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Bad Schwartau Baptisten beten auf Bestellung
Lokales Bad Schwartau Baptisten beten auf Bestellung
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20:21 05.07.2013
Von Jennifer Binder
Pastor Thorsten May (2. v. l.) sowie Ubbo Heeren, Günter und Gunhild Kordak (Gebetsteam, v. l.) werben für das Projekt in der Kreuzkirche.

Not lehrt beten. So heißt es im Volksmund. Doch so simpel es klingen mag — Gott um etwas zu bitten, sei manchmal gar nicht so leicht, sagt Pastor Thorsten May. Deshalb hat die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Bad Schwartau jetzt einen Gebetsdienst ins Leben gerufen. Acht ehrenamtliche Helfer übernehmen auf Wunsch das Beten für diejenigen, die unsicher sind, wie sie das Gespräch mit Gott suchen sollen.

Das Konzept stammt ursprünglich vom Verein „ProChrist“; in der Passionszeit hatte der eine ähnliche Aktion übers Internet gestartet. „Wir fanden die Idee so zündend, dass wir das Angebot weiterführen wollten“, erzählt Thorsten May. Er räumt ein, dass das Ganze auf den ersten Blick „ein wenig verrückt“ erscheinen mag — er sei aber überzeugt davon, dass mit dem Projekt vielen Menschen geholfen werden könne.

Wer keine Erfahrung mit dem Beten habe, der wisse häufig nicht, wie er vorgehen solle, erläutert der Pastor. Das fange schon an mit der Frage, an welchem Ort er beten solle oder in welcher Haltung.

Und auch bei der Wortwahl herrsche bei vielen Menschen Unsicherheit. Mit ihrem neuen Angebot wollten die Baptisten diesen Menschen eine Möglichkeit bieten, sich trotzdem an Gott zu wenden, erklärt Thorsten May.

Laut Pastor May spielt es für die etwaige Wirkung eines Gebets keine Rolle, wer die Bitte formuliert. Gott wisse ohnehin, von wem der jeweilige Wunsch stamme, ist er überzeugt. Deshalb dürften sogar anonyme Schreiben abgegeben werden: „Wir müssen nicht unbedingt wissen, für wen wir beten.“

Auch Günter Kordak ist sich sicher, dass es unerheblich ist, wer ein bestimmtes Anliegen vorbringt. Er gehört zum Gebetsteam, wird künftig für die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Wünschen die Hände falten. Er selbst habe es schon mehrfach erlebt, dass seine Gebete erhört worden seien, erzählt der Bad Schwartauer. Ähnliches berichten auch die übrigen Ehrenamtler. Das sei auch ein Grund, weshalb sie sich in der Sache engagierten: Sie wüssten, dass Gebete helfen könnten, und wollten andere Menschen ermutigen, Gott ebenfalls um Unterstützung zu bitten.

Er könne nachvollziehen, dass der Glaube auf eine Probe gestellt werde, wenn Gebeten keine Reaktion folge, sagt Günter Kordak. „Manchmal ist das, was wir uns wünschen, aber einfach nicht in Gottes Sinn — oder auch gar nicht gut für uns“, sagt der Gebetshelfer, „da müssen wir ihm vertrauen.“ Eine Garantie gebe es natürlich nicht, betont auch Thorsten May. Wer bete, müsse sich darüber im Klaren sein, „dass Gottes Lösung vielleicht anders aussieht als das, was wir uns vorgestellt haben“. Entsprechend gebe es auch Grenzen: Für einen neuen Sportwagen oder das abendliche Fußballergebnis werde das Team eher nicht beten, stellt der Pastor schmunzelnd klar, „da ist Gott dann vielleicht doch der falsche Ansprechpartner“.

Und so geht‘s
Alle Anliegen landen bei Pastor Thorsten May. Er gibt die (ernst gemeinten) Bitten weiter an das Gebetsteam. Wer das neue Angebot nutzen möchte, kann sich telefonisch melden unter 04 51/214 61, per Post (Geibelstraße 18, 236 11 Bad Schwartau) oder übers Internet (www.efg-bad-schwartau.de). Ob er eine Rückmeldung haben möchte, entscheidet jeder selbst.

Jennifer Binder

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