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Bad Schwartau Besuch aus dem Elfenland in der Krummlandhalle
Lokales Bad Schwartau Besuch aus dem Elfenland in der Krummlandhalle
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20:19 20.09.2013
Die Kinder erleben Sabine Petzl und Buki aus dem Elfenland während der Vorstellung hautnah. Quelle: Fotos: Flemming Witt

Bad Schwartau — 300 Kinder warten gespannt in der Krummlandhalle. Auf der leeren Bühne liegt ein großes Buch. Da ertönt auf einmal eine Stimme: „Wo geht es hier zur Krummlandhalle?

Kinder, hört ihr mich?“ Mit lautstarker Hilfe aller Kinder ist es schließlich geschafft und Sabine Petzl, unter anderem bekannt aus der ZDF-Serie „Küstenwache“, betritt die Halle und bahnt sich ihren Weg nach vorne zur Bühne, um die Kinder zu begrüßen. Und sie ist nicht alleine gekommen. Neben Andi Vanura, der die Vorführung musikalisch mit dem Keyboard untermalt, ist da noch ein Besucher von ganz weit weg: Das Elfenkind Buki.

Buki kommt aus dem Elfenland, wo es keine Bücher gibt. Da ist es nicht weiter ungewöhnlich, dass Buki jetzt den weiten Weg in das Land der Menschen auf sich genommen hat, um ihren geliebten Büchern näher zu sein. In der Krummlandhalle schläft die Handpuppe zunächst in einem Buch.

Wie sehr Buki die Bücher liebt, davon erzählt ein Lied, dass Petzl gemeinsam mit den Kindern singt. Am liebsten würde Buki die Wörter aus den Büchern schlecken, da sie nach Abenteuer schmeckten. Die Leselust des Elfenkindes soll jetzt aber endlich gestillt werden. Kibuki — das steht für Kinderbuchkino. „Aber ein richtiges Kino ist immer dunkel und alles geht schnell, und manchmal kann das beängstigend sein“, erzählt Petzl, aber sie kann die Kinder beruhigen. „Hier bei uns bleibt es hell, und schnell geht es hier auch nicht.“

Mit Buki als Zuschauer in ihrem großen Buch und Vanura am Keyboard, liest Petzl nun das erste Buch vor. Olli, der Bär, jagt ein schönes Laubblatt durch den ganzen Wald, aber nach einer Weile findet er nicht mehr nach Hause. Nach kurzer Verzweiflung kommt ihm aber eine Idee: Er brüllt so laut er kann — und seine Eltern antworten ihm. So findet er schon nach kurzer Zeit wieder zurück nach Hause.

Bevor es an die nächste Geschichte geht, wird wieder gesungen. Dieses Mal geht es um Tiere und ihre Geräusche. Offensichtlich ist, dass eine Kuh „Muh“ macht, oder eine Katze „Miau“, aber was ist mit einem Kaninchen? Und einen Fisch, der wirklich „Blubb“, macht, hat Petzl auch noch nicht erlebt.

In der folgenden Geschichte geht es darum, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen. In „Ich War‘s, Mama“, zerschlägt das Mäusekind Miko mit einem Gummiball die Lieblingsvase der Mutter. Nach einem Geständnis seinerseits lässt sich jedoch eine gute Verwendung für die Scherben finden.

„Das Geheimnis der Vorstellung ist, dass sie sich eigentlich an die Eltern richtet“, verrät Sabine Petzl im Anschluss. „Es ist zwar schön für die Kinder, aber den Eltern soll vermittelt werden, dass die Kinder in einem Alter sind, in dem vor allem kreatives und lebendiges Vorlesen sehr wichtig für die Fantasie ist.“ Die gebürtige Österreicherin hat das Kibuki-Programm auch schon in privaten Wohnzimmern aufgeführt. Eine so große Masse an Kindern zu erreichen, freut sie aber auch besonders. „Wenn man die Kinder einfach vor den Fernseher setzt, ist das sehr schlecht“, so Petzl. „Sie sind jetzt in einem Alter, wo noch alles möglich ist in ihrer Fantasie. Ein festes Ritual, bei dem vorgelesen wird, bringt den Kindern Spaß und gibt auch den Eltern eine Möglichkeit, sich zu entspannen.“

„Eltern müssen erkennen, wie wichtig das Lesen ist.“
Sabine Petzl, Schauspielerin

Flemming Witt

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