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Bad Schwartau Auf die alten Zeiten mit Kaffee, Kuchen und Rumtopf
Lokales Bad Schwartau Auf die alten Zeiten mit Kaffee, Kuchen und Rumtopf
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18:30 15.10.2016
Alkohol ist am Leibniz-Gymnasium verboten. Da das Treffen der Ehemaligen in ihrer alten Schule nicht als Schulveranstaltung galt, durften die Teilnehmer des Treffen trotzdem mit einem Gläschen in einem Klassenraum anstoßen. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Zurück zu den Wurzeln. Ein bisschen war das so, als sich jetzt die Ehemaligen der Oberprima vom Leibniz-Gymnasium 50 Jahre nach ihrem Abitur wiedertrafen.

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50 Jahre nach dem Abitur trafen sich ehemalige Schüler der Oberprima des Leibniz-Gymnasiums und schwelgten in Erinnerungen.

„Dass das immer weniger wurde im Rumtopf, das hat keiner mitgekriegt.“Dietrich Klindwort, ehemaliger Leibnizer

Zehn an der Zahl sind der Einladung des Organisators Joachim Schultze zu diesem Treffen gefolgt – unter anderem auch zu einem Besuch der ehemaligen Schule. Neun Herren und eine Dame, inzwischen alle Ende 60. Zwei Klassen mit insgesamt 30 Schülern waren sie damals. Eine männlich dominierte Angelegenheit war das seinerzeit, denn es haben damals nur eine Handvoll junge Frauen die Schulbank fürs Abi gedrückt.

„Einige von den Ehemaligen sind schon nicht mehr unter uns“, so Schultze, „und manche sind einfach verhindert oder so gesundheitlich angeschlagen, dass sie nicht kommen können.“

Aber die, die da waren, haben schon allein wegen der lustigen Geschichten von damals für gute Stimmung gesorgt. Heinz Scheel, der nach dem Abi den Weg des Pharma-Experten eingeschlagen und für mehrere Jahre im Ausland gearbeitet hat, erinnerte an den Erdkundekundelehrer Dr. Karl Zeiss und seine Künste beim Einparken. „Wenn der morgens mit dem Auto angekommen ist, haben erst mal alle draußen gestanden und beobachtet, wie der einparkt. Das war lustig, denn einparken konnte der nicht.“

Und Reinhard Wiegers, aus dem ein promovierter Arzt geworden ist, hat grinsend verraten, dass er „in Physik total schlecht war“. Vornote Vier, Prüfungsklausur Zwei, auf dem Zeugnis eine Drei.

Zur Prüfung sei man damals mit Anzug und Krawatte aufgekreuzt. „Das war keine Pflicht“, so Dietrich Klindwort, „aber das hatte so eine Bedeutung, dass es selbstverständlich war, dass man da anständig gekleidet erschienen ist.“

Auch Oberstufenleiter Andreas Matthiae, der sich bereit erklärt hatte, die ehemaligen Pennäler durch das Leibniz-Gymnasium zu führen, war amüsiert von diesen Geschichten und dem einen oder anderen Geheimnis, das nun vielleicht ein halbes Jahrhundert später ans Tageslicht kommt. Da ist zum Beispiel die Sache mit den Lerngruppen. Wenn man sich zu Hause bei Joachim Steinhagen traf, gab es dort Kaffee und Kuchen. Dafür hat dann Mutter Steinhagen gesorgt. Wenn man aber zum Pauken ins Haus Klindwort kam, gab’s immer heimlich was aus dem Rumtopf. „Ja, das war immer eine gute Adresse“, lacht Heinz Scheel. Ob den Schwund aus dem Rumtopf denn nie einer bemerkt hat? „Nein“, so Apotheker Klindwort grinsend, „wir waren so viele zu Hause, da hat das keiner mitbekommen.“

Die weiteste Anreise hatte übrigens Jürgen Markmann, der seit 37 Jahren in der Schweiz lebt.

Doreen Dankert

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