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Bad Schwartau Aufatmen bei Bauherren im Pönitzer Ruschkamp-Gebiet
Lokales Bad Schwartau Aufatmen bei Bauherren im Pönitzer Ruschkamp-Gebiet
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20:33 16.01.2017

Das neue Jahr brachte gute Nachrichten für die 72 Familien, die im Neubaugebiet „Östlich Ruschkamp“ in Pönitz bauen wollen. Nach Monaten voller Ungewissheit und finanzieller Befürchtungen sehen sie nach einem sogenannten Abstimmungsgespräch optimistischer in die Zukunft. „Uns sind große Steine von den Herzen gefallen. Jetzt ist ein Ablaufplan deutlich, und ein Zeitfenster sichtbar“, sagt Chris Radtke, einer der Sprecher einer Interessengemeinschaft (IG) der Bauwilligen, über das Gesprächsergebnis. Der 43-Jährige aus Bad Schwartau hofft, dass mit dem Bau der Häuser nun in diesem Sommer begonnen werden kann. „Und vielleicht können wir dann Weihnachten dort feiern“, sagt er.

An dem Treffen nahmen Vertreter der Gemeinde Scharbeutz, der Interessengemeinschaft der Bauherren sowie der in Herford ansässigen Werretal Urbanisations GmbH als Erschließungsunternehmen teil. Alle drei Parteien und ihre jeweiligen Anwälte berieten zunächst in großer Runde. Danach suchten dann die Vertreter der IG und die der Baufirma nach weiteren Lösungen aus der verfahrenen Situation.

Der Scharbeutzer Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) bewertete das Treffen als „positives und zielführendes Gespräch“. Alle Teilnehmer seien jetzt auf demselben Wissensstand. Die Baustraße, so äußerten sich Planer, könne bei entsprechender Witterung bis Ende März oder Anfang April fertig werden. Auch für das Pumpwerk, das für die Ver- und Entsorgung der Häuser notwendig sei, zeichne sich eine Lösung ab, sagt Owerien. Zunächst werde ermittelt, wie viele Wohneinheiten zusätzlich an das alte Pumpwerk angeschlossen werden können und dann werde geklärt, wann das neue Pumpwerk der ZVO Energie GmbH fertig sein könne.

Jetzt könnten Bauanträge bei der Gemeinde eingereicht werden, kündigt Owerien an. Und sobald die Verwaltung „eine gesicherte Erschließung“ sehe, werde sie diese an den Kreis weiterleiten.

Werretal-Geschäftsführer Udo R. Helling begrüßte die Ankündigung, Bauanträge annehmen und bearbeiten zu wollen. Zur seit Monaten heftig umstrittenen Breite der Erschließungsstraße von 7,75

Metern und zu den aus Sicht der Gemeinde noch fehlenden 20 Zentimetern sagte er auf LN-Anfrage: „Wir haben uns auf eine Lösung verständigt, die im Prinzip der Forderung des Bürgermeisters entspricht.“ Unter der Voraussetzung, dass alle Käufer mitmachen, werde die Straße neu vermessen. Die Kosten dafür übernehme die Werretal GmbH, kündigt Helling an. Allerdings stellt der Geschäftsführer klar: „Auch wir werden auf Einhaltung des Vertrages drängen.“

Die Werretal GmbH habe die ganze Zeit über das Areal weiter erschlossen, so dass es jetzt die Möglichkeit gebe, weiterzumachen. „Jetzt ist endlich die Straßenbreite vom Tisch“, sagt Chris Radtke.

Auch diese Nachricht hätten die IG-Sprecher sofort per WhatsApp an die anderen IG-Mitglieder weitergegeben. „Es gab viel Freude und Euphorie“, beschreibt der 43-Jährige die Emotionen.

Nachdem die Häuser nach ersten Plänen schon zu Weihnachten 2016 fertig sein sollten, wurden von den Bauherren in den vergangenen Monaten hohe Bereitstellungszinsen verlangt. Es sei großer wirtschaftlicher Schaden entstanden. „Ich bin froh, dass die ganze Angelegenheit zwischen der Gemeinde und Werretal nicht vor Gericht gelandet ist. Das hätte weitere Monate und vielleicht Jahre in Anspruch genommen“, sagt Radtke. Der Runde Tisch, den der IG-Anwalt vorgeschlagen habe, sei da schon der bessere Weg gewesen.

Christina Düvell-Veen

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