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Bad Schwartau Bundestagswahl: Tausende Bad Schwartauer haben schon gewählt
Lokales Bad Schwartau Bundestagswahl: Tausende Bad Schwartauer haben schon gewählt
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21:16 06.09.2013
Christine Trox ist eine von rund 3000 Bad Schwartauer Wählern, die ihre Stimme bereits abgegeben haben. Quelle: Foto: Witt

Viele Kriterien können zur Entscheidung für die Briefwahl führen.

„Ich mache das, damit ich Sonntag dann frei habe und nicht noch ins Wahlbüro muss“, sagt zum Beispiel Christine Trox aus Bad Schwartau. Andere Einwohner der Solbadstadt sind bei der Bundestagswahl am 22. September verreist oder haben keine Zeit, wählen zu gehen. Entsprechend groß ist der Andrang bei der Briefwahl: „Knapp 3000 Wahlberechtigte haben die Unterlagen für eine Briefwahl bereits beantragt“, so Ordnungsamtsleiter Bernd Kubsch, der als stellvertretender Gemeindewahlleiter fungiert. Als wahlberechtigt gilt ein jeder, der ins Wählerverzeichnis eingetragen ist. Wer eine Wahlbenachrichtigungskarte mit der Post erhalten hat, kann sich sicher sein, in diesem Verzeichnis aufgeführt zu sein. Ist dies nicht der Fall, muss das nicht unbedingt heißen, dass man nicht wahlberechtigt ist. „Die Post kann auch Fehler machen. Sicherheitshalber kann man einfach hier anrufen, dann klärt sich das“, so Kubsch. Diejenigen, bei denen eine Wahlbenachrichtigungskarte im Briefkasten lag, können die Unterlagen für eine Briefwahl per Post beantragen und jetzt schon wählen. „Wir verschicken sogar weltweit“, erklärt Kubsch weiter. „Deutsche, die im Ausland leben, sind weiterhin wahlberechtigt, zwei Wähler haben wir sogar aus Südafrika.“

Möchte der Wähler sich die Portokosten sparen, kann er auch im Bürgerbüro direkt die Unterlagen bekommen und dort auch wählen. „Das zählt dann aber auch als Briefwahl“, erinnert Kubsch. Der Wahlzettel müsse genauso der Anleitung nach ausgefüllt in einen Umschlag gesteckt werden, bevor er in die Urne dürfe. Wahlzettel, die nicht korrekt nach Anleitung verpackt sind, können nicht als gültig gewertet werden. Legitim ist bei der Briefwahl, genau wie bei der normalen Wahl, die Hilfe einer Vertrauensperson zu beanspruchen. Diese darf beim Ausfüllen des Briefes helfen, beziehungsweise mit in die Wahlkabine kommen.

Im Gegensatz zur letzten Bundestagswahl, bei der in Bad Schwartau lediglich knapp 2000 Briefwähler beteiligt waren, ist dieses Jahr ein steigender Trend zu dieser Variante erkennbar. Der größte Teil der insgesamt 16 705 Wahlberechtigten in der Stadt bevorzugt offenbar jedoch nach wie vor die klassische Variante. Für die gesamte Wahl sind aktuell 117 Wahlhelfer eingesetzt. Diese verteilen sich auf die 15 normalen Wahlbezirke beziehungsweise die zwei größer gefassten Briefwahlbezirke. Damit alles reibungslos ablaufen kann, wollen die Organisatoren aber auf der sicheren Seite sein. „Wir suchen noch zusätzliche Wahlhelfer“, appelliert Kubsch an die Bürger. „Wenn dann am Sonnabend jemand anruft und sich für den Wahltag krankmeldet, kann man gute Besserung wünschen, hat aber schon einen Joker in der Hinterhand.“ Wer sich freiwillig als Wahlhelfer anbieten möchte, kann sich bei Bernd Kubsch im Ordnungsamt unter Telefon 04 51/ 20 00 23 00 melden. Als Wahlhelfer kann jeder Deutsche tätig sein, der wahlberechtigt ist. Für die Hilfe bei der Wahl werden 35 Euro gezahlt.

„Ich nutze die Briefwahl, damit ich am Wahl-Sonntag dann frei habe.“
Christine Trox

Flemming Witt

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