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Bad Schwartau Birgit Clemens ist wieder Bürgervorsteherin
Lokales Bad Schwartau Birgit Clemens ist wieder Bürgervorsteherin
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21:26 21.06.2013
Von Sebastian Prey
Folkert Jeske (Grüne) wird wie alle anderen Stadtvertreter von Bürgervorsteherin Birgit Clemens mit Handschlag verpflichtet. Björn Frohne, Rainer Bahrdt (beide SPD) und Kathrin Faasch (Grüne, v.l.) schauen zu.

Zehn Jahre lang hat Birgit Clemens (62) schon als Bürgervorsteherin an der Spitze der Stadt Bad Schwartau gestanden. Nach fünfjähriger Pause und Job im Ausland hat Birgit Clemens dieses Amt wieder inne. Nach ihrer Wahl ohne Gegenstimmen wurde sie ausgerechnet von ihrem Vorgänger Jürgen Habenicht (73) , der als ältestes Mitglied der Stadtvertretung die Wahl des Bürgervorstehers leiten musste, ernannt.

Habenicht hätte gerne die Position des Bürgervorstehers weiter bekleidet. Doch er unterlag Anfang der Woche bei einer internen Kampfabstimmung in der CDU, die als stärkste Fraktion auch das erste Vorschlagsrecht für das höchste Ehrenamt der Stadt hat. Mit den Worten „Ich gehe nicht mit Wehmut, aber auch nicht mit Freude“ räumte Habenicht freimütig seinen Platz als Sitzungsleiter. Als Dankeschön für sein Engagement bekam Habenicht, der zuvor noch alle anwesenden ehemaligen Stadtvertreter aller Parteien mit warmen Worten und einem Blumenstrauß bedachte, Applaus von allen Fraktionen.

Mit ihrer ersten Amtshandlung machte sich Bürgervorsteherin Clemens besonders bei vielen männlichen Stadtvertretern beliebt. Sie gab die Möglichkeit zur Marscherleichterung. „Es ist heute unerträglich warm. Marscherleichterung heißt bei uns in der Reiterei, dass man sich auch gerne der Jacke entledigen darf“, so Clemens. Das ließ sich auch Bürgermeister Gerd Schuberth nicht zweimal sagen.

Birgit Clemens war deutlich die Freude über ihre neue alte Position in der Stadtvertretung anzumerken. „Diese Tätigkeit ist das schönste Ehrenamt für mich“, erklärte die Realschullehrerin, die sich schon seit Jahren insbesondere in sozialen Bereichen engagiert. „Menschen zuhören und helfen, egal, was sie im Leben machen oder woher sie kommen. Ich freue mich auf diese Tätigkeit.“

Auch die anderen Personalien wurden von der mit 32 Sitzen größten Bad Schwartauer Stadtvertretung aller Zeiten einmütig abgesegnet. Die künftigen Stellvertreter der neuen Bürgervorsteherin sind Manfred Mohr (SPD) und Norbert Leihe (CDU). Die Fraktionschefin der CDU, Ellen Brümmer, wurde erneut zur ersten Stellvertreterin des Bürgermeisters und SPD-Fraktionschef Hans Tylinski zum zweiten Stellvertreter gewählt.

Auch bei der Besetzung der Ausschüsse gab es kein Gerangel. Die CDU übernimmt den Ausschuss für Bildung und Jugend mit Carsten Dyck als Vorsitzendem (Stellvertreterin Birgit Clemens). Den Ausschuss für Soziales, Senioren, Kultur und Sport übernimmt die SPD mit Christina Rux als Vorsitzender (Stellvertreterin Elisabeth Kremer). Die WBS behält mit Andreas Marks (Stellvertreter Jörg-Reiner Zacharias) den Hut im Ausschuss für Bauwesen und Stadtplanung auf. Die Grünen haben sich mit Dr. Ellen Reil (Stellvertrerin Ute Schramm-Ehmke) den Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz gesichert. Jürgen Habenicht (Stellvertreter Carsten Dyck) hat für die CDU den Vorsitz im Hauptausschuss inne. Uwe Witaszak (Stellvertreterin Ellen Brümmer) übernimmt für die CDU den Ausschuss für Finanzen, Tourismus und Wirtschaftsförderung. Den neuen Ausschuss für Energie und Versorgung hat die SPD mit Hans Tylinski (Stellvertreter Manfred Mohr) übernommen.

Telefonumfrage zur Innenstadt
Zum Abschluss der Bürgerbeteiligung zur Innenstadtumgestaltung soll es eine große telefonische Haushaltsbefragung geben. Das beschloss die Stadtvertretung mit den Stimmen von CDU (14), WBS (4) und FDP (1). SPD (9) und Grüne (4) votierten dagegen. Laut Uwe Beckmann (SPD) könne man sich die knapp 20 000 Euro für die Befragung der Bürger sparen, denn im bisherigen Verlauf des Beteiligungsverfahrens sei mehr als deutlich geworden, dass die Menschen für den Erhalt oder teilweisen Erhalt der Platanen in der Markttwiete seien. „Das ist keine repräsentative Feststellung“, hielt Ellen Brümmer von der CDU dagegen. Mit der großen Telefonumfrage erfahre man aber, was die Bad Schwartauer für ihr Wohnzimmer Markttwiete tatsächlich wollen. Jörg-Reiner Zacharias (WBS): „Es geht um Millionen, deshalb sollte die Entscheidung auf eine möglichst breite Basis gestellt werden. Wir sollten das Kreuz haben, die größtmögliche Befragung durchzuführen.“

Sebastian Prey

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