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Bad Schwartau Das Meer im Museum
Lokales Bad Schwartau Das Meer im Museum
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19:12 08.01.2018
„Anfangs fand ich es schwierig, das Meer zu malen. Dann habe ich mich intensiv damit beschäftigt und jetzt fließt es von alleine“, sagt Wiebke Meier.
Bad Schwartau

Wiebke Meier und das Meer, das ist eine ganz besondere Beziehung. Aufgewachsen ist sie in Eckernförde, ihre Ausbildung zur Bankkauffrau machte sie in Kiel. Mit ihrem Mann zog sie dann vor 20 Jahren nach Heiligenhafen. So richtig weit weg war die Küste also nie. Zumal die Familie ihre Sommerurlaube am liebsten auf Amrum verbringt. „Am Meer, am Strand oder in den Dünen fühle ich mich einfach am wohlsten“, sagt Wiebke Meier (51).

Eigentlich sind es von Bad Schwartau doch einige Kilometer bis zur Ostseeküste. Und bis zur Nordsee noch einige mehr. Die Künstlerin Wiebke Meier bringt nun jedoch das Meer mitten hinein in die Stadt. Am Dienstag wird ihre Ausstellung im Museum eröffnet.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Küstenklänge“ ist dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags (nur nachmittags) von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr im Museum der Stadt Bad Schwartau, Schillerstraße 8-10, zu sehen.

Weitere Infos zur Künstlerin auf www.wiebkemeier.de

Das Meer war also immer schon präsent in ihrem Leben, und Gleiches gilt auch für die Malerei. „Ich habe schon als Kind gerne gemalt“, erinnert sie sich. Als sie in Kiel lebte, habe sie Zeichenkurse besucht. Vor 17 Jahren entdeckte sie dann die Aquarell-Malerei für sich. „Diese Technik ist für mich einfach ideal“, sagt sie. Transparent und gleichzeitig farbstark, leuchtend, aber leicht. Wiebke Meier gerät ins Schwärmen, wenn sie über Aquarelle spricht. Anfangs besuchte sie Volkshochschul-Kurse, später bildete sie sich autodidaktisch weiter. „So habe ich im Laufe der Jahre meinen eigenen Stil entwickelt“, erklärt sie.

Und was malt Wiebke Meier? Natürlich das Meer. Und Dünen. Und den Strand. „Ich male gerne das, was ich selber gerne mag“, erklärt sie. Eigentlich logisch. Und so spaziert sie am Wasser entlang, sammelt Eindrücke, atmet Atmosphäre, bewundert Wellen. Macht in einem Amrum-Urlaub 3000 Fotos.

So hat sie ausreichend Inspiration, um in ihrem kleinen Atelier in ihrem Haus in Heiligenhafen ihre Aquarelle auf das von ihr bevorzugte Baumwollpapier zu bringen. Das ist zwar besonders hochwertig, verzeiht aber auch keine Fehler. „Da muss jeder Strich von Anfang an sitzen, da das Papier die Farbe schnell aufsaugt“, sagt die Künstlerin.

Bevor sie mit einem Bild beginnt, hat sie das Werk deshalb im Kopf genau durchdacht. „Man muss es Schicht für Schicht von hinten nach vorne aufbauen“, erklärt die 51-Jährige. Manche ihrer Aquarelle haben drei, vier, sogar fünf Lasuren. Deshalb malt sie auch ausschließlich drinnen, damit jede Schicht ausreichend Zeit hat zu trocknen. So kommt es, dass sie an einem Bild auch mal mehrere Tage arbeitet. „Daher habe ich einen recht kleinen Bestand.“

Für die Ausstellung im Bad Schwartauer Museum, die heute um 19 Uhr mit der Vernissage beginnt, und dann bis Dienstag, 30. Januar, zu sehen sein wird, hat sie fast alle Bilder mitgebracht, die sie aktuell hat. Amrumer Dünen, ein Fischkutter aus dem Neustädter Hafen, die Trave bei Schlutup – die Motive sind vielfältig. Was sie eint, ist das Meer, das nie fern ist. So wie es auch in Wiebke Meiers Leben nie fern war.

Ilka Mertz

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