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Bad Schwartau Cleverbrücker wollen bessere Anbindung
Lokales Bad Schwartau Cleverbrücker wollen bessere Anbindung
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21:20 24.08.2016
Im Sommer fährt die 13-jährige Fea mit dem Fahrrad zur Schule. Aber vor allem im Winter müsste sie 15 Minuten zum Bus laufen, um das Leibniz-Gymnasium zu erreichen. Die Eltern der Schüler aus ihrer Klasse bilden dann Fahrgemeinschaften, damit Zeit gespart wird.

Schon länger diskutieren die Bewohner der Gebiete Viertelkamp, Roggenkamp, Am Kleinkamp oder Gorch-Fock-Straße über ein wichtiges Thema: Die betroffenen Wohngebiete haben sehr schlechte Busanbindungen. Benachteiligt sind vor allem Kinder und Jugendliche.

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Im Sommer fährt die 13-jährige Fea mit dem Fahrrad zur Schule. Aber vor allem im Winter müsste sie 15 Minuten zum Bus laufen, um das Leibniz-Gymnasium zu erreichen. Die Eltern der Schüler aus ihrer Klasse bilden dann Fahrgemeinschaften, damit Zeit gespart wird.

In den Gebieten zur Grenze Stockelsdorf wohnen viele Familien. Um die Buslinien 7 und 9 zu erreichen, müssen die Kinder bis zu 15 Minuten laufen. Einige Eltern sind besorgt, ihre Kinder diese Strecke allein laufen zu lassen. Auch Jugendliche sind beunruhigt, wenn sie spät abends allein nach Hause gehen. „Es ist notwendig, dass die Neubaugebiete an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden werden, damit besonders Kinder – gerade in den dunklen Jahreszeiten – sicher nach Hause kommen“, meint Maren Schippel, eine Anwohnerin. Besonders wichtig sei es, dass Kinder problemlos die Schule, die Stadt und ihre Freizeitaktivitäten erreichen können, ohne auf die Eltern angewiesen zu sein, betont die 44-Jährige.

Frédéric Frauenschuh (17) muss morgens mit dem Bus zur Emil-Possehl-Schule nach Lübeck fahren. „Mit einer Verlegung der Route hätte ich morgens etwas mehr Zeit“, sagt er. „Würde es eine nähere Bushaltestelle geben, dann wäre mein Start in den Tag nicht so stressig.“ Denn Schulbeginn ist um 8 Uhr. Und auch Frauke Okroi (38) ist für eine bessere Anbindung: „Das ist wirklich wichtig, denn viele Kinder in diesen Wohngebieten kommen bald von der Grundschule auf eine weiterführende Schule, welche nicht immer so nah ist. Um diese besser erreichen zu können, ist es erforderlich, an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden zu sein.“

Die Buslinien durch Cleverbrück kommen beide vom Schwartauer Busbahnhof und fahren durch die Innenstadt Lübecks. Dann trennen sich die Linien – die 9 fährt zum Grillenweg und die 7 zum Oberbüssauer Weg. Schon lange wünschen sich die Anwohner die Verlegung einer dieser Buslinien. Denn: Auf der Cleverbrücker Straße verkehren momentan beide Linien, die den starken Verkehr zusätzlich beeinträchtigen. Als Alternative schlagen die Anwohner eine Route, die über den Stockelsdorfer Weg, an dem Barger Weg vorbei und über die Clever Landstraße führt, vor.

„Es ist nachvollziehbar, dass die Bewohner aus diesem Gebiet sich einen Busverkehr wünschen. Zuständig für eine ausreichende Bedienung sind nach dem Gesetz Kreise und kreisfreie Städte“, erklärt Gerlinde Zielke, Sprecherin des Stadtverkehrs Lübeck. Der Busverkehr müsste dann bestellt werden. „Der Lübecker Stadtverkehr wäre durchaus bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn der Bus bestellt und finanziert wird“, fährt sie fort. Dafür notwendig ist die Zustimmung aus der Stadt. Zusätzlich, so Zielke, habe dort vor einiger Zeit schon einmal eine Linie existiert, welche aber nicht ausreichend genutzt wurde – Die Nachfrage war zu gering. Eine Verlegung sei grundsätzlich zwar denkbar. Jedoch sei die Nachfrage, in der Hauptstraße auszusteigen, größer.

Der neue Bürgermeister Uwe Brinkmann hatte sich bei der Podiumsdiskussion in Cleverbrück im April vor den Bürgermeisterwahlen positiv für die Verlegung einer Buslinie ausgesprochen. Die Cleverbrücker Bürger hoffen jetzt, dass sich nach seinem Amtsantritt etwas ändern wird.

Tessa Reinhart

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