Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Bad Schwartau entwickelt einen „Aktionsplan Inklusion“
Lokales Bad Schwartau Bad Schwartau entwickelt einen „Aktionsplan Inklusion“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:45 12.05.2016
Lena Middendorf, Susanne Voß und Bürgermeister Gerd Schuberth (v.l.) machen sich stark für eine barrierefreie Stadt. Quelle: Sebastian Prey

In Sachen Barrierefreiheit gibt es immer etwas zu tun. In Bad Schwartau hat man sich diesem Thema bei der Umgestaltung der Markttwiete oder bei der geplanten Modernisierung des Zobs schon intensiv gewidmet. Damit hat die Stadt aber noch lange nicht alle Hausaufgaben erledigt. „Es gibt nicht nur die Innenstadt. Barrierefreiheit beschränkt sich ja nicht nur auf bauliche Veränderungen“, sagt Lena Middendorf von der Lebenshilfe Ostholstein, die auch für das Projekt „Ostholstein erlebbar für alle – Bereit für Inklusion und Barrierefreiheit“

Anmeldung erwünscht

3 Themenschwerpunkte gibt es am Donnerstag, 19. Mai, ab 18 Uhr in der Krummlandhalle: 1. Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, 2. Wohnen und Versorgung, 3. Freizeit, Sport und Kultur. Aus organisatorischen Gründen wird möglichst um eine Anmeldung im Rathaus bei Anja Brandes gebeten unter Telefon 0451/20002423 oder per E-Mail an anja.brande@bad-schwartau.de

verantwortlich zeichnet.

Um das Thema Inklusion weiter voranzutreiben, soll jetzt ein Aktionsplan entwickelt werden. Die Grundlage dafür soll am kommenden Donnerstag, 19. Mai, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung ab 18 Uhr in der Krummlandhalle geschaffen werden. „Wir brauchen dafür die Bad Schwartauer als Experten“, sagt Middendorf. Bei der Zusammenkunft sollen Vorschläge zur Barrierefreiheit gesammelt werden, die am Ende in einen Aktionsplan münden. Bürgermeister Gerd Schuberth begrüßt nicht nur die Initiative. „Ich werde auch dabei sein“, sagt Schuberth, der jüngst gemeinsam mit allen Rathausmitarbeitern an einer Schulungsveranstaltung der Lebenshilfe teilgenommen hat. „Das war schon beeindruckend“, so Schuberth. Mit einer Simulationsbrille ging es dabei unter anderem durch das Rathaus. „Obwohl die Mitarbeiter schon seit Jahren hier arbeiten, konnten sie sich nicht zurechtfinden. Einige sind sogar im Kreis gelaufen“, berichtet Middendorf, die auf eine große Resonanz hofft, denn es geht bei dem Treffen in der Krummlandhalle nicht nur um eine Ideensammlung, sondern auch um Informationen und ums Netzwerken. Welche Restaurants in der Stadt sind barrierefrei? Welche Orientierungshilfen gibt es für blinde Menschen in der Stadt? Wo sind die schlimmsten Hindernisse für Rollstuhlfahrer oder Rollatornutzer? Wer kennt jemanden, der Gebärdensprache kann? Das sind nur einige Fragen, die an diesem Tag behandelt werden. Lebenshilfe-Vorstand Susanne Voß: „Es ist uns auch wichtig, dass die Geschäftswelt und auch Vereine sich beteiligen.“

 Sebastian Prey

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige