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Bad Schwartau Bad Schwartauerin fährt zur Rhönrad-WM nach Chicago
Lokales Bad Schwartau Bad Schwartauerin fährt zur Rhönrad-WM nach Chicago
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21:26 24.06.2013
Von Sebastian Prey
Bundeskampfrichterin Sabine Mondsech bewertet die Trainingseinheit von Julia Kiehn und Janika Schreiber. Quelle: Fotos: S.Prey

Große Ehre für Sabine Mondsech. Die 50-Jährige vom VfL Bad Schwartau fliegt diese Woche in die USA zur Weltmeisterschaft (WM) der Rhönradturner. Der Deutsche Turnerbund (DTB) hat Sabine Mondsech für die WM als Kampfrichterin nominiert. „Natürlich bin ich auch ein wenig aufgeregt“, gibt die Bad Schwartauerin freimütig zu. Als einzige offizielle Bundeswettkampfrichterin in den Reihen des VfL verfügt sie zwar schon über viel Erfahrung. „Ich war schon häufig auf Bundesebene im Einsatz. Internationale Wettkämpfe sind aber schon eine etwas andere Nummer“, sagt die Bankkauffrau. „In anderen Ländern, insbesondere in Asien oder Nordamerika, werden zum Teil auch ganz andere Elemente geturnt“, weiß Mondsech. Da es den Wettkampfrichtern aus anderen Nationen in dieser Hinsicht ähnlich geht, gibt es für alle noch vor Beginn der Titelkämpfe eine dreitägige Schulung.

In den vergangenen Wochen hat Sabine Mondsech zur Vorbereitung auf das Großereignis schon ein wenig ihr Englisch aufgefrischt. „Es ist schon wichtig, dass die Kommunikation mit den anderen Kampfrichterkollegen klappt“, sagt Sabine Mondsech, die ihre Liebe zum Rhönradturnen relativ spät entdeckt hat. Erst mit 25 Jahren hat sie sich der eher exotischen Sportart verschrieben. „Bei einer VfL-Sportgala habe ich die Rhönradturner erstmals in Aktion gesehen. Das hat mich sofort fasziniert“, so Mondsech, die selbst auch an Wettkämpfen in den „unteren Leistungsklassen“ teilnimmt. „Dieser Sport ist so ästhetisch“, gerät Mondsech sogleich beim Blick auf Julia Kiehn und Janika Schreiber, die gerade auf einem Rhönrad durch die Rudolf-Harbig-Halle turnen, ins Schwärmen. Als Kampfrichterin bewertet Übungsleiterin Mondsech unter anderem Haltung, Musikalität, Schwierigkeitsgrade und achtet auf die Einhaltung der Mindestvorgaben.

Bei den Titelkämpfen in Chicago werden 25 Nationen mit etwa 150 Teilnehmern an den Start gehen. Aus Deutschland werden sieben Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren und jeweils sechs Erwachsene Rhönradturner und Monowheeler teilnehmen. Zur Delegation gehören zudem drei Trainer und fünf Kampfrichter. Viele von ihnen lassen sich die Fahrt auch etwas kosten, denn vom DTB gibt es nur einen Zuschuss für die Unterkunft, der zwischen 250 und 500 Euro liegt. Doch allein der Flug über den großen Teich kostet schon mehr als 1000 Euro. „Was Sabine Mondsech zeigt, ist wirklich großartiges ehrenamtliche Engagement“, so VfL-Finanzvorstand Olaf Nelle, der jetzt noch 100 Euro aus der Vereinskasse als Reisekosten-Zuschuss für Sabine Mondsech locker machte.

Turnfest

12 Teilnehmer aus der Rhönradabteilung hatte der VfL Bad Schwartau beim jüngsten Deutschen Turnfest am Start. In Mannheim nahmen sie an den unterschiedlichsten Wettkämpfen (getrennt nach Alter und Leistungsklassen) teil und zeigten, dass sie durchaus mit der Rhönradelite in Deutschland mithalten können. Besonders herauszuheben sind dabei die drei Bundesklasse-Turner, die im Rahmen des Turnfestes aufgrund ihrer Qualifikationen an den Deutschen Meisterschaften im Rhönradturnen teilnehmen durften: Celine Broderius, Lena Harkämper und Kevin Kelm. Kevin schaffte mit Platz zwei sogar den Sprung aufs Treppchen. Celine und Lena hatte es in dem wesentlich größeren Juniorinnen-Klassement deutlich schwieriger und konnten sich nicht unter den ersten zehn platzieren.

Laut Übungsleiterin Sabine Mondsech hat das Turnfest eines ganz sicher gezeigt: „Auf jeden Fall besitzen alle VfL-Teilnehmer Potential, sich im Deutschen Rhönrad weiter zu etablieren. Und wer weiß, was in zwei Jahren bis zur nächstenWeltmeisterschaft noch alles möglich ist.“

Sebastian Prey

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