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Bad Schwartau Bad Schwartaus Innenstadt soll noch schöner werden
Lokales Bad Schwartau Bad Schwartaus Innenstadt soll noch schöner werden
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20:10 28.08.2018
Dieter Witasik machte einige Diskussionsvorschläge, um die Innenstadt weiter aufzuwerten. Quelle: Foto: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Als Diskussionsgrundlage hat Dieter Witasik, der als Vertreter der ews group für das Stadtmarketing verantwortlich zeichnet, ein kleines Referat gehalten. „Die neue Innenstadt wird angenommen.

Rund fünf Millionen Euro hat die Stadt Bad Schwartau in die Umgestaltung der Innenstadt investiert. Um die Aufenthaltsqualität weiter zu steigern, hatte Bürgermeister Uwe Brinkmann Gewerbetreibende und Hauseigentümer für Montag zur Diskussion ins Rathaus geladen.

Mehr Lichter

Zur Weihnachtszeit sollen in der Innenstadt mehr Lichter leuchten – so der Plan der Verwaltung. Das neue Konzept kostet 100 000 Euro. Die Politik wird sich demnächst mit diesem Vorhaben befassen.

Es ist ein attraktiver Ort, der zum Verweilen einlädt. Das wollen wir gemeinsam weiter steigern. Was wir hier vorfinden, ist schon auf einem sehr hohen Niveau“, erklärte Witasik. Doch es gebe im Innenstadt-Bereich noch viel Steigerungs-Potenzial. Wo genau, das zeigte Witasik an einigen Fotos aus der Innenstadt. Auf den Bildern waren diverse Passantenstopper in den unterschiedlichsten Formen und Farben in der Markttwiete zu sehen. „Das kann man schon als Wildwuchs bezeichnen“, sagte Witasik. Er schlug vor, die Werbung zu vereinheitlichen. „Wir wäre es mit einer weiteren Werbesäule nach dem Vorbild der E-Ladestationen mit bewegten Bildern?“ fragte Witasik. Ein Vorschlag, der bei den knapp 40 Anwesenden auf wenig Gegenliebe stieß.

„Der Effekt an anderer Stelle als direkt vor dem eigenen Geschäft zu werben, ist nicht der selbe“, sagte Thomas Rupp, Expansionsleiter bei der Stadtbäckerei Junge. Ralf Cordts von der gleichnamigen Fleischerei mit Feinkost gab zudem zu bedenken, dass seine Werbetafel in der Markttwiete täglich mit neuen Angeboten bestückt werde. Grundsätzlich zeigten sich die Gewerbetreibenden gesprächsbereit, bei einer Annäherung der Gestaltung der Passantenstopper. „Wir wollen auch keine Gleichmacherei, sondern nur einen einheitlichen Kanon. Wenn wir das hinbekommen, dass alle mit einem einheitlichen Rahmen werben, ist schon viel erreicht“, sagte Witasik zufrieden.

Nachgebessert werden muss auch bei der Präsentation von Waren vor den Geschäften. Witasik kritisierte, dass einige Schaufenster komplett mit Warenangeboten zugestellt seien. „Das ist im Grunde keine Warenpräsentation mehr, sondern schon eine Verkaufsflächenerweiterung“, monierte Bürgermeister Uwe Brinkmann, der sich diesbezüglich für ganz verbindliche Regeln aussprach. Um die Ortsbildqualität und damit auch die Aufenthaltsqualität zu steigern, sollen künftig in der Innenstadt nur noch große Sonnenschirme in Rot, Beige oder Grün ohne Werbeschriften aufgestellt werden. Zudem sollen Tische und Stühle in der Außengastronomie einem bestimmten Erscheinungsbild entsprechen. „Es geht nicht um eine Vereinheitlichung, sondern um einen gewissen Kanon von unterschiedlichen Materialien“, betonte Brinkmann.

Die Ergebnisse sollen am Ende in einer Gestaltungssatzung sowie Gestaltungsrichtlinie münden. Mit der Ausarbeitung wurde Rechtsanwalt Mirko Schönfeldt, der die Diskussion verfolgte, beauftragt. „Wir wollen verbindliche Regeln für einen attraktiven öffentlichen Raum. Einzelhandel und Gastronomie sollen sich aber weiter entfalten können“, erklärte Brinkmann. Aus Sicht von Dieter Witasik ist man diesem Ziel einen Schritt nähergekommen. „Es gibt eine konkrete Basis, die Verwaltung und Gewerbetreibende entwickelt haben.“

Von Sebastian Prey

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