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Bad Schwartau Bilder schmücken die Klinikflure
Lokales Bad Schwartau Bilder schmücken die Klinikflure
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18:13 30.10.2017
Ingrid Peisker findet ihre Motive häufig auf Malreisen. Am liebsten malt die Künstlerin immer vor Ort.

Marie Eufé und Ingrid Peisker heißen die beiden Künstlerinnen, deren Gemälde von nun an die langen Gänge im Erdgeschoss verschönern. Am Wochenende haben die Lübeckerinnen zusammen mit fleißigen Helfern stundenlang geschuftet, um für jedes der etwa 40 Bilder den richtigen Platz zu finden. Heute Abend wird um 19.30 Uhr die Vernissage gefeiert. Im Mittelpunkt stehen dann Marie Eufé und Ingrid Peisker.

Nüchtern sind die meisten Krankenhausflure, vielfach eher praktisch als schmuck. In der Asklepios Klinik sieht das anders aus – dank einer neuen Ausstellung des Fördervereins Bildende Kunst Ostholstein.

Ausstellung

Die Bilder von Marie Eufé und Ingrid Peisker sind von heute, 31. Oktober, an bis zum 27. Januar 2018 in der Asklepios Klinik am Kurpark zu sehen.

Die Vernissage beginnt heute Abend um 19.30 Uhr. Begrüßung und Eröffnung übernehmen Karola Prohl-Finkenstein und Brita Klang vom Förderverein Bildende Kunst Ostholstein.

Marie Eufé, 73 Jahre alt, malt „eigentlich seit drei Ewigkeiten“, wie sie selber sagt. Schon in ihrem Beruf als Kunsttherapeutin konnte sie ihre kreativen Neigungen ausleben. Seit sie vor neun Jahren in Rente gegangen ist, widmet sie sich intensiv der Malerei. Bei der Musik- und Kunstschule besuchte sie Kurse, später zahlreiche Workshops bei verschiedenen Künstlern. „Ohne Anleitung ist es schwer“, sagt sie. Und es dauert zu lange, meint sie. „Ich muss eh 110 werden, wenn ich alles schaffen will, was ich mir vorgenommen haben.“ Sie lacht.

In die Asklepios Klinik mitgenommen hat sie vor allem Acryl- und Öl-Gemälde. „Ich mache zwar vor nichts Halt, aber das sind doch meine Favoriten“, erzählt sie. Wobei ihr die Ölfarbe noch ein bisschen besser gefalle: „Acryl trocknet so schnell, und ich bin eine Langsam-Malerin.“ Und das jeden Tag in ihrem heimischen Atelier. Wenn ihr etwas auffällt – eine malerische Szene an der Trave, das Holstentor, die Wellen auf der Ostsee oder ein interessantes Gesicht – fotografiert sie es, um es zu Hause in Ruhe malen zu können. Ihr Werke zeigt sie dann ihrem Sohn Alexander oder den Freunden, die sie durch den Förderverein kennengelernt hat. „Kritische Betrachter – das ist ja auch ein Gewinn, den man durch den Verein hat“, erklärt Marie Eufé.

Ihre Künstlerkollegin Ingrid Peisker hat die 20 Bilder, die sie in die Ausstellung eingebracht hat, alleine ausgewählt. „Ich nehme immer die, die mir persönlich am besten gefallen“, erklärt sie. Und die Auswahl kommt augenscheinlich an. Noch während sie Bilder hängt, nähert sich eine Dame: „Ist das Bornholm“, fragt sie. Und dann im Weitergehen: „Einfach toll!“ Die typischen weißen Rundkirchen sind also auch auf den Aquarellen von Ingrid Peisker unverkennbar.

„Da habe ich beim Malen direkt vor der Kirche gesessen“, erzählt die 69-Jährige, die sich seit 2000 intensiv mit der Malerei beschäftigt. Sie finde ihre Motive häufig auf Malreisen: „Ich war schon in Griechenland, auf Hiddensee, auf Bornholm“, zählt die gelernte Elektromechanikermeisterin auf. Sie male einfach am liebsten vor Ort. Und wenn sie ein Stillleben oder Blüten zeichnen und aquarellieren will, „dann baue ich das vor mir auf“, erklärt sie.

Besonders gerne malt sie Porträts, „schon als Jugendliche habe ich meine Schulkameraden gezeichnet“. In der Ausstellung ist von ihr dennoch keines zu sehen: „Da arbeite ich noch dran, es dauert lange, bis ich zufrieden bin.“

Auch in der Asklepios Klinik arbeiten die Damen lange an der perfekten Hängung – schließlich sollen ihre Bilder in den kommenden drei Monaten wirklicher Schmuck sein für die sehr langen Krankenhausflure.

Weitere Infos gibt es im Internet auf www.foerderverein-bildende-kunst-oh.de

Ilka Mertz

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