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Bad Schwartau Barbara Schumann an der UWG-Spitze
Lokales Bad Schwartau Barbara Schumann an der UWG-Spitze
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19:20 14.03.2016

Karriere machen — das stand nie auf dem Plan von Barbara Maria Schumann. Und doch ist sie jetzt innerhalb der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) von Stockelsdorf an der Spitze angekommen. Seit Kurzem ist die 56-Jährige erste Vorsitzende der politischen Gruppierung in der Gemeinde. Dass das einmal so sein würde, hat sich „einfach so ergeben“, sagt Schumann. Sie übt gemeinsam mit Jürgen Scheel das Spitzenamt in der UWG aus. Scheel ist seit vielen Jahren erster Vorsitzender der UWG, doch in der Wählergemeinschaft wird immer im Doppelpack „regiert“.

Barbara Maria Schumann führt nun die Wählergemeinschaft gemeinsam mit Jürgen Scheel. Quelle: Doreen Dankert

„Das Leben ist zu kurz, um es sich durch schlechte Laune verderben zu lassen.“ Barbara Maria Schumann, Vorsitzende

„Unsere Doppelspitze Frau/Mann hat sich bewährt. Wir reden nicht über Gleichberechtigung, wir leben sie“, betont Fraktionssprecher Helmut Neu. Der Vorsitzende Jürgen Scheel würdigte die Verdienste der langjährigen Vorsitzenden Petra Baar, sie habe als „Frau der ersten Stunde“ den Geist der Wählergemeinschaft wesentlich mit geprägt.

Nachfolgerin Barbara Schumann ist seit zehn Jahren Mitglied, zuletzt war sie im Vorstand als Stellvertreterin aktiv. „Für mich gibt es gar keine andere Partei als Alternative“, erklärt sie, „da fehlt mir überall eine gewisse Ausgewogenheit“. Aber wer ist diese Frau, die unter anderem ihre Stimme für die UWG im Sozialausschuss der Gemeinde Stockelsdorf erhebt? Eigentlich stammt Barbara Maria Schumann aus Pinneberg. Als sie sechs Jahre als war, zog sie mit ihren Eltern nach Stockelsdorf — und ist seitdem dieser Region verhaftet. 1985 ist sie nach Eckhorst gezogen — ihrer großen Liebe wegen. Dann wurde auch schon bald die gemeinsame Tochter geboren. Ihren Beruf einer kaufmännischen Mitarbeiterin in einem großen Lübecker Unternehmen hat sie nach der Geburt des Kindes an den Nagel gehängt und kümmert sich fortan in erster Linie um Familie und Haus. Sie habe einfach das Glück, „so ein Leben zu führen, das mich einfach sehr glücklich macht“, gesteht die Lokalpolitikerin, „ich bin eine glückliche Hausfrau“. Auch wenn die Tochter inzwischen groß ist, so könne sie sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Abgesehen von ihren Ehrenämtern als Lokalpolitikerin und ihrer Mitwirkung im Eckhorster Dorfvorstand kümmert sich Barbara Maria Schumann um Haus, Hof, Pferd, die große Koppel und den Garten. „Da weiß man dann schon, was man getan sagt“, sagt sie und lacht.

Ohnehin strahlt sie eine gewissen Grundzufriedenheit aus. „Das Leben ist viel zu kurz und zu schade, um es sich durch schlechte Laune verderben zu lassen“, schmunzelt sie. Aber die 56-Jährige kann auch ernste Töne anschlagen: „Wir haben als UWG zwar nur etwas mehr als zehn Prozent der Stimmen in der Gemeindevertretung, aber man sollte kleine Parteien nicht unterschätzen. Auch wenn die in der Minderheit sind, können sie den einen oder anderen Stein trotzdem ins Rollen bringen.“

UWG lädt zum Spaziergang

Dieser Spaziergang, zu dem die UWG einlädt, dürfte insbesondere für jene Bürger interessant sein, die Anlieger von Straßen sind, die in den kommenden Jahren komplett saniert werden und somit Kosten gemäß der Straßenausbaubeitragssatzung verursachen.

Der Spaziergang, der am Sonnabend, 19. März, stattfindet, soll durch die Kolberger Straße und die Bergstraße gehen, zwei Straßen, die im vergangenen Jahr komplett neu ausgebaut wurden. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Gärtnerei Arndt in der Lohstraße.

Zur Herstellung, den Ausbau, die Erneuerung und den Umbau von vorhandenen Straßen, Wegen und Plätzen als öffentliche Einrichtung erhebt die Gemeinde von den Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern Straßenausbaubeiträge. Der Beitragsanteil variiert: bei reinen Anliegerstraßen betrage der Kostenanteil, den Anlieger zu zahlen haben, 75 Prozent, so der UWG-Fraktionssprecher Helmut Neu. Bei Straßen, die im wesentlichen dem durchgehenden innerörtlichen oder überörtlichen Durchgangsverkehr dienen, seien es 20 Prozent. Im Falle der Kolberger- und der Bergstraße — von der Verwaltung als „dem innerörtlichen Verkehr dienenden Straßen“ festgelegt — mussten anliegende Grundstückseigentümer 40 Prozent der Straßenausbaukosten tragen. Für so manchen Anlieger bedeutetet das eine eine Beteiligung von mehreren tausend Euro.

Bei einem gemeinsamen Spaziergang der UWG mit Anwohnern und interessierten Bürgern „wollen wir erfahren, wie es so gelaufen ist mit der Bürgerbeteiligung an den Planungen, dem technischen Ausbau und mit der Zufriedenheit der Betroffenen mit ihrer Straße“, so Helmut Neu.

Die UWG fordere schon seit Jahren, die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen auf den Prüfstand zu setzen. Die Erhebung sei aus UWG-Sicht ungerecht, weil sie Kosten für kommunale Infrastruktur den Anliegern aufbürde, so Neu. Sie sei unsozial, weil Wohneigentum als private Altersvorsorge den Staat entlastet und nicht mit einer teilweise ruinösen Abgabe unterlaufen werden darf, so Helmut Neu.

Von Doreen Dankert

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