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Bad Schwartau Auf die Baustelle folgt die Baustelle
Lokales Bad Schwartau Auf die Baustelle folgt die Baustelle
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20:41 05.12.2017
Jens Sommerburg vom Landesbetrieb Straßenbau erläutert die Baumaßnahmen, die für 2018/2019 an den Autobahnen 1 und 226 geplant sind. Quelle: Foto: Prey/ Grafik: Wenzel

Seit drei Wochen rollt der Verkehr auf der A 1 zwischen Lübeck-Zentrum und dem Autobahndreieck Bad Schwartau wieder auf drei Spuren. Auch die Anschlussstelle Bad Schwartau kann seitdem wieder genutzt werden. Seit gestern Abend ist nun auch die Zufahrt von der A 226 freigegeben. „Die Fahrbahn dort ist schon länger fertig, aber der Rückbau der Leitplanken und der Baustelleneinrichtung hat noch Zeit in Anspruch genommen“, sagt Jens Sommerburg. Der Leiter des zuständigen Landesbetriebs Straßenbau freut sich darüber, dass die Arbeiten genau im Zeitplan geblieben sind.

Endlich wieder freie Fahrt auf den Autobahnen 1 und 226 zwischen Bad Schwartau und Sereetz. Die insgesamt rund 68 Millionen Euro teure Baumaßnahme geht aber nur in die Pause. Ab März/April 2018 kommen schon die nächsten Engpässe in diesem Bereich.

11 Brückenbauwerke werden im kommenden Jahr an A 1 und A 226 zwischen Sereetz, Dänischburg und Bad Schwartau erneuert oder instandgesetzt.

In 2017 waren es nur vier.

Gedanklich ist Sommerburg aber schon bei den nächsten Maßnahmen, denn die haben es in sich. „Was die Brücken angeht, geht es 2018 erst richtig los – elf Brückenbauwerke werden erneuert oder instandgesetzt“, sagt Sommerburg. Zum Vergleich: In 2017 waren es nur vier – unter anderem die neuen Überbauten für die Brücken Tremser Teich und Elisabethstraße. Doch die Vielzahl der Brückenbauwerke (13) und Teilbauwerke (22) ist nicht das einzige, was die grundhafte Erneuerung der 4,9 Kilometer langen Fahrbahn einschließlich Lärmschutzmaßnahmen zwischen Bad Schwartau und Sereetz zu einer Herausforderung werden lässt.

Ab März 2018 wird nun die Richtungsfahrbahn Süden in Angriff genommen – von Sereetzer Feld bis Vorwerker Straße. „Das sind Arbeiten, die bis ins Jahr 2019 andauern werden“, kündigt Sommerburg an. Ein Grund dafür ist, dass die Anschlussstellen Sereetz und Bad Schwartau in Richtung Süden gesperrt werden müssen. „Das geht natürlich nicht zeitgleich. Wir müssen die Ausweichverkehre organisieren“, erklärt Sommerburg. Die Sperrung der Anschlussstelle Sereetz ist von März bis Dezember 2018 geplant. Als Umleitung ist die Anschlussstelle Ratekau in Richtung Bad Schwartau und Dänischburg vorgesehen. Die Sperrung der Anschlussstelle Bad Schwartau ist dann erst 2019 an der Reihe.

Parallel zu den Arbeiten an der A 1 wird in 2018 auch wieder an der A 226 gearbeitet. So wird die Richtungsfahrbahn nach Travemünde vom Autobahndreieck Bad Schwartau bis zur Anschlussstelle Dänischburg ab April komplett gesperrt. „Bis zur Travemünder Woche Mitte Juli soll der Verkehr aber wieder rollen“, erläutert Sommerburg. Dass es an A 226 wieder zu so massiven Behinderungen kommt wie diesen Sommer, damit rechnet Sommerburg nicht. „Ausfädeln ist immer leichter als einfädeln. Außerdem wird es nicht so extreme Pulkverkehre durch Lastwagen geben, die gerade mit einer Fähre in Travemünde angekommen sind. Auf dem Weg zur Fähre kommt der Verkehr in der Regel nicht so geballt“, so Sommerburg. Allerdings ist die Umleitung auch nicht ohne. Sie sieht vor, dass der Verkehr dann über die Anschlussstelle Sereetz und die L 181 wieder zur A-226-Auffahrt nach Dänischburg geführt wird. Damit die Anschlussstelle Sereetz diese Menge an Verkehr überhaupt aufnehmen kann, wird auch die dortige Auffahrt in Richtung Puttgarden benötigt. Der auffahrende Verkehr gen Norden wird dann über die L 181 zur Anschlussstelle nach Ratekau geleitet. „Es ist wahrlich kein alltägliches Projekt, was die Verkehrsführungen angeht“, sagt Sommerburg.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen, die der Bund vollständig finanziert, soll der Verkehr ab 2020 komplett über einen lärmmindernden offenporigen Asphalt rollen. Zudem sind in dem gesamten Streckenabschnitt bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzwände verbaut worden. Sommerburg: „Der Lärm ist jetzt schon spürbar weniger geworden, aber die volle Wirkung der Lärmschutzmaßnahmen wird erst nach der Fertigstellung in 2020 zum Tragen kommen.“

Sebastian Prey

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