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Bad Schwartau „Bronze statt Eisen“ kommt gut an
Lokales Bad Schwartau „Bronze statt Eisen“ kommt gut an
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19:13 18.07.2016
Ein Augenblick voller Spannung im Film: Per Kran werden die tonnenschweren Bronze-Glocken in den Turm von St. Fabian gehievt. Quelle: Fotos: Prey

Jede Menge Applaus, Lob, Anerkennung und Schulterklopfer gab es für Robert Kiehn. Der 23-jährige Sohn von Pastor Matthias Kiehn hat einen Film über die Entstehung und den Einbau der neuen Kirchenglocken in Rensefeld gefertigt. Erstmals ist „Bronze statt Eisen“ jetzt im Rahmen des Jahresempfangs der Öffentlichkeit vorgestellt worden. In Kürze soll das knapp 20-minütige Werk auch auf der Internetseite der Kirchengemeinden Bad Schwartau abrufbar sein.

Im Rahmen des Jahresempfangs der Kirchengemeinde Rensefeld wurde auch der Film über die neuen Glocken für St. Fabian gezeigt.

„Das hat Robert ganz phantastisch gemacht“, lobte die ehemalige Gemeindepastorin Astrid Tilles, die noch das Glocken-Projekt für Rensefeld in ihrer Amtszeit begleitete.

Die neuen Glocken der Kirche waren auch ein Abschiedsgeschenk für die langjährige Pastorin Tilles, die mittlerweile im Ruhestand ist und inzwischen in Geseke in Nordrhein-Westfalen lebt. Eigens für den Empfang und die Filmpremiere ist Tilles an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Der Film unterstreicht, welche Bedeutung die neuen Glocken für die Gemeinde haben. „Das war auch für mich eine sehr emotionale Angelegenheit“, so Robert Kiehn, der aus rund fünf Stunden Filmmaterial die Dokumentation geschaffen hat. Kiehn, der derzeit eine Ausbildung als Mediengestalter für Bild und Ton beim NDR abschließt, zeigt dabei, dass er vom Fach ist. Die Bilder aus der Glockengießerei, vom Transport, Einbau und bis zum ersten Läuten sind mit Klaviermusik untermalt. Natürlich sind auch Erläuterungen und Originalkommentare dabei. Vor der Filmpremiere und dem anschließenden Beisammensein mit kleinen Häppchen und Getränken vor der Kirche wurde ein Gottesdienst mit den Pastoren Arne Kutsche und Kiehn gefeiert. In seiner Predigt räumte Kiehn freimütig ein, dass seine Liebe durchaus begrenzt ist. „Menschen, die rechte Parolen rufen oder Terror-Anschläge wie in Nizza verüben, kann ich nicht lieben. Gott liebt aber auch sie. Gottes Gnade ist für alle Menschen. Wir sind nicht Gott und das ist zunächst einmal entlastend“, erklärte Kiehn. Grundsätzlich könne er auch die Verzweiflung einiger Menschen für schlimme Taten nachvollziehen. Aber dafür müsse es auch die Gelegenheit geben, darüber in Frieden zu sprechen. Wer sich austausche, entwickle auch Verständnis füreinander. Und genau dieses Miteinanderreden sei ein Ziel dieses Empfangs, der mit einem gemeinsamen Segenslied ausklang.

Sebastian Prey

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