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Bad Schwartau Auf der Pirsch nach Kuriositäten in Flora und Fauna
Lokales Bad Schwartau Auf der Pirsch nach Kuriositäten in Flora und Fauna
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18:19 23.08.2016

Stadtjäger Gert Kayser hat jetzt das Programm beim Monatstreffen der Landsmannschaft der Ostpreußen bestritten. Der Naturexperte hat in den Räumen der Awo über Kurioses aus der Tier- und Pflanzenwelt gesprochen. Bereits im vorigen Jahr hat Kayser bei den Ostpreußen für beste Unterhaltung gesorgt, als er über seine hiesigen Tiererlebnisse und Einsätze berichtete. Diesmal entführte der Referent seine zahlreichen Zuhörer in ferne Länder. Kayser berichtete so interessant, dass nach 60 Minuten noch lange nicht Schluss war. So dass er immer noch ein paar „Zugaben“ geben musste.

Mit einem präparierten Kugelfisch konnte Referent Gert Kayser seine Zuhörer zusätzlich beeindrucken. Quelle: Dankert

Umwelt- und Tierfreund Kayser berichtete unter anderem über Pflanzen, die keine Ohren haben, aber auf Schall oder Fressfeinde reagieren können. Neu war auch bei vielen Zuhörern, dass eine Schmuckbaumnatter 100 Meter weit fliegen kann. „Durch eine Rippenumstellung und eine Verbreiterung der Haut ist dieses Flugmanöver erst möglich“, so Kayser. Für ungläubiges Staunen sorgte auch die Vorgehensweise einer australischen Hühnerart. In weichen Sand scharrt das Huhn eine drei Meter breite und ein Meter tiefe Mulde, die mit Blättern und Ästen gefüllt wird. Nun braucht das Huhn nur auf den Regen zu warten, damit in der Grube eine Temperatur von 34 Grad erreicht wird. Dann wird das Ei gelegt und wieder mit Sand abgedeckt. Kayser: „Jeden Tag prüft das Huhn dann mit dem Schnabel, ob die 34 Grad gehalten werden. Steigt die Temperatur etwas wird die Mulde ein wenig geöffnet, fällt sie kommt eine neue Sandschicht drauf. Diese Hühner verfügen also über eine Art eingebautes Thermometer.“

In der Folge sprach Kayser über den Eingeweidefisch, der in einer Seegurke lebt, über Geisterkrabben und Kofferfische, Hirschkäfer und auch Mauersegler. Für Begeisterung sorgten auch Kaysers Ausführungen über die Ohren einer Schleiereule und die Flugkünste von Wanderfalken. Die Wanderfalken zählen weltweit zu den schnellsten Vögeln. Der Wanderfalke bringt es im Sturzflug auf eine Geschwindigkeit von über 340 Stundenkilometer. Um diese Geschwindigkeit zu erreichen, wird im Sturzflug sogar noch beschleunigt. Ähnlich beeindruckt zeigten sich die Zuhörer von Kaysers Ausführungen zum Thema Kugelfische, die sich bei Gefahr aufpumpen können. Das ruckartige Aufblähen soll auf Angreifer abschreckend wirken. Starke Ringmuskeln am Mageneingang verhindern das Rückfließen des Wassers. Die Stacheln, die sonst eng am Körper anliegen, stehen nun nach außen und fungieren als Widerhaken. Dadurch und durch die enorme Volumenvergrößerung ist es einem Raubtier fast unmöglich, den Kugelfisch zu verschlingen. Der Verzehr ist ohnehin nicht zu empfehlen, denn in Haut, Leber und Eierstöcken des Fisches befindet sich ein Nervengift. Dieses Nervengift lähmt die Opfer vollständig.

Bei der Zubereitung des Fischs ist also äußerste Vorsicht geboten.

Zum Abschluss des kurzweiligen Vortrags trug die Vorsitzende der Landsmannschaft, Regina Gronau, noch ein unterhaltsames Gedicht von Wilhelm Busch vor.

LN

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