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Bad Schwartau Bedenken bei Anwohnern wegen neuer Flüchtlingsunterkunft
Lokales Bad Schwartau Bedenken bei Anwohnern wegen neuer Flüchtlingsunterkunft
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11:13 24.02.2016

Offenbar recht zahlreich vertreten waren Anwohner der Max-Hamerich-Straße, wo auf der jetzigen Bolzplatzfläche eine zeitlich begrenzte Flüchtlingsunterkunft für bis zu 64 Personen geplant ist.

Info-Veranstaltung für Bürger am 3. März

Transparenz hat die Stockelsdorfer Verwaltung auf ihre Fahnen geschrieben — insbesondere beim Thema Flüchtlinge. In regelmäßigen Abständen sollen die Bürger bei öffentlichen Info-Veranstaltungen darüber informiert werden, wie die Situation vor Ort ist. Die nächste Info-Veranstaltung findet am Donnerstag, 3. März, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt.

Mehrfach wurde von Anwohnern zu bedenken gegeben, dass die Relation zwischen rund 45 Anliegern und 64 Flüchtlingen nicht stimme.

Bürgermeisterin Rahlf-Behrmann erklärte, dass sie die Bedenken der Bürger durchaus ernst nehme, „aber es gibt immer Betroffenheiten in der Nachbarschaft. Diesen Satz ,ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber ...‘ habe ich in den letzten Monaten schon so oft gehört. Das entmutigt mich ein bisschen, denn ich brauche Ihre Unterstützung in dieser Frage.“

Abgesehen von der Bitte um Unterstützung, teilte die Verwaltungschefin mit, dass die Flüchtlingsunterbringung in der Max-Hamerich-Straße „keine Dauerlösung sein soll“, sondern auf frei Jahre befristet sei.

Aktuell habe sich die Unterbringungssituation vor Ort etwas entspannt, so die Bürgermeisterin, die das anhand von Zahlen belegt. „Turnhallen oder Gerätehäuser als Notunterkünfte sind zur Zeit nicht in der Diskussion“, erklärte der Hauptausschussvorsitzende Andreas Gurth, „aber wir wissen eben nicht, wie der Flüchtlingsstrom sich entwickelt.“ Fakt ist laut Statistik, dass die Zahl der in Schleswig-Holstein ankommenden Flüchtlinge im Januar dieses Jahres mit 2178 doppelt so hoch ist wie die im Januar des Vorjahres. Nur die Verweildauer im Zwischenlager habe sich verlängert, was den Kommunen Luft verschafft bei der Beschaffung von Wohnraum.

Die Anzahl der zugewiesenen Flüchtlinge in diesem Kalenderjahr beträgt 339. 26 Migranten wurden bereits aufgenommen , 313 sollen bis Jahresende noch kommen; die Gesamtzahl beliefe sich dann auf 543.

Bis dato hat die Gemeinde 206 Wohnplätze (darunter auch die ehemalige Polizeistation im Grenzweg) noch zur Verfügung beziehungsweise in Aussicht. Zudem informierte die Bürgermeisterin darüber, dass die Verwaltung eine Stelle für einen Integrationsbeauftragten ausgeschrieben habe.

Doreen Dankert

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