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Bad Schwartau „Besser und mit sportlichem Bezug“
Lokales Bad Schwartau „Besser und mit sportlichem Bezug“
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20:12 29.12.2017
Handball ist eine der großen Leidenschaften von Uwe Brinkmann. Die Umbenennung dieses hiesigen Handball-Profiteams sieht er als Chance für Bad Schwartau. „Der Erfolg gibt uns Recht, wir haben einfach eine geile Truppe mit hohem Teamgeist“, lobt er. Seine Hoffnung: „In drei bis fünf Jahren ist das Gesamtpaket VfL Lübeck-Schwartau erstligareif.“ Quelle: Foto: Ilka Mertz
Bad Schwartau

Lübecker Nachrichten: Sie sind jetzt ein gutes Jahr Verwaltungschef in Bad Schwartau. Wie klappt die Zusammenarbeit?

Zur Person

Uwe Brinkmann ist 40 Jahre alt und seit September 2016 parteiloser Bürgermeister Bad Schwartaus. Der promovierte Jurist lebt mit seiner Frau und drei Töchtern in Hamburg.

Bevor er nach Bad Schwartau kam, arbeitete Brinkmann als Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium in Berlin

Uwe Brinkmann: Es ist klar, dass sich beide Seite erstmal aneinander gewöhnen, sich beschnuppern müssen. Man muss Vertrauen aufbauen. Aber ich bin in ein funktionierendes Haus gekommen; die Mitarbeiter haben ihr Tagesgeschäft im Griff. Aber es gibt ein strukturelles Defizit: Die Pflichten, die wir von der Politik ins Heft diktiert bekommen, passen nicht zur personellen Ausstattung. Nun hat ja sogar der Landesrechnungshof bestätigt, dass das Personal nicht ausreichend ist für die Bauunterhaltung. Die Mitarbeiter, die da sind, sind gut. Aber es sind zu wenige!

Wie macht sich das bemerkbar?

Es geht ja vor allem ums Bauamt und den Baubetriebshof. Da fehlt uns Personal, es fehlt ein Hochbauer. Immerhin ist Bewegung in das Thema Schule gekommen. Am Leibniz-Gymnasium sind wir dran, auch für die Grundschule Cleverbrück stehen Finanzmittel im Haushalt.

Und das Gymnasium am Mühlenberg?

Das ist ein komplexes Thema, bei dem sich in der Vergangenheit auch vor schwierigen Entscheidungen gedrückt wurde. Derzeit lassen wir die Wirtschaftlichkeit eines Neubaus und einer Sanierung prüfen, Ende März sollen Ergebnisse in der Lenkungsgruppe vorgestellt werden. Dann muss die Politik entscheiden, das kann ihnen niemand abnehmen. Die Verwaltung kann nur Vorschläge machen.

Kommen die Jugendlichen in Bad Schwartau generell etwas zu kurz? Stichwort Spielplatzkonzept, über das seit Jahren nur gesprochen wird. Oder das Kletterfest, das nächstes Jahr wegen finanzieller Probleme des Veranstalters (die LN berichteten) wohl nicht stattfindet.

Ich habe dem Jugendamtsleiter Herrn Michaelsen gesagt, dass es nächstes Jahr ein Kletterfest geben muss. Es gibt genügend Anbieter, also bin ich zuversichtlich. Den Spielplatz in der Schmiedekoppel haben wir dieses Jahr in Rekordzeit fertig gestellt, nachdem ich es zur Chefsache erklärt habe. Wenn es vorher 13 Mal – ich habe extra nachgeschaut – von einem Ausschuss in den anderen verwiesen wird, kann die Verwaltung nichts machen.

Generell ist das Geld, das Bad Schwartau für Jugendliche in die Hand nimmt, mehr als auskömmlich, deutlich mehr als in umliegenden Kommunen. Wir müssen jetzt schauen, ob es effizient eingesetzt wird.

Ich habe Herrn Michaelsen gebeten, ein Jugendkonzept zu erarbeiten anhand von drei Eckpfeilern: Es soll eine Verbesserung geben, der Standort Cleverbrück soll gestärkt werden und es soll einen stärkeren sportlichen Bezug geben. Das soll im Laufe des Jahres 2018 geschehen.

2018 wird uns sicher auch die Hinterlandanbindung weiter begleiten . . .

Die wird uns den Rest meiner Amtszeit begleiten. Aber es ist erfreulich, dass wir im vergangenem Jahr ein gutes Stück vorangekommen sind. 2015 ist die Bahn davon ausgegangen, dass auf der Bestandstrasse hier nichts zu machen sei, Planungsansatz null Euro. Mittlerweile reden wir über eine Troglösung für bis zu 200 Millionen Euro. Bei diesem Thema werden wir keine Sekunde rasten!

Ich vermute, 2018 wird Sie persönlich auch die Haussuche weiter begleiten. Oder haben Sie die Pläne, nach Bad Schwartau zu ziehen, aufgegeben?

Nein. Aber dem Bürgermeister geht es nicht anders als anderen, der Immobilienmarkt ist leer. Die Stadt arbeitet aber mit Nachdruck an der Erschließung eines neuen Wohngebietes. Wenn es soweit ist, werde ich die Stadtverordneten darum bitten, dort ein Grundstück zum marktüblichen Preis erwerben zu können.

Erschließung, Hausbau – das klingt aber nicht nach einem Projekt, das 2018 abgeschlossen sein wird. Und nach einer zweiten Amtszeit . . .

Ich habe immer gesagt, dass ich zur Ruhe kommen will, eine Heimat suche; die haben wir hier im Norden gefunden. Meine Kinder sind fünf, sechs und acht Jahre alt. Wann soll man ein Nest bauen, wenn nicht jetzt . . .

LN

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