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Bad Schwartau Bahntrasse: Wird Bad Schwartau künftig eine geteilte Stadt?
Lokales Bad Schwartau Bahntrasse: Wird Bad Schwartau künftig eine geteilte Stadt?
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11:21 12.10.2012
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Ostholstein

Die geplante Hinterlandanbindung des Fehmarnbelttunnels hat für Bad Schwartau möglicherweise schwere Konsequenzen. „Da rollt einiges auf uns zu“, sagt Bauamtsleiter Maik Lindemann. In Kürze will die Verwaltung einen Informationsabend veranstalten, um die Bevölkerung über die derzeit favorisierten Pläne der Bahn zu informieren. Die Veranstaltung wird voraussichtlich am Donnerstag, 15. November, ab 18 Uhr in der Krummlandhalle stattfinden.„Man kann davon ausgehen, dass die Halle voll wird“, sagt Bürgermeister Gerd Schuberth. Die Pläne der Bahn haben es nämlich in sich. Das wachsende Aufkommen von täglich 75 Güterzügen mit einer Länge von über 800 Metern soll ab 2025 nämlich über die Bestandstrasse verlaufen. Die Folge: Die Schließzeiten am Bahnübergang Kaltenhöfer Straße werden sich mehr als verdoppeln. Zudem sollen bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzwände errichtet werden. Landrat Reinhard Sager: „Sechs Meter hohe Lärmschutzwände im Stadtgebiet sind nicht wirklich eine gute Lösung.“ Das sieht Bürgermeister Schuberth ähnlich. „Wir werden diese Pläne nicht einfach hinnehmen und weiter daran arbeiten, dass die X-Trasse kommt“, so Schuberth. Dadurch würden die Güterzüge nicht durch Bad Schwartau, dafür aber durchs lübsche Dänischburg rauschen.Auch sehen die Planungen der Bahn keine Lösung für den Bahnübergang Kaltenhöfer Straße vor. In den Plänen ist keine Über- oder Unterführung angedacht. „Auch wenn die Güterzüge überwiegend nachts fahren sollen. Die Schließzeiten wären unzumutbar, denn die Züge sind sehr, sehr lang“, erklärt Schuberth. Möglichkeiten, eine Unter- oder Überführung der Gleise an dieser Stelle zu schaffen, sind laut Bauamtsleiter Lindemann äußerst schwierig. „Die Topographie dort lässt dies praktisch kaum zu“, erklärt Lindemann. Unabhängig von den Kosten, die bei mindestens zwölf Millionen Euro liegen dürften und von denen die Stadt ein Drittel selbst tragen müsste, würde auf alle Fälle auch ein Stück Wald verloren gehen, warnt Schuberth weiter. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Ellen Brümmer erklärte unlängst bei einer Informationsveranstaltung, dass sich Politik und Verwaltung weiterhin nachdrücklich für den Schutz der Menschen an der Trasse vor Lärm einsetzen werden. „Sollte die Landesregierung die Bestandstrasse favorisieren, dann muss sie auch bereit sein, Finanzmittel für die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs in Kaltenhof zur Verfügung zu stellen, damit die Stadt in Zukunft nicht durch die langen Schließungszeiten des Bahnübergangs zerschnitten wird“, so Brümmer.Die Deutsche Bahn hat kürzlich die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren der Hinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung beim Land eingereicht. „Jetzt werden die Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft und dann können Stellungnahmen abgegeben werden. Darüber wollen wir bei dem anstehenden Informationsabend in der Krummlandhalle sprechen. Auch eine Vertreterin einer Hamburger Rechtsanwaltskanzlei wird mit dabei sein“, so Lindemann. Im Mai/Juni 2013 wird die Landesregierung voraussichtlich eine Empfehlung zur Trassenführung abgeben und ein Planfeststellungsverfahren in Gang setzen.

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