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Bad Schwartau Brote backen für Tansania
Lokales Bad Schwartau Brote backen für Tansania
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20:44 01.08.2017
Vor dem Backhaus im Curauer Pastoratsgarten bereiten Evangelistin Skola Nkinga, Erzieher Fred Kilale, Lehrerin Epifania Sanga und Pastor Bioki Mahenge (von links) die Backformen für die 60 Brote vor. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Pastor Bioki Mahenge schmiert die Brotformen mit Fett ein. Erzieher Fred Kilale und Lehrerin Epifania Sanga bestreuen die Formen anschließend mit Mehl und Evangelistin Skola Nkinga tauscht die präparierten gegen neue Formen aus. Das Quartett aus Kidope in Tansania arbeitet im Curauer Backhaus Hand in Hand. „Wir haben natürlich auch bei uns zu Hause schon Brot gebacken, aber das war ganz anders“, berichtet Pastor Mahenge mit einem freundlichen Lächeln. Die Körnermischung für die 60 Brote hat der Biohof Fielmann in Lütjensee gesponsert. Der Erlös aus dem Brotverkauf kommt der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Kidope zu gute. „Über die Jahre haben wir schon eine Vielzahl von Projekten unterstützt“, erzählt Emmily Schmidt-Merker von der Tansania-Gruppe, die seit 1989 unter anderem Schul- und Solarprojekte in Tansania angeschoben hat.

Drei Wochen lang war eine kleine Delegation aus Afrika in Curau zu Gast.

Gemeinsam mit Uta Runge und zehn weiteren Mitstreitern der Tansania-Gruppe hat Schmidt-Merker die Gäste aus Tansania betreut. „Diese Verbindung ist für uns alle eine Bereicherung. Wir können alle voneinander lernen und profitieren“, sagt Schmidt-Merker. Für die Gäste aus Tansania geht am morgigen Donnerstag eine spannende Zeit zu Ende. „Wir haben hier sehr viel kennengelernt“, erklärt Pastor Mahenge und meint damit nicht das Brotbacken. So haben Epifana Sanga und Fred Kilale eine Woche lang in der Schule und im Kindergarten hospitiert. Zudem standen Ausflüge zu landwirtschaftlichen Betrieben auf dem Plan. „Es war spannend zu sehen, dass man auch im Einklang mit der Natur wirtschaften kann“, berichtet Mahenge, dem aber nicht nur der Besuch auf dem Krumbecker Hof in guter Erinnerung geblieben ist.

Ein Höhepunkt des Aufenthalts war eine viertägige Reise in die Lutherstadt Wittenberg. Dorthin wurden die Gäste unter anderem von Pastor Michael Hanfstängl begleitet. Hanfstängl ist für den Bereich „Mission, Ökumene, Gerechtigkeit und Weltverantwortung“ im Dienste- und Werke-Zentrum des Kirchenkreises zuständig. Er übernahm bei der Wittenberg-Visite auf Luthers Spuren die theologische Begleitung. Neben der Weltausstellung Reformation stand dort auch die Besichtigung des einstigen Wohnhauses von Martin Luther auf dem Programm. „Sehr imponiert“ hat sie laut Pastor Mahenge auch der Besuch des Schlosses Sanssouci in Potsdam auf dem Rückweg nach Curau.

Mit jeder Menge Erinnerungen tritt das Quartett am morgigen Donnerstag wieder die doch recht beschwerliche Heimreise nach Tansania an. Mit dem Flugzeug geht es rund zwölf Stunden nach Daressalam. Von dort fahren sie mit dem Bus noch zwei Tage und rund 1100 Kilometer nach Kidope. Der kleine Ort in den Livingstone-Bergen im Südwesten Tansanias besteht aus mehreren Dorfschaften mit rund 5500 Einwohnern. Der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde dort gehören rund 2400 Menschen an. Emmily Schmidt-Merker: „So eine gute Quote würden wir uns hier auch wünschen.“

Sebastian Prey

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