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Bad Schwartau Beziehungsstress mit Unterhaltungswert
Lokales Bad Schwartau Beziehungsstress mit Unterhaltungswert
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22:01 23.04.2018
Premiere geglückt: Freude bei Hannelore Witt und Team. Quelle: Foto: Gal
Bad Schwartau

So viel steht fest: Nicht nur Sven Persson aus Ahrensbök hat diese Aufführung „richtig gut gefallen“. Persson war merklich in guter Gesellschaft in Sachen Amüsement über das Stück.

Da ist zum einen die agile, quirlige Jutta, die ihren Ehemann schon gar nicht mehr wahrnimmt und gegen einen Fernseher „ausgetauscht“ hat. Und da ist zum anderen der missvergnügte, vom grauen Ehealltag und von Kommunikationsstörungen gestresste und gereizte Gregor, der außer der Liebe zu seinen Fischen auch noch seine Ehefrau liebt und verzweifelt bemüht ist, wieder Elan in die Beziehung zu bringen – und sei es über seine Versuche, ein neues Bett als Liebesnest aufzubauen.

Man konnte viele Darsteller live und auf der Bühne mit einer Livereportage, einem Gerichtsmedizinthriller, einem spannenden Actionfilm, Liebesschmonzetten oder Werbespots erleben. Psychologisch reizvoll wurde dabei die Realität der Massenmedien beleuchtet. Ironisch, persiflierend, satirisch und karikierend wurde Zeit- , Sozial- und Gesellschaftskritik geübt. Viele Szenen waren skurril, grotesk und bizarr. Etliche Passagen machten auch vor dem Makabren und Morbiden nicht halt. Ulkige, witzige und drollige Bemerkungen und Wortspiele lösten beim faszinierten Publikum oft Lachsalven aus. Außerdem wurden Nervosität und die Psychopathologie des Alltagslebens aufschlussreich thematisiert. Oft spiegelten sich die ehelichen Probleme Juttas und Gregors in den vielschichtigen Fernsehsendungen.

Alles wurde genüsslich, mit hohem Unterhaltungswert und ohne Rücksicht durch die Mangel gedreht und garantierte einen kurzweiligen Theaterabend.

Alles wurde genüsslich, mit hohem Unterhaltungswert und ohne Rücksicht durch die Mangel gedreht und garantierte einen kurzweiligen Theaterabend. Hannelore Witt und Ralph Glomp, die chamäleonhaft in verschiedene Rollen schlüpfen konnten, überzeugten durch eine phantastische Mimik und Gestik und agierten beherzt und engagiert. Außerdem spielten Elin Persson, Claudia Meyer, Svenja Mayer, Andrea Fleischer, Gisela Stooß-Klüß, Ute Reggentin, Stefan Käselau, Monika Fregin und Finn Bretall mit Hingabe und großer Begeisterung.

Für Technik und Bildpräsentation war Matthias Witt verantwortlich, für TV- und Musikaufnahmen sowie Arrangements Ralph Glomp. Alle Akteure wurden schließlich nach Dankesworten der Inszenierungsleiterin Hannelore Witt von den zahlreichen Zuhörern mit sehr viel Beifall bedacht. Weitere Aufführungen wird es am 27. und 28. April um 20 Uhr und am 29. April um 15 Uhr im Museum geben. Karten gibt es im Vorverkauf (12 Euro) in der LN-Geschäftsstelle in der Markttwiete 8.

gal

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