonnenhaus und der Doerpskaat in Obernwohlde führte.

Zurück zu VisiConsult. Hier haben die Besucher unter anderem erfahren, wie mobile Röntgengeräte zur Bombenentschärfung funktionieren und dass die tragbaren High-Tech-Geräte aus Stockelsdorf weltweit eingesetzt werden. Von den Leibwächtern des Scheichs von Abu Dhabi zum Beispiel oder der Bundeswehr in Afghanistan. Und bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien wird auch Sicherheitstechnik made in Stockelsdorf vor Ort sein, um dabei zu helfen, Bomben zu finden, bevor sie explodieren.

„Das ist ja sagenhaft, was die hier für eine Technik haben“, staunte Karin Evers (76), aus Eckhorst, „das wusste ich gar nicht, aber Sicherheit ist immer gut.“

Nicht weniger begeistert von den VisiConsult-Produkten war Hella Ehlers (85) aus Stockelsdorf, die sich bei der Vorführung der Technik noch gut an den — wie sich herausstellte falschen — Bombenalarm wegen eines herrenlosen Koffers vor der Kita „Zum Guten Hirten“ vor wenigen Monaten erinnerte. Auch hier kam Röntgentechnik zum Einsatz. „Das ist gut, dass sowas gebaut wird“, so Hella Ehlers, „damit sie die Banditen kriegen.“

Das Kontrastprogramm zur Technik lieferte die „Stoffwerkerin“ Elisabeth Fenske mit ihren textilen Filz-Kreationen in ihrem Laden auf dem Spatzenhof in Curau. „Das sieht ja wirklich ganz toll aus“, schwärmte Annemarie Jäger (71). Gerne würde sie im nächsten Jahr auch wieder die Tour mitmachen. Aber die Chancen stehen schlecht, denn 2014 sind erst einmal die dran, die diesmal auf der Warteliste ausharren mussten.

„Das ist gut, dass man solche Sicherheitstechnik baut, damit man die

Banditen kriegt.“
Hella Ehlers (85)

Doreen Dankert

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