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Bad Schwartau Blumen, die nie verwelken, schmücken die Asklepios Klinik
Lokales Bad Schwartau Blumen, die nie verwelken, schmücken die Asklepios Klinik
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22:07 27.08.2018
Magitta Dahlke aus Stockelsdorf hat ein Faible für Blumen. Dieses Bild zeigt eine „Bienenweide“.
Bad Schwartau

Magitta Dahlke nennt sich selbst die „Blumentante“ und malt mit Vorliebe Blumen. Diese seien „ein Wunder der Natur“. Vor 20 Jahren hat die Rentnerin, durch einen Volkshochschulkursus, den sie mit ihrem Mann gemeinsam besuchte, die Liebe zum Malen entdeckt. Während des Berufes habe sie immer nur nach Feierabend malen können. Seit der Rente hat sie aber endlich genug Zeit sich voll und ganz dem Malen zu widmen.

„Sinfonie der Natur“ heißt die neueste Kunstausstellung im Gesundheitszentrum der Asklepios Klinik Am Kurpark, die am heutigen Dienstag eröffnet wird. Die Künstler Dieter Kiesow (79) und Magitta Dahlke (72) zeigen dort ihre Werke, die rund um das Thema Natur entstanden sind.

Sie ist viel unterwegs mit ihren Werken und immer mit an ihrer Seite ist ihr Mann. Nicht nur als unterstützende Hilfe, sondern auch als Fotograf. Er fotografiert Magitta Dahlkes Bilder, um sie dem mit ihr zusammenarbeitenden Verlag zu schicken, der Kunstkarten von ihren Bildern anfertigt. Dahlke lacht: „Er weiß aber auch, wann ich meine Ruhe brauche. Beim Malen in meinem Blumengarten bin ich dann in meine Malwelt vertieft und lieber alleine.“

Eine Vorliebe, die sie mit ihrem Kollegen Dieter Kiesow teilt. Auch er ist ein echter Naturliebhaber. „Ich versuche, so oft es geht draußen zu malen. Das bereichert die Seele“, erklärt der ausgebildete Gärtner. Inspiration und Vorlage ist beiden Künstlern die Natur.

Kiesow, der als Kind schon zum Malen kam, muss immer zuerst den Fokus des Bildes festlegen. Der Fokus des Bildes sei auch realitätsgetreu. Den Rest gestalte er dann eher nach seinen Vorstellungen und Gefühlen. Oft reduziere er auch etwas. „Mit zu vielen Bäumen oder Ähnlichem wirkt das Bild sonst zu überfüllt.“

Seine Werke zeigen immer andere Landschaften. Als Dozent an verschiedenen Volkshochschulen unternimmt Kiesow auch mehrere Malreisen mit Schülern. Dabei praktiziert er ebenfalls die Freilicht(Plein-air)malerei.

Auch Magitta Dahlke ist, neben der Tätigkeit als freischaffende Künstlerin ,Dozentin und neuerdings auch Autorin des Buches: „Sinfonie der Natur“. Ihre Blumen- Aquarelle hat sie in dieser Ausgabe mit dazu passenden Lyrikwerken berühmter Schriftsteller versehen (die LN berichteten).

Wichtig beim Malen sind ihr frische Blumen als Vorlage. „Ich muss sie riechen und fühlen können.“ Der Malprozess komme dann aus ihrem Gefühl heraus zustande.

Beide Künstler haben jedoch klare Maltechniken. Während Magitta Dahlke nur Aquarellbilder anfertigt, sind es bei Dieter Kiesow Öl- und ebenfalls Aquarellbilder. „Aquarell ist eine ganz sensible Technik und hat die Herausforderung, dass es kaum Korrekturmöglichkeiten gibt“, erklärt Dahlke.

Auftragsmalereien nehmen beide ungern an. Unter Zwang mögen sie nicht gerne malen. Richtig genießen können sie das Kreativsein nur bei absoluter Freiheit.

Kiesow malt jedoch nicht nur für sich. Der 79-Jährige möchte beim Betrachter ein Bewusstsein für die Natur und ihre Schönheit erreichen. Auch Dahlke möchte Andere teilhaben lassen an ihren „Blumen, die nie verwelken“.

„Kommt in meinen Garten und schaut“, so die Künstlerin, die die blühenden Wunder ihres Gartens auf Papier gebannt und so in die Asklepios Klinik gebracht hat. Eine Einladung, die gerne angenommen wird. Bereits beim Aufbau der Ausstellung kommen erste Kaufinteressenten für das Bild „Stiefmütterchen ganz nah“ und immer wieder finden sich bewundernde Worte für die Werke von Dieter Kiesow und Magitta Dahlke.

Wer sich die Werke einmal selber anschauen möchte, hat dazu ab heute Abend Gelegenheit: Die Vernissage beginnt am heutigen Dienstag, 28. August, um 19.30 Uhr. Die Ausstellung „Sinfonie der Natur“ ist dann bis 26. Oktober zu sehen.

Von Jula Dannhauer

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