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Bad Schwartau Bei den Kirchengemeinden klingelt es in der Kasse
Lokales Bad Schwartau Bei den Kirchengemeinden klingelt es in der Kasse
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21:16 06.04.2017
Die Ostholsteiner Kirchengemeinden bekommen nachträglich weiteres Geld.

Den 36 Gemeinden im Kirchenkreis Ostholstein steht ein Geldregen ins Haus – wenn auch nur ein kleiner. Die Gelder zwischen Kirchenkreis und Kirchengemeinden wurden in den vergangenen Jahren leicht zu Ungunsten der Gemeinden verteilt. Festgestellt wurde das vom Rechnungsprüfungsamt der Nordkirche bei der Prüfung der Jahresrechnung 2015. Danach flossen 332 560 Euro zu wenig an die Kirchengemeinden. Dieser Fehler soll jetzt korrigiert werden. Die Synode des Kirchenkreises werde am 5. Mai auf ihrer Tagung in Oldenburg einen entsprechenden Beschluss fassen, kündigten gestern in Eutin die Pröpste Dirk Süssenbach und Peter Barz gemeinsam mit dem Präses der Synode, Dr. Peter Wendt, an.

Gelder wurden intern nicht korrekt verteilt – Jetzt gibt es Nachzahlungen.

„Der Kirche in Ostholstein

ist kein finanzieller Schaden entstanden.Dirk Süssenbach

Propstei Oldenburg

„Der Kirche in Ostholstein mit ihren Gemeinden ist dabei kein finanzieller Schaden entstanden. Auf der Kirchenkreisebene ist zu viel Geld geblieben, das den Gemeinden gehört“, erläuterte Süssenbach. Passiert sei das, weil ein falscher Verteilschlüssel angelegt worden sei. Dessen Berechnung sei allerdings auch höchst komplex. Angesichts der Gesamtsumme der 2015 zu verteilenden Gelder in Höhe von 14,39 Millionen Euro sei die Abweichung „relativ gering“, sagte Barz. Die Zuteilung der Finanzmittel an die Gemeinden richtet sich nach deren Mitgliederzahl. Bei 110000 evangelisch-lutherischen Kirchenmitgliedern in Ostholstein bedeutet das etwa drei Euro Nachzahlung pro Mitglied.

Allerdings wurde der falsche Schlüssel ebenso 2016 und 2017 angelegt. Deshalb sollen auch die Haushaltsbeschlüsse für diese Jahre neu gefasst werden. Was das konkret in Zahlen bedeutet, ist noch nicht berechnet. Von 2010 bis 2014 war die Verteilung zwar ebenfalls fehlerhaft, doch die Gesamtdifferenz zulasten der Kirchengemeinden betrug nur gut 26000 Euro. Weil der Aufwand hoch, die Haushalte zudem abgeschlossen seien, soll diese Rechnung nicht noch einmal aufgemacht werden. Das war der Tenor bei einem Treffen mit den Synodalen und den Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte am Dienstag, bei dem über die Panne berichtet worden war. Wendt bezeichnete die Überprüfung der Finanzverteilung mit den jetzt anstehenden Korrekturen als „positiven Prozess“, der Sicherheit schaffe.

Dem Kirchenkreis bescherten die zu viel einbehaltenen 332560 Euro einen Überschuss in etwa gleicher Höhe. Das Geld sollte in die Ausgleichs- und Baurücklage fließen. Dazu kommt es nun nicht. Die Rücklagen sind für schlechte Zeiten oder teure Reparaturen an Kirchenbauten gedacht. Sie belaufen sich aktuell auf fast zehn Millionen Euro – 5,44 Millionen in der Ausgleichsrücklage für Gehälter und 4,47 Millionen in der Baurücklage.

Überhaupt ist die Kassenlage der Kirche dank der sprudelnden Steuereinnahmen derzeit komfortabel oder „auskömmlich“, wie Barz formuliert. In den vergangenen Jahren lagen die Einnahmen meist um eine Million oder mehr über dem Ansatz. Auch deshalb sei die Mittelverteilung „so angenommen“ worden, sagte Wendt. Ein schuldhaftes Verhalten sei bei der fehlerhaften Mittelverteilung nicht erkennbar, sagte Süssenbach. Trotzdem gibt es Konsequenzen. Die Arbeit in der Finanzabteilung und die Verwaltungsleitung im Kirchenkreis werden personell getrennt und neu geordnet. Angedacht war das schon vorher.

pet

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