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Bad Schwartau Bad Schwartaus Museum bleibt offen für Theater, Konzerte und Vorträge
Lokales Bad Schwartau Bad Schwartaus Museum bleibt offen für Theater, Konzerte und Vorträge
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20:52 08.03.2018

Der Ausschussvorsitzende Jürgen Habenicht (CDU) brachte es am Ende auf den Punkt. „Wir haben an dieser Stelle noch nie so lange um ein Thema gestritten, wie um das Museum, was keiner von uns nutzte“, sagte Habenicht und machte damit die ganze Misere um das städtische Museum deutlich. Jahrelang wurde die Einrichtung offensichtlich von Politik und Verwaltung vernachlässigt.

Mit dem Ausscheiden von Victor Kaczkowski wird das Museum der Stadt Bad Schwartau nun zum Monatsende geschlossen. Entsprechend hat Bürgermeister Uwe Brinkmann unlängst die Räumung des Gebäudes in der Schillerstraße angeordnet. Das vorzeitige Ende des Museums haben aus Sicht der SPD-Fraktion, CDU, WBS und Grüne zu verantworten, weil sie durch einen Haushaltsstukturbeschluss eine rechtzeitige Wiederbesetzung der Stelle des Museumsleiters verhindern. „Wer soll denn das Museum machen, wenn wir keine Stelle dafür haben“, erklärte SPD-Fraktionschef Hans Tylinski und forderte, umgehend die Wiederbesetzungssperre aufzuheben. Kathrin Faasch (Grüne) und Jörg-Reiner Zacharias (WBS) betonten abermals, dass es keinen politischen Beschluss zur Schließung gebe. Ellen Brümmer von der CDU erklärte: „Nur, weil eine Stelle gesperrt ist, ist das kein Grund, das Museum räumen zu lassen und die ehrenamtlich Kulturschaffenden in der Stadt ohne Vorwarnung vor die Tür zu setzen.“

Laut Bürgermeister Brinkmann (parteilos) habe er sehr wohl das Gespräch mit den Kulturschaffenden gesucht und insbesondere den Theaterleuten alternative Veranstaltungsorte vorgeschlagen. „Wer etwas anderes behauptet, ist böswillig und falsch“, erklärte Brinkmann. Aus seiner Sicht seien die Krummlandhalle und GaM-Mensa grundsätzlich besser als Veranstaltungsorte geeignet. Wenn die Politik aber den Wunsch äußere, das Museum für Vorträge, Konzerte und Theater offenzuhalten, werde das auch geschehen. „Wir als Verwaltung führen ja nur die Beschlüsse der Politik aus“, sagte Brinkmann.

Allerdings seien die politischen Beschlüsse zum Museum und einem möglichen Umzug ins Amtsgericht-Gebäude nicht stringent. Er forderte zudem die Selbstverwaltung dazu auf, die Einrichtung in der Schillerstraße differenziert zu sehen – als Veranstaltungsort und als Museum.

Er habe sich intensiv mit dem Haus, das in der Bewirtschaftung im Jahr rund 70 000 Euro kostet, beschäftigt. Demgegenüber stehen beim Museum Einnahmen von 700 Euro. Aus seiner Sicht müsse das Museum damit grundsätzlich auf den Prüfstand, denn in dem Gebäude finde man nicht nur Kunst, sondern auch viel Sperrmüll. Das Haus in der Schillerstraße für den Museumsbetrieb offenzuhalten, sei aus seiner Sicht wenig sinnvoll. „Es gibt dort Schimmel und Feuchtigkeitsschäden, die zu beheben, wird einen sechsstelligen Betrag kosten“, erklärte Brinkmann, der dafür warb, schnellstmöglich die Stelle eines Museums- und Kulturmanagers auszuschreiben, um mit einer konzeptionellen Neuausrichtung beginnen zu können. Das entsprechende Stellenprofil haben Politik und Verwaltung bereits gemeinsam erarbeitet.

Einstimmig beschloss der Hauptausschuss, das Museum als Veranstaltungsort weiter offen zu halten. Die Personal-Besetzungssperre wird vermutlich bei der Stadtvertretersitzung am 22. März aufgehoben.

Zuvor soll aber noch die Arbeitsgruppe Haushaltskonsolidierung mit Vertretern aller Fraktionen zusammenkommen.

Von Sebastian Prey

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